Mittwoch, 30. November 2016

Puh das war knapp, letzte Arbeiten vor dem strengen Frost

Das ging jetzt dann aber schnell. Natürlich nicht unerwartet, aber dennoch plötzlich. Wir haben richtig Frost die Nächte. Minus 7-8 Grad. Bevor das kam, habe ich am Samstag noch rasch das letzte Mal in dieser Saison meinen Häcksler angeworfen. Der Haufen an Staudenschnitt war doch beachtlich und so wollte ich nicht in den Winter gehen. 


abgeschnittene Stauden müssen noch gehäckselt werden (c) by Joachim Wenk
abgeschnittene Stauden müssen noch gehäckselt werden (c) by Joachim Wenk

Wie ich das sonst gemacht hatte, weiß ich gar nicht. Eines aber weiß ich: bevor ich den Häcksler hatte, kamen die Bioabfälle auch auf den Kompost und verrotteten. Das mag sein. Aber es dauerte ewig und nach zwei Jahren waren immer noch die Stängel von Astern und Co. im Kompost beinahe unverrottet erkennbar.

Das Häckselgut habe ich jetzt, weil der Kompost auch schon wieder voll ist, nicht dort drauf geschaufelt. Ich habe es gleich wieder in die Staudenbeete verteilt. Da kann es vor Ort verrotten. Der Boden ist bedeckt und die Nährstoffe kommen im nächsten Jahr den Pflanzen gleich zu Gute.


ein schöner Haufen fein geschredderter Staudenabfälle kommt als Mulch in die Beete (c) by Joachim Wenk
ein schöner Haufen fein geschredderter Staudenabfälle kommt als Mulch in die Beete (c) by Joachim Wenk

Als ich dann mit der reinen Gartenarbeit fertig war, begann es schon zu dämmern. Da habe ich rasch noch vor dem Haus die Weihnachtsbeleuchtung installiert. Ich liebe es einfach, zu dieser so düsteren Zeit, wenn Abends die Lichter überall angehen. Drinnen und hier auch draußen.  Wenn man Abends nach Hause kommt ist das gleich so heimelig.

Pünktlich zum ersten Advent habe ich die Beleuchtung noch installiert (c) by Joachim Wenk
Pünktlich zum ersten Advent habe ich die Beleuchtung noch installiert (c) by Joachim Wenk

Am Sonntag hatten wir dann Besuch zum leckeren Karpfenessen.  Was für in Glück. Quasi in allerletzter Minute haben wir es so doch noch geschafft, die Washingtonia ins  Palmenhaus zu schleppen. 3 Männer haben mit vollem Krafteinsatz das Monster an Ort und Stelle gebracht. Auf Möbelrollern dann liegend, daß sie durch die Türe passt. Und bis sie dann wieder aufgerichtet war.... 

Nächstes Jahr bekommt sie auch einen beheizten Kübel und ein Zelt außen herum. Dann muß sie draußen bleiben. Sie ist einfach nicht mehr hand zu haben. Beim Umtopfen werden wir auch einen Schlepper mit Frontlader zu Hilfe nehmen müssen. Anders wüsste ich nicht, wie wir es schaffen könnten. Jetzt aber bin ich erst einmal beruhigt, daß sie endlich und doch noch drin ist. 

Washingtonia im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Washingtonia im Winterquartier (c) by Joachim Wenk

Heute habe ich noch die Feige und Schmucklillie aus der frostigen Werkstatt heraus ins Palmenhaus gestellt. Die Temperaturen sollen weiter sinken und fast 10°C unter Null erreichen. Das hatten wir ein paar Jahre nicht mehr um diese Jahreszeit.

Winterquartier für Kübelpflanzen mit Luftentfeuchter (c) by Joachim Wenk
Winterquartier für Kübelpflanzen mit Luftentfeuchter (c) by Joachim Wenk


Hier sind meine noch lebendigen Rosmarinpflänzchen.  Mal sehen, ob ich sie diesmal über den Winter bekomme.
Rosmarin und Bananenableger im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Rosmarin und Bananenableger im Winterquartier (c) by Joachim Wenk

Und hier sind die ganz entlaubte Zitronenverbene sowie die schon den zweiten Winter hier stehende Andenbeere. Beides Pflanzen, die im Freien nicht winterhart sind bei uns. Aber ausgegraben und in Kübel gepflanzt sind sie  leicht zu überwintern. Die Zitronenverbene habe ich schon sehr viele Jahre. Im Sommer schneide ich mehrmals die Triebe und ernte die ungemein zitronigen Blätter für meinen Kräutertee.

Zitronenverbene un Andenbeere im Winterquartier (c) by Joachim Wenk
Zitronenverbene un Andenbeere im Winterquartier (c) by Joachim Wenk

Auch tagsüber  bleibt an etlichen Stellen im Garten der Reif liegen. 

Reif im Staudenbeet  (c) by Joachim Wenk
Reif im Staudenbeet  (c) by Joachim Wenk


Obwohl mir eigentlich noch nie wirklich etwas erfroren ist, sorge ich mich jedes Jahr aufs Neue um meine ausgepflanzten und natürlich winterharten Pflänzchen. Ich sitze in der warmen Stube und sie müssen draußen ausharren. 




Zitrone und Eukalyptus mit Winterschutz (c) by Joachim Wenk
Zitrone und Eukalyptus mit Winterschutz (c) by Joachim Wenk

Ich schaffe mir auch nichts mehr Neues an, das nicht ganz normal in unserer Region winterhart ist. Die schon vorhandene Pflanzen werden aber weiter gut umsorgt. Es sind im Beet ja auch nur die Banane, die unter einer dicken Laubschicht, bodeneben abgeschnitten, noch immer jeden Winter überstanden hat. 

Dazu kommt ein winterharter Eucalyptus , der  am wenigsten winterhart von diesen empfindlicheren Pflanzen in meinem Garten ist. Er friert jedes Jahr bis zum Boden herunter ab. Dann schneide ich alles weg und spät im Jahr beginnt er wieder zu treiben. Im Herbst ist es dann wieder ein schöner Busch. Ich habe dieses Jahr einmal diese dicken Vliessäcke besorgt. Sie sind zum Überwintern von Kübelpflanzen. So eine Haube hat der Eukalyptus jetzt bekommen. Links im Bild zu "sehen". 

Unter der rechten Haube verbirgt sich die dritte der empfindlicheren Pflanzen. Es ist die die winterharte Zitrone. Bei der bin ich mir nicht ganz sicher, wie viel Frost sie nun wirklich verträgt. Im letzten Winter sind ein paar Spitzen kaputt gegangen, was aber nicht tragisch ist. Sie ist mittlerweile so ein kräftiger und großer Busch, daß sich sie ungern verlieren möchte. ImGegenteil ich warte doch sehnsüchtig auf die ersten Blüten.  Daher kommt sicherheitshalber dieses Jahr auch einen Sack drüber. 

Den allergrößten Vlies-Sack aus meinem Besitz hat die Palme heute bekommen. Mit zwei hohen Leitern und langen Stecken schafften wir das Kunststück, in der Höhe von vier oder mehr Metern einen Sack über die Pflanze zu ziehen. Jetzt ist sie endgültig eingewintert. So hat sie ein einem wesentlich schlechter isolierten Kübel den letzten Winter auch überstanden. Wird schon dieses Jahr auch klappen. 


fertig eingewinterte Palme (c) by Joachim Wenk
fertig eingewinterte Palme (c) by Joachim Wenk
Ach ja und eines darf man bei dem ganzen Einwintern und Wegpacken nicht übersehen. Ja! im fast-Dezember blüht es noch frisch vor sich hin. Es ist nur eine einzige Pflanze aber umso mehr freue ich mich,  doch tatsächlich jetzt frische Blüten im Garten zu haben. Es ist eine Lenzrose, die ja eigentlich doch erst im Frühjahr blühen sollte, dachte ich.

Lenzrose im November (c) by Joachim Wenk
Lenzrose im November (c) by Joachim Wenk



Donnerstag, 24. November 2016

Wer die Arbeiten im Garten nicht um ihrer selbst willen liebt ist kein Gärtner

Ein Tag Ende November. Es war ein milder Tag. Die Sonne bekamen wir zwar nicht zu Gesicht, aber die Temperaturen lagen bei etwa 9 °C. Es war windstill. Weil noch immer etwas im Garten zu tun ist, ging ich hinaus und ließ mich inspirieren. Was mache ich heute? So ein Garten ist ja niemals "fertig" und gerade im Herbst gibt es überall noch viel zu erledigen. Ich habe nicht immer die Zeit, um im Garten zu arbeiten, wie ich es möchte. Damit doch alle Arbeit getan wird, nutze ich jede freie Minute, gehe in den Garten und mache etwas. Nicht immer kann ich das abschließen und doch ist es erstaunlich, wie so nach und nach doch alles erledigt wird.

Bei der Gartenarbeit komme ich einfach zur Ruhe, denke meist an nichts oder sinniere, was für ein Berg Arbeit noch vor mir liegt. Immer wieder erinnere ich mich, daß es hier nicht darum geht die Arbeiten erledigt zu haben, sondern darum, sie auszuführen. Der Weg ist das Ziel. Ich muß zum Beispiel noch etliche Stauden abschneiden, immer wieder Laub wegrechen, den Kompost sollte ich zusammen schlichten. Egal wo ich lang komme sehe ich, was noch weggeschnitten werden muß. Und so könnte ich noch viel aufzählen. Das sind ja aber nur die normalen Pflege- und Erhaltungsarbeiten. Wir wollen auch noch die Terrasse neu machen, den Weinberg gestalten und eine Trockenmauer als Beetstütze erneuern. Das Rankgerüst für den Rambler müssen wir zurecht schneiden und anbringen. Abermals wüsste ich hier noch viel zu berichten.

Bis das alles gemacht ist, kommt das Frühjahr, dann müssen wir wieder....

Und genau das ist es, was ich meine, wenn ich sage, "So ein Garten ist nie fertig" . Es ist einfach ein Prozeß, während dem gewisse Dinge getan werden müssen. Manches wirklich zu bestimmten Zeiten, wie das Schneiden der Obstbäume oder dann das Sähen der Frühjahrsgemüse. Anderes muß oder sollte einmal erledigt werden, wobei der Zeitpunkt eigentlich egal ist. Eigentlich deswegen, weil ich in mir das gerne vollendet sähe. Bald fertiggestellt und abgehakt. Hier gibt meine eigene Ungeduld eher einen Zeitpunkt vor, als der Garten. Da gilt es an sich zu arbeiten und seine Einstellung zu ändern. So sollte das Mäuerchen schon letztes Frühjahr gemacht werden. Die Zeit ließ es nicht zu und so wird es eben das nächste Frühjahr. Die Arbeit läuft ja nicht davon. Und wir haben schließlich doch wieder viel geschafft dieses Jahr. Sehr viel sogar. Betrachte ich hier im Blog die Bilder der letzten Jahre, wird mir das immer sehr bewusst. Daher liebe ich meine Aufzeichnungen über den Garten.

Und genau so macht dann das Gärtnern oder Garteln auch Spass. Ich traue mich sogar zu sagen, daß es nur so Spaß macht. Setze ich mich zu sehr unter Druck, bekomme ich Streß. Nicht nur den Streß, den man immer und überall erwähnt um bewundert zu werden, sondern wirklich den Streß, wie er definiert ist und mit welchen Auswirkungen auf den Körper er auftritt. Das ist nicht der Zweck meines Hobbys, meinem Garten.

Ich rutsche immer wieder in diese ungeduldige, perfektionistische Einstellung ab und merke sehr rasch, wie wenig mir das gefällt. Der Weg ist das Ziel! Ein Mantra das ich mir dann bei der Gartenarbeit vorsage. Und das hilft. Vielleicht nicht beim ersten Mal. Aber je öfter ich mir das bewusst mache, desto leichter fällt es mir, Ruhe zu bewahren und einfach anzufangen und Freude an der Arbeit zu haben. Nicht zu schauen, wie viel vor mir liegt, sondern das betrachten, was ist und was ich geschafft habe. Ich muß dabei immer an eine Geschichte von einem Straßenkehrer denken. Er hat eine sehr lange Straße zu kehren und wenn er auf diese blickt, sieht er seine Aufgabe als hoffnungslos, als nicht zu bewältigen an. Dann fängt er an zu kehren. Strich für Strich. Irgendwann ist er am Ende der Straße angelangt und hat sie vollends gekehrt. So wie er dann aber wohl gleich wieder am anderen Ende von neuem anfangen kann zu kehren, so geht es dem Gärtner auch im Garten. Der Garten ist nie fertig, im Garten ist man nie fertig. Die Jahreszeiten und mit ihnen die jeweiligen Aufgaben kommen, bleiben und gehen. Immer wieder aufs Neue. Wer die Arbeiten im Garten nicht um ihrer selbst willen liebt, die Betätigung in und mit der Natur, die Jahreszeiten und Rhythmen, das zur Ruhe kommen und Abschalten, die Sinneseindrücke bei der Arbeit und das Spüren des Lebens und seines Körpers. Wer das nicht mag und lieber jetzt als später hinter sich bringen möchte, der ist kein Gärtner.

Meine gärtnerische Inspiration für heute fand ich dann im Gemüsegarten. Der Rosenkohl stand noch im Beet. Es ist beinahe Dezember. Bald wird es sicher auch richtig kalt. Auch Rosenkohl ist nicht unendlich frosthart, wie ich bereits erfahren mußte. Wachsen tun die dieses Jahr recht kleinen und oft recht lockeren Röschen nicht mehr. Also habe ich ihn abgeerntet und die mächtigen Kohlstrünke zum Haufen des noch zu häckselnden Materials gelegt.

Zu Mittag gab es dann Rosenkohl. Fünf weitere Portionen Rosenkohlröschen habe ich blanchiert und eingefroren. Nachmittag blieb vor der Dunkelheit noch Zeit, wieder in den Garten zu gehen. Im Staudenbeet fing ich an, ein paar sehr unschön vergammelnde Stauden ab zu schneiden. Dann kamen die harten Überreste von Astern oder Eibisch dran. Wenn ich am Wochenende zum Häckseln komme, kann ich die gleich mit zerkleinern. Das Beet sah dann schon wieder ordentlicher aus. Noch ein paar über den Weg wachsende Stauden habe ich abgeschnitten.

Und da haben wie es schon wieder. So wie der Straßenkehrer anfing zu kehren, habe ich einfach angefangen hier und da zu schneiden. Schon lange hatte ich es vor und weil es nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen sein mußte, blieb es erst noch. Anderes war dringender. Und heute Abend freue ich mich, daß doch wieder eine Arbeit fürs erste durchgeführt und "abgeschlossen" ist.

So kann das Beet jetzt in den Winter gehen. Im Frühjahr wird wieder geschnippelt, was dann noch übrig ist und das Unkraut entfernt. Immer eines nach dem anderen. Der Weg ist das Ziel!

Staudenbeet Ende November - fertig für den Winter (c) by Joachim Wenk













Mittwoch, 16. November 2016

Kübel eingeräumt, Laub gemäht und im Palmenhaus scheint die Sonne

Na sowas! Und für was war jetzt diese ganze Aufregung? 

Kalt wird es und richtig frostig die Nächte. Das Wochenende davor hatten wir also noch einmal einen richtigen  Arbeitseinsatz im Garten.  Das Aufräumen war zwar für den Besuch am Wochenende ganz schön, zwingend hingegen war das Einräumen von Kübelpflanzen. 

Heute also komme ich nun dazu, darüber zu schreiben und schon wieder ist der Spuk vorbei. Heute war ich ohne Mütze Gassi gehen und es war frühlingshaft warm mit beinahe 10°C. Und es bleibt warm. Trotz alledem war es notwendig, die Pflanzen einzuräumen, denn wir hatten etwa 5°C unter Null die letzten Nächte. 

So sah es dann also am Samstag noch aus. Zuerst mußten wir im Palmenhaus hin und her schieben und schlichten und räumen und wieder umräumen. Dann ging es los mit Einräumen. Lorbeer, Olive und Feigenkaktus kamen rein. Ein paar kleinere Töpfe und dann die Kübel-Banane sowie die Dattelpalme. Die Banane ist da wirklich leicht hand zu haben. Einfach die Stämme abschneiden und den Topf einräumen. Die braucht nicht viel Platz. Bei der Dattelpalme mussten wieder die Wedel hoch gebunden werden, damit sie im Haus nicht den Raum ganz allein für sich beansprucht. 

Mediterraner Platz vor dem Einräumen der Kübelpflanzen (c) by Joachim Wenk
Mediterraner Platz vor dem Einräumen der Kübelpflanzen (c) by Joachim Wenk


Während ich noch räume und ein wenig mit dem Besen Laub hin und her schiebe erdröhnt plötzlich ein Geräusch. Seltsam bekannt und doch so lange nicht mehr gehört.

Volker hat sich kurzerhand auf den Aufsitzmäher gesetzt und rast über die Grünfläche nebst freigeräumter Wege und mediterranem Platz.

Phantastisch. Und ich habe vor ein paar Tagen noch Stunden mit dem Rechen da gestanden und danach hat man fast  nichts gesehen. Heute ist plötzlich binnen kürzester Zeit der Garten ordentlich und aufgeräumt. Alles Laub einfach aufgesaugt im Grasfangkorb. Den schönen Mix aus Laub und Grasschnitt verteile ich doch gleich in die Staudenbeete. Mulch über den Winter und Futter für die Helfer im Boden im Frühjahr.


mit dem Rasenmäher Laub-Saugen ist ne feine Sache (c) by Joachim Wenk
mit dem Rasenmäher Laub-Saugen ist ne feine Sache (c) by Joachim Wenk


Es ist bereits recht frisch draußen. Wie gemütlich sieht es doch dort drinnen aus, im Palmenhaus. Die Pflanzenleuchte ist mittlerweile angegangen und taucht den Raum in grelles Sonnenlicht. Durch die kleinen Fenster kommt einfach nicht genug Licht  in den Urwald an Kübelpflanzen. Somit probieren wir es nun einmal mit der Leuchte. Das Licht ist so schön, daß ich gar nicht mehr raus möchte aus dem sonnenbeschienenen Palmenhaus.

Im Palmenhaus scheint die Sonne (c) by Joachim Wenk
Im Palmenhaus scheint die Sonne (c) by Joachim Wenk


Blick ins Palmenhaus, fehlt nur noch die Washingtonia (c) by Joachim Wenk
Blick ins Palmenhaus, fehlt nur noch die Washingtonia (c) by Joachim Wenk

Blick ins Palmenhaus (c) by Joachim Wenk
Blick ins Palmenhaus (c) by Joachim Wenk



Bis auf die Washingtonia, die die Kälte draußen verbrachte, und noch immer nicht rein konnte, ist also alles aufgeräumt. Zumindest, was die Kübelpflanzen betrifft. Die Staudenbeete sollten auch einmal etwas gepflegt werden. 

Obwohl, mit einem Hauch Reif auf den Blättern, sieht es schon wieder ganz nett aus. Der Frost ist ja aber vorüber und es regnet. Alles wieder braun und vermodernd. Ich muß wohl doch da noch einmal ran und Ordnung schaffen. 


großes Staudenbeet im November (c) by Joachim Wenk
großes Staudenbeet im November (c) by Joachim Wenk


Jetzt, wo das ganze Nußlaub unten ist, sehe ich auch einmal wieder den aktuellen Wuchsstand der Ramblerrosen. Im Sommer erkennt man immer nicht, wie hoch sie bereits sind. Jetzt wo die Triebe wieder sichtbar sind, müssen hier und da auch ein paar Anbinde- und Schnittmaßnahmen getätigt werden.
Rambler Paul`s Himalayan Musk im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Rambler Paul`s Himalayan Musk im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk

Rambler Rose Marie Vieaud im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk
Rambler Rose Marie Vieaud im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk

Wenn mal kurz die Sonne heraus kommt finde ich auch noch hier und da ein paar Farben. Und wenn es denn die Farbe Schwarz ist. Noch vor kurzem leuchteten hier gelbe Blüten auf grünem Laub und nun ist  alles einfach Schwarz. Irgendwie erstaunlich.

gelber  Sonnenhut jetzt ganz in schwarz (c) by Joachim Wenk
gelber  Sonnenhut jetzt ganz in schwarz (c) by Joachim Wenk


Aber bitte, noch ist ja nicht alles schwarz. Die Herbstchrysantheme daneben hat noch ihr leuchtendes Gelb.

Das sich gerade verfärbende Laub der Zitrone daneben macht fast den Eindruck, als würde das Gelb der Chrysantheme es anstrahlen und so zum gelben Leuchten bringen. In Wirklichkeit ist es natürlich so, daß das Zitronenlaub selbst gelb geworden ist.

gelbe Herbstchrysantheme und Zitrone (c) by Joachim Wenk
gelbe Herbstchrysantheme und Zitrone (c) by Joachim Wenk


Unterm Hausbaum der übrigens auch schon völlig entlaubt ist, blüht noch immer diese namenlose Minirose. Der Buchs ist diese Jahr schön gewachsen. 

rote Miniaturrose unterm Hausbaum (c) by Joachim Wenk
rote Miniaturrose unterm Hausbaum (c) by Joachim Wenk


Mein Weinberg liegt jetzt auch völlig nackig am Hang. Im nächsten Sommer geht es, so die Theorie, los mit Trauben. Die diesjährigen Ruten binde ich dann runter und daraus entstehen die fruchtragenden 2017er Triebe. Bin gespannt, ob alles klappt. 

Weinberg im November (c) by Joachim Wenk
Weinberg im November (c) by Joachim Wenk




Schon ist die Sonne wieder weg. Umso mehr fällt das helle Gelb vom Ranunkelstrauch auf. Im Frühjahr färben ihn seine Blüten dottergelb. Jetzt strahlt sein Laub in leuchtendem Gelb, selbst im Nebel.

gelbes Laub vom Ranunkelstrauch leuchtet im Novembernebel (c) by Joachim Wenk
gelbes Laub vom Ranunkelstrauch leuchtet im Novembernebel (c) by Joachim Wenk


So sieht übrigens die Banane im Staudenbeet aus. Sie wird nicht eingeräumt sondern nur abgeschnitten. Darauf kommt eine dicke Laubschicht, beschwert durch ein Erbsenrankgitter. So bläst der Wind das Laub nicht davon und die Staude bleibt bis zum Frühjahr geschützt.

Laubschicht isoliert Bananenstaude im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk
Laubschicht isoliert Bananenstaude im Staudenbeet (c) by Joachim Wenk


Der Samstag war wirklich einmal wieder arbeitsreich. Schließlich wurde es dann doch Zeit rein zu gehen und den Ofen an zu schüren. Nur gut, daß ich mich nicht durch dieses witzig, runde Loch quetschen muß, wenn ich den Garten verlasse. Das hier bleibt den Katzen vorbehalten und wer weiß, was da des Nächtens noch so alles hindurch schlüpft und von dem ich nie etwas erfahren werde.


kreisrundes Schlupfloch im Gartenzaun (c) by Joachim Wenk
kreisrundes Schlupfloch im Gartenzaun (c) by Joachim Wenk






Montag, 14. November 2016

eigenes frisches Gemüse aus dem Novembergarten

Am Samstag hatte wir seit längerem einmal wieder einen arbeitsreichen Tag im Garten. Deutliche Nachtfröste  bis - 7°C und Tags kaum über dem Gefrierpunkt, so sagen es die Wetterfrösche vorher. Da muß noch ein wenig vorbereitet oder abgeerntet werden im Garten.

Herbstlaub und Kübelpflanzen waren ein Thema am Wochenende, über das ich dann die Tage berichten werde. Für heute liegt mir jedoch mein Gemüsegarten am Herzen. Über meinen  Erfolg dort will ich hier stolz berichten.

Wir haben als Mitte November.  Während anderswo der Garten und Gemüsegarten bereits "fertig" für den Winter ist, bin ich noch immer mit der Ernte frischen Gemüses beschäftigt. Und das macht mich stolz. Mit jedem Jahr und seinen Erfahrungen gelingt es mir immer besser, auch zu solchen Jahreszeiten noch frisches Gemüse für den Mittagstisch ernten zu können. Noch ein wenig stolzer schwillt natürlich meine ansonsten bescheidene Brust an, wenn ich sagen kann, daß ich natürlich auch alles (!) was an Gemüse bei mir im Jahr wächst, selbst aus Samen heran gezogen habe!

Seit ein paar Tagen gibt es wieder täglich frischen Salat. Und knackig ist der! Nicht hart, sondern knackig. Er schützt sich vor der Kälte durch ein gedrungenes und sehr kräftiges Blattwachstum. Das lässt ihn dann auch beim Zubereiten und Verspeisen schön knackig frisch bleiben.

Hier seht ihr zwei Pflanzen unterm Vlies.

Bataviasalat Maravilla de verano unterm Vlies (c) by Joachim Wenk
Bataviasalat Maravilla de verano unterm Vlies (c) by Joachim Wenk


Immer wieder muß ich natürlich das Laub vom Vlies entfernen, das der Apfelbaum verliert. Sonst kommt von dem wirklich gerade sehr knapp vorhandenem Sonnenlicht  nichts mehr beim Salat an.

Das Vlies schützt den Salat vor der Kälte (c) by Joachim Wenk
Das Vlies schützt den Salat vor der Kälte (c) by Joachim Wenk



Der Blick in den Gemüsegarten jetzt im November zeigt, daß zwar nicht mehr viel hier steht, es aber eben doch noch zu ernten gibt. Unterm Vlies also Salat und Rucola. Vorne unten am Bildrand, man sieht ihn eigentlich hier gar nicht, steht noch der Meerrettich. Den muß ich auch demnächst einmal ernten.  Ihm macht der Frost aber nichts aus  und so kümmere ich mich also erst um andere Gemüses. Der Wirsing, der kein Winterwirsing ist und leichten Frostschaden an den äußersten  Blättern des Kopfes hat,  ist geerntet und verspeist. Hier viel die Ernte sehr kläglich aus. Viel zu trocken war es einfach im Sommer wieder einmal. Ein paar nachgewachsene Brokkoliröschen konnte ich abschneiden, genau wie hier und da noch eine kleine Kohlrabi.

Erst vor ein paar Tagen habe ich den Toskanischen Grünkohl geerntet oder die Pastinaken.

Endivien unterm Vlies, frische Ernte mit Nero di Toscana Kohl und Broccolie und ganz viel Herbstlaub  (c) by Joachim Wenk
Endivien unterm Vlies, frische Ernte mit Nero di Toscana Kohl und Broccolie und ganz viel Herbstlaub
(c) by Joachim Wenk




So gibt es  im Moment zu den Mahlzeiten immer eine Mischung aus gerade frisch geerntetem Gemüse mit eingelagerter Ernte von zum Beispiel Kürbis oder Wurzelgemüse und je nach Lust und Rezept eingefrorenem oder eingekochtem Gemüse. Ganz so, wie es das Selbstversorgerherz sich wünscht. Gewürzt wird mit immer ein wenig Fleisch oder Wurst. Manchmal bleibt das Gericht aber auch auch ganz vegetarisch.

Hier im Bild sieht man den Gemüsegarten im November. Das Salat-Vlies unterm Apfelbaum und eines über dem Beetrahmen links im Bild. Hinten rechts steht der Rosenkohl.

Blick in den Gemüsegarten im November (c) by Joachim  Wenk
Blick in den Gemüsegarten im November (c) by Joachim  Wenk

Das hier ist der Salat der im erhöhten Beet, in dem Kartoffeln wuchsen, steht.

Salat unter schützendem Vlies (c) by Joachim Wenk
Salat unter schützendem Vlies (c) by Joachim Wenk


Samstag morgen war hier noch einiges an Vlies zu sehen.  Damit hatte ich den Endivien und Chinakohl geschützt. Wenn wirklich 7 Grad unter Null kommen, ist das aber zu wenig glaube ich.

Gemüsebeet  Mitte November (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeet  Mitte November (c) by Joachim Wenk


Also tat ich das, was letztes Jahr ganz wunderbar funktioniert hat. Der reife Endivien wird ausgegraben und im leerstehenden Gewächshaus wieder eingegraben. Dann kann man noch ein Vlies drüber legen. So hält er sich noch viele Wochen und kann jetzt nach und nach verspeist werden. Wir brauche ihn ganz besonders mit dem Kartoffelsalat aus eigenen Kartoffeln zu den gebackenen Karpfen aus eigener Zucht. 

Nächstes Wochenende gibt es dann zum ersten Mal wieder Karpfen in dieser Saison. Ich jedenfalls bin mit meinem Gemüse gewappnet dafür. 



Endivien aus dem Freiland, jetzt im schützendne Gewächshaus eingegraben (c) by Joachim Wenk
Endivien aus dem Freiland, jetzt im schützendne Gewächshaus eingegraben (c) by Joachim Wenk