Freitag, 16. Juni 2017

Ins rechte Licht gerückt? Gar nicht so einfach.

Blumen und Gemüse zu fotografieren ist wirklich nicht einfach

Wenn man das rechte Licht vergisst


Ist das nicht verrückt? Jeden Tag will ich gegen Abend, wenn die mildere Sonne das Staudenbeet bestrahlt, ein Foto machen. Und noch nicht ein einziges Mal habe ich zum rechten Moment daran gedacht. Meist, war es schon zu spät und ein Teil vom Beet bereits im Schatten. Dieser Kontrast sieht am Foto aber immer drastischer  aus, als in  der Realität. Schön jedenfalls sind die Fotos nicht. 

Ich denke früh morgens daran, wenn die Morgensonne von Hinten aufs Beet scheint. Wobei ich die Stimmung hier dann doch reizvoll finde.

Staudenbeet mit Morgensonne im Rücken (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet mit Morgensonne im Rücken (c) by Joachim Wenk

Und ich denke abends daran, wenn die Sonne gar nicht mehr aufs Beet scheint. Immer aber kommt es dabei etwas zu dunkel heraus. Bevor aber der Rambler Paul's Himalayan Musk im Walnußbaum verblüht ist, zeige ich eben die Morgen- und Abendbilder. Besser die, als gar keine finde ich. Ich bin halt kein professioneller Fotograf und ehrlich gesagt auch kein Hobby-Fotograf. Meine Energie und Leidenschaft liegt im Gärtnern. Fürs Foto-Hobby reichen meine Ressourcen nicht mehr aus.

Staudenbeet in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet in der Abenddämmerung (c) by Joachim Wenk

Climbing Madame Caroline Testout am Rosenbogen blüht dieses Jahr zum ersten Mal richtig. Sie steht noch nicht so lange dort. 

climbing Madame Caroline Testout (c) by Joachim Wenk
climbing Madame Caroline Testout (c) by Joachim Wenk

climbing Madame Caroline Testout (c) by Joachim Wenk
climbing Madame Caroline Testout (c) by Joachim Wenk

V

on der Rose de Resht sind schon viele Blüten hinüber. Die müsste ich einmal abknipsen. Aber die liebe Zeit. Gut, dann fotografiere ich eben ein Büschel neuer Knospen. Man muß sich halt nur zu helfen wissen.

Rose de Resht (c) by Joachim Wenk
Rose de Resht (c) by Joachim Wenk




Von der Moosrose Captain John Ingram gibt es auch nur eine noch hübsche Blüte. Die anderen sind durch die knallende Sonne schon sehr mitgenommen und nicht mehr fotogen. Der ganze, wirklich stark wuchernde Busch ist von Büscheln dieser herrlichen dunkel gefärbten Blüten übersät. Leider bleibt die Farbe in der Sonne nicht lange so dunkel und hellt schnell auf.


 Captain John Ingram (c) by Joachim Wenk
Captain John Ingram (c) by Joachim Wenk
Im heißesten Beet steht die Empress Josephine. Sie war dieses Jahr noch nicht einen Tag fotogen. Sie zu großer Hitze und Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Daher nur ein etwas entfernteres Bild. Daran kann man erahnen, wie toll sie wäre, wenn es nicht dauernd über 30 Grad und absolut wolkenlosen Himmel ohne einen Tropfen Regen hätte.

Empress Josephine (c) by Joachim Wenk
Empress Josephine (c) by Joachim Wenk



Paul's Himalayan Musk ist beinahe am Verblühen. Da der Walnußbaum noch sehr kahl ist (Frostschäden vom April), sieht man dieses Jahr besonders gut, wie hoch die Rose schon gewaschen und über und über mit Blüten übersät ist. 

Paul's Himalayan Musk (c) by Joachim Wenk
Paul's Himalayan Musk (c) by Joachim Wenk




Im anderen Walnußbaum krabbelt die etwas weniger wüchsige Rose Marie Vieaud empor. Sie beginnte jetzt ihr lila Blütenwunder.

Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk
Rose Marie Vieaud (c) by Joachim Wenk



Die einzige Rose, die dieses Wetter liebt, ist meine Seeorose. Gut, sie hat auch ausreichend Wasser zur Verfügung. Von Jahr zu Jahr wird sie schöner und blüht immer mehr. Das geht den ganzen Sommer so mit nur leicht reduzierter Blütenzahl. Im Moment sind es 8 oder 9  Blüten gleichzeitig. 

Seerose (c) by Joachim Wenk
Seerose (c) by Joachim Wenk



Zum allerersten Mal blüht jetzt mein Bauernjasmin. Ich liebe diese Blüten und den Duft. 2015 habe ich zwei Büsche gepflanzt. Weil es aber so trocken ist,wachsen sie kaum. Sie haben nur zwei absolut mickrige und gerade so dünne wie zerbrechliche Ästchen. Ich war wirklich überrascht, daß sie dieses Jahr Knospen bekamen und die dann auch so wunderbar aufblühten. Vielleicht wachsen die Pflanzen ja auch noch. Ich kenne den Strauch als großen und kräftig wachsenden Busch. 

Bauernjasmin (c) by Joachim Wenk
Bauernjasmin (c) by Joachim Wenk



Selbst ausgesät hat sich der Natternkopf. Hummeln fahren total auf ihn ab. Es ist schon komisch. Mein Garten lebt von den Sachen, die sich selbst aussähen. Wenn ich was neu pflanze geht es meist im zweiten Jahr kaputt oder kommt erst gar nicht wieder. Ein paar solcher Fälle habe auch dieses Jahr wieder. Also muß ich quasi diese Selbstaussäer gewähren lassen, sonst hätte ich ja nichts Blühendes im Garten. 

Natternkopf (c) by Joachim Wenk
Natternkopf (c) by Joachim Wenk


Gut, ich hatte ja im letzten Bericht auch schon den Gemüsegarten zum Thema. Aber diese Bilder will ich euch trotzdem nicht vorenthalten. Die Haferwurzel, die sich selbst überall im Garten ausgesät hat, blüht so schön. Und ganz ohne meine Pflege. 

Haferwurzel blüht im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk
Haferwurzel blüht im Gemüsebeet (c) by Joachim Wenk


Keine Blume aber ein Gemüse mit hohem Zierwert - zumindest bis ich es jetzt dann ernte - ist die rote Melde. Gerade im Gegenlicht fasziniert ihre Farbe. 

rote Melde (c) by Joachim Wenk
rote Melde (c) by Joachim Wenk


Ebenfalls von hohem Zierwert ist die Blauwschokker Erbse. Seien es die  Blüten oder jetzt die Schoten.  Mittlerweile sind sie etwa 2 m hoch. Also auch nicht zu übersehen im Gemüsebeet.

Blauwschokker Erbse Blüte  (c) by Joachim Wenk
Blauwschokker Erbse Blüte  (c) by Joachim Wenk


Blauwschokker Erbse Schoten  (c) by Joachim Wenk
Blauwschokker Erbse Schoten  (c) by Joachim Wenk




Schließlich noch ein aktuelles Foto vom Garten am Dorfweiher. Die Kartoffeln bilden mittlerweile eine geschlossene Decke. Leider wuchern die Winden durch Stroh und Kartoffelkraut nach oben. Wie ich die wegbringen soll, weiß ich leider überhaupt nicht. 

Die Kürbisse, Zucchini und Patissons haben sich auch wieder erholt und wachsen. Ich kam mal wieder nicht zum Pflanzen. Als ich dazu kam, war es - wie auch anders - irre heiß und sie kamen aus dem Gewächshaus. Da sind sofort die Blätter verbrannt. Nun ist das Elend aber überwunden und das Wachsen kann beginnen. 
Kartoffelbeete (c) by Joachim Wenk
Kartoffelbeete (c) by Joachim Wenk



In der Küche war ich auch tätig. Ein paar Kohlrabi mußten aus dem Beet und ich hatte gerade keinen Bedarf. Da habe ich sie kurzerhand milchsauer konserviert. So einfach und so lecker. 

Wie es geht, lest ihr in meiner Selbstversorger-Küchen-Seite  oder ihr schmökert gleich ein wenig in meinen nun immer mehr werdenden Küchen- und Vorratserfahrungen unter  www.achimsgartenzumessen.de

Kohlrabi milchsauer (c) by Joachim Wenk
Kohlrabi milchsauer (c) by Joachim Wenk










Kommentare:

  1. Jetzt trau ich mich mal wieder was zu schreiben :-) Mein letzter Kommentar blieb ja im "Orkus". Diese blauen Erbsen sind ja wunderschön, die werde ich auch mal versuchen ...2m??
    Das Jahr ist so schwierig in die Puschen gekommen, aber ich finde, es macht sich bislang prima. Bei uns ist es zur Wärme immer noch ausgewogen nass, so dass ich erst einmal gießen musste. Meine Tomatenkümmerlinge, die ja dennoch ausgepflanzt hatte, haben nun fast die gekauften eingeholt. Sie sind unglaublich kräftig geworden. Jetzt weiß ich gar nicht, was ich machen soll. Sie stehen eigentlich viel zu dicht (ich dachte ja, sie gehen zum Teil ein). Vielleicht wage ich dieses Jahr das "Experiment" .... wachst do wie ihr wollt :-) und geize nur sanft aus und binde und tüddle Schnüre ... ich hatte oft schon die Vermutung, dass sie besser und gesünder wachsen, wenn man sie nicht so "schuriegelt". So und die Kohlrabi versuch ich auch und jetzt gehts raus mit dem Hundi :-) Hab einen schönen Tag.

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    1. Hallo Marion, super, das hat geklappt mit dem Kommentar und ich freu mich drüber. Ja die Erbsen sind nicht wie die anderen Sorten, die einem manchmal nur bis zu den Waden gehen. Ich wußte das auch nicht und hatte das Rankgerüst auf "Erbsenhöhe" installiert im ersten Jahr. Frage nicht, wie ich das dann aufstockte und aufstockte und aufstockte.... 2m sind Standard. Daher wachsen sie jetzt am eigentlich für Bohnen gekauften Rankzelt. Für die aber war es ja viel zu niedrig. ich weiß nicht, wer so einen Scheiß konstruiert und warum der Gärtner Poe.... das anbietet. Jedenfalls ist mein selbst gebautes Bohnenzelt gut 3,5 m über dem Boden und das ist ok. Und am Bohnenzelt ranken die Erbsen und die Tomaten die auch über 2m hoch werden bevor ich sie kappe ranken am selbst gebastelten Gestell. Ist halt alles ein bisschen größer bei uns am Land ;-) Also deine Tomaten, wenn so dicht stehen, würde ich raten jede nur eintriebig hoch zu ziehen und alle Seitentriebe auszugeizen. Ausser natürlich du hast Buschtomaten, das weiß ich nicht. Wie eng stehen sie denn? Meine haben auch nur 40 cm Abstand als STandard. Ich muß meinen Platz im Gemüsegarten voll ausnutzen. Viel Spass mit den Kohlrabi, man bekommt damit sehr schnell ERfolgserlebnisse. Und mir schmeckt milchsaures Gemüse einfach. Volker leider gar nicht. Also probier erst mal, ob du es magst. Dann kannst ja groß in die Produktion einsteigen. Viele liebe Grüße und ein herrliches Wochenende wünscht der Achim

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  2. Upps, deine Rose de Resht hat schon neue Knospen? Mein macht Pause für's Erste. Also doch wieder Bananenschalen? ;-)
    Wenn der Natternkopf dir auf Dauer erhalten bleibt, kommt vielleicht die Natternkopf-Mauerbiene zu dir.
    VG
    Elk

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    1. ja die Rose de Resht macht erst gar keine Pause, das geht nahtlos über. Die Parfum de l'Hay die so ähnlich blüht wie die Rose de Resht und auch den ganzen Sommer, die macht kurz Atempause,die ist aber auch noch nicht so eingwachsen und steht an einem unbewässerten Stück im Garten. Ne also Bananenschalen mach ich auch nicht. Kompost im Frühjahr und jetzt im Sommer mal Brennessseljauche. Heute zum Beispiel wieder. Da gibt es echt ne extra Biene für den Natternkopf? Ist ja der Hammer. Ich hoffe doch dass er immer wieder wo erscheint. Muuß sich halt selbst aussähen. Die Aussaat durch mich hatte nicht geklappt und wenn er dann fertig geblüht hat ist er echt keine tolle pflanze, sehr schlachsig, riesige Tentakeln die aber so was von grobbürstig und stachelig sind.... aber für die Hummeln oder dann auch diese Biene sehr wertvoll und während der Blüte einfach ein tolles blau im Garten.

      Dann mal ran an deine Bananen ;-) viele Grüße Achim

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  3. Lieber Achim,
    toll deine Rosensammlung. Sind ja einfach meine Lieblinge.
    Deine blühen doch herrlich. Ja ein paar Hitzeschäden
    hat man halt immer mal, aber hier hats zum Glück immer mal geregnet.
    Da hält sich das in Grenzen. Wenn ich fotografiere bin ich ständig am ausknipsen. Da mach immer zeitgleich ;-)
    So halte ich meine Rosen hübsch und kann sie dann gleich ablichten.
    Was nicht schön ist kommt gleich in den Korb und wird dann zu Rosensirup verarbeitet oder getrocknet für meine selbstgemachten Seifen :-)
    So nun wünsche ich dir weiter schöne Gartenstunden.
    Ganz viele liebe Grüße von Urte

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    1. Liebe Urte, das ist sehr schön, das so von dir zu hören. Irgendwie beruhigt mich das , man geht oder ich gehe einfach davon aus, deine Fotos machst du einfach mal so im Garten und es sieht immer und überall so aus, wie in all den Fotos englischer Gärten. Und obwohl man oder ich es besser wissen müsste glaubt, man/ich, dass es im eigenen Garten nach nichts aussieht. Ich knipse erst aus, wenn so gut wie alles verblüht ist, weil ich leider mit der Zeit überhaupt nicht rum komme. Nicht, weil es so viele Rosen wären, sondern wegen dem Gemüsegarten und überhaupt dem großen Garten. So muß ich Arbeiten sehr organisiert und effektiv gestalten. Da ist es dann besser einmal zu knipsen und nicht immer wieder. Nun Sirup will ich auch immer machen oder wenigstens Zucker. Aber die Blüte ist so schnell vorüber, immer dann habe ich mehr als alles Hände ohnehin zu tun und so bleibt es immer wieder. DAs finde ich sooooo schade. Gut du hast auch mehr Rosen und damit mehr "Abfall", daß es sich überhaupt lohnt anzufangen. Ich müsste dazu auch richtige Blüten opfern anstatt sie zu bewundern und vielleicht ist auch das ein Grund, warum ich in der Richtung immer nur machen will und nie was gemacht habe.

      Liebe Grüße denn mal wieder und eine schöne Woche im Garten, der Achim

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