Sonntag, 15. April 2018

Ein elektrischer Gartenhäcksler im Test - ein Werbe-Beitrag


Heute gibt es einmal einen etwas anderen Beitrag in meinem Blog. Es ist tatsächlich ein sogenannter "bezahlter Beitrag". Ach ja, bezahlt wurde übrigens nur der Test, nicht meine Meinung. Das ist mir wichtig. 

Ganz zeitig im Jahr - noch vor der leidigen Datenschutzverordnungsdiskussion und dem  wahrscheinlichen Ende vieler  Blogs - bekam ich eine Anfrage, ob ich den Elektro Gartenhäcksler IEG 2500  testen möchte. Natürlich sollte ich dann auch darüber schreiben. 

Ein Gartenhäcksler kam mir eigentlich ganz gelegen. Will ich doch mehr über die Humuswirtschaft vom Kompost bis zum Mulch schreiben. Und werde ich nicht immer wieder einmal gefragt, was ich für einen Häcksler habe und dass man einen sucht und nicht weiß, welchen nehmen?

Vielleicht ist das ja einer, den ich künftig empfehlen kann? 

Rasch wurde der Häcksler geliefert und von mir sofort neugierig ausgepackt. Da war noch lange nicht ans Häckseln im Garten zu denken. 




Der Häcksler ist zwar ein wenig zerlegt, damit er in den Karton passt.  Da er sehr leicht ist und das Werkzeug mitgeliefert wird, konnte ich ihn gleich ohne weitere Vorbereitungen und geistige Anstrengungen, noch im Vorraum zum Haus, zusammen bauen. Ich war eben neugierig. 



Gleich wurde er an den Strom angeschlossen und einmal laufen lassen. Das klingt gut und kraftvoll. Wenn doch endlich Frühling wäre und ich Sträucher und Gestrüpp, Rosen oder Beerenobst schneiden muss. 




Lange ließ das Frühjahr auf sich warten. Aber irgendwann war es so weit. Im Staudenbeet habe ich, was lange nötig war, die große Weigelie auf den Stock gesetzt. Da fällt eine Menge Schnittgut an. Jetzt wird gehäckselt. 

Im ersten Bild sieht man den Häcksler mit dem Haufen Strauchschnitt. Im Zweiten Bild, etwas 45 Minuten später, ist alles klein geschreddert. 





Jetzt wird es Zeit einmal was über den Gartenhäcksler zu sagen. 

Der Häcksler ist komplett aus Kunststoff und daher wirklich sehr leicht. Mit den Rädern lässt er sich problemlos von A nach B bewegen. Auch über die Wiese. 

Nun, die Lautstärke erreicht fast die Dezibelwerte meines großen benzinbetriebenen  Hammerwerkhäckslers. So sagen es jedenfalls die Aufdrucke auf den beiden Geräten. Dennoch erscheint mir der Lärm des kleinen, elektrischen Häckslers gefühlt nicht ganz so unangenehm, wie der vom Benzinhäcksler. 

Sofort positiv aufgefallen sind mir beim IKRA Häcksler bereits auf den Internetseiten des Herstellers zwei Dinge. 

Der große (50l) Auffangkorb direkt unter dem Schneidewerk. Ich lege bei meinem Großen immer eine Plane unter und muss dann das Gehäckselte in zusätzlichen Arbeitsschritten mit der Schaufel in Eimer füllen und dann verteilen. Nehme ich keine Plane muss ich das Material aus dem Rasen rechen, was echt aufwändig ist. Beim IKRA stoppe ich einfach den Motor, ziehe den vollen Auffangbehälter heraus und kann das Häckselmaterial verwenden. Der große Haufen Weigelienschnitt im Bild erforderte nur 3 maliges Leeren des Behälters. Dieser Auffangkorb ist wirklich Gold wert. 

Zum Anderen hat dieser kleine und wirklich  preisgünstige Häcksler noch ein Feature, das ich so noch bei keinem anderen gesehen und doch immer vermisst habe. Dieses geniale mitgelieferte Plastikteil zum Nachstopfen der Äste. Da hat endlich mal ein Hersteller mit gedacht. Diejenigen unter euch, die auch häckseln, haben mit Sicherheit auch diverse Äste zum Nachstopfen. Die werden aber immer kürzer und müssen wieder und wieder ausgetauscht werden, weil man immer damit an die Messer kommt. Nicht mit diesem Teil. Es passt genau in den Einfüllschlitz. Besser als ein Ast, denn es ist so breit und so geformt wie die Öffnung. Und man hat einen Griff zum festen Stopfen und es ist so lang, dass es nie an die Messer kommen kann. Super! 



Und wie häckselt das Gerät? Also ich war derart überrascht, das kann ich sagen. Ich habe schon ein paar Häcksler gehabt. Mit Messern oder die Leisehäcksler die nur quetschen. Dicke Äste musste ich immer im Leisehäcksler zermalmen, weil die Messer vom anderen dabei sofort blockierten. Der IKRA soll laut Handbuch Äste bis 4 cm Durchmesser klein bekommen. Das ist ein Ansage. Messt einmal 4 cm am Lineal ab! 

Klar, dass die Weigelie auch dicke Äste hatte. Äste, die ich nie mit einem meiner anderen Messerhäcksler hätte zerkleinern können. Wie anders ist dieser neue, kleine Häcksler. Er saugt selbst die dicken Äste regelrecht ein und  ohne dass der Motor langsamer wird haut er sie in winzige Stücke. Ich bin wirklich baff. 




Das Häckselgut ist wirklich wunderbar fein zerkleinert. Es kann so unmittelbar als Mulch in den Beeten verteilt werden. Oder man gibt es auf den Kompost. Ich verteilte es gleich im Staudenbeet,wo es seinen Ursprung (Weigelie) hatte. 



Nur ganz dünne, biegsame Zweige werden kaum zerkleinert und gelangen ungeschreddert in den Auffangkorb. 





Der Häcksler ist laut Katalog gemacht für "Äste- und Zweige (Durchmesser max. 40mm), Gehölz- und Baumschnittabfälle, Schnittabfälle von Hecken, Planzenmaterial und andere Gartenabfälle". Er ist nicht gemacht für Küchenabfälle und allgemein weiche und saftige Abfälle. Die sollen direkt verkompostiert werden. 



Ich habe noch einen Haufen mit Staudenschnitt vom kürzlichen Reinigen des großen Staudenbeetes. 



Und einen Haufen mit Brombeerranken. Die wilden Brombeeren überwuchern mir immer die Haselnußhecke und müssen entfernt werden. 



Nach dem Erfolg mit dem Astschnitt versuche ich mich mit den Staudenresten. Ich muß gestehen, dass ich da sehr skeptisch war. Mut machte mir noch ein Detail vom Häcksler, das mich sehr positiv überrascht hat. Mit nur einer Schraube, die selbst mit Handschuhen leicht aufgedreht werden kann, öffnet man die Kammer zu den Messern und kann bei Verstopfung rasch alles ausräumen. Was gäbe ich für so eine einfache Handhabe bei meinem großen Häcksler. Also hätte ich nicht von der Schraube gewusst, hätte ich die Stauden nicht gehäckselt, weil die sicher alles verstopfen. 



Gut, daß es die Schraube gibt. Die Abfälle waren zu weich. Jedenfalls kam im Auffangbehälter nichts an und rasch war der Häcksler verstopft. Aufgemacht ist er rasch, freigeräumt eher nicht so rasch. Der Auswurf in den Korb ist, warum auch immer, mit Stegen blockiert, so dass man ihn schlecht freiräumen kann. Aber immer noch viel leichter als ich das von allen anderen Häckslern kannte, bei denen zum Teil die Messerscheibe von unten abgeschraubt werden musste, wenn er verstopft war.  

Ein Vorteil des IKRA ist sein geringes Gewicht. Ich habe ihn auch einfach umgedreht und alles ausgekippt. Jedenfalls war das jetzt kein Erfolg mit den überwinterten Staudenüberresten. Postiv allerdings ist wirklich die Möglichkeit, so unkompliziert an den Ort der Verstopfung zu Problemlösung heran zu kommen. 




Was ist wohl mit den Brombeerranken, die ich vor vielleicht 14 Tagen schon geschnitten hatte. Ich fasse mich kurz. Gleiches Prozedere, wie mit den Stauden. Jetzt bin ich echt enttäuscht. Brombeerranken würde ich schon erwarten, dass er klein bekommt, ohne zu verfilzen. 





Kann ich ihn so empfehlen? Ich gebe ihm noch eine Chance. Wenn denn endlich richtig Frühjahr wird, werde ich die Rosen schneiden. Rambler, Kletterrosen, historische Rosen mit sehr starken Dornen, Moosrosen mit weichen Trieben und einem Filz aus Dornen und Wildrosen. Also da ist alles dabei. 



Was war ich überrascht. Vollkommen problemlos  gingen die durch. Keine Verstopfung. Lag es daran, daß die Brombeerranken nicht frisch geschnitten waren? Oder sind Brombeerranken so fieses Gestrüpp? Ich weiß es nicht. Die Rosen jedenfalls gingen butterweich durch die Messer. 

Könnte ich das nur auch vom Einfüllstutzen sagen. Leider ist es der gleiche enge und schmale Schlitz, wie bei allen anderen Häckslern auch. Hätten die nicht nach der guten Idee mit dem Stopfer, der Schraube zum Öffnen oder dem praktischen  Auffanggkorb nicht auch hier weiter denken können? Weigelie geht gut rein. Rosen mit Dornen und Verzweigung geht eher langsam. Man braucht auch den Stopfer. Das aber ist wie gesagt eine Macke, die ich von allen Häckslern kenne. Nur die wirklich großen und starken habe eine breitflächige Öffnung für dergleichen Gestrüpp. 

Damit beende ich fürs Erste meinen Test des Häckslers. Da ich ihn behalten darf, kann ich im Laufe des Jahres noch weitere Materialen testen.  Ist das  nun ein Häcksler, den ich meinen Lesern empfehlen kann, wenn ich immer auffordere, mehr zu kompostieren und weniger über braune Tonne oder sonstige Dienste zu entsorgen? Biomaterial und wertvoller Dünger der verloren ist und durch teuren gekauften ersetzt werden muss. 

Ich kann hier nicht eindeutig ja oder nein sagen, sondern muss differenzieren. 

Habe ich einen kleinen Garten und wenig Stauraum. Möchte ich das von mir abgeschnittene harte Material nicht all zu großen Umfangs, zerkleinern und als Mulch auf die Beete streuen oder den Kompostwurm damit füttern. Möchte ich vielleicht das alles erst mal probieren, ohne groß in eine teures Gerät investieren zu müssen? Meist sehe ich ja auch, dass Frauen garteln und vielleicht von der Leichtigkeit und einfachen Handhabung im Transport von dem Gerät erfreut wären. Für all diejenigen kann ich den Häcksler wirklich empfehlen. 

Habe ich einen großen Garten, viel Material zum Häckseln, entsorge ich nichts und will alles über den Kompost oder Mulch recyceln? Habe ich keinen Strom im Garten? Will ich auch weicheres und saftigeres Material zerkleinern? Dann ist das Gerät, zumindest als Hauptgerät, eher ungeeignet. 

Für die Mengen, die bei mir (1700 qm Garten) anfallen und verarbeitet werden müssen ist er jedenfalls als Hauptgerät deutlich zu klein. Ich entsorge bekanntlich nur Wurzelunkräuter oder Walnußlaub in der Biotonne. Alles andere wird gehäckselt oder zu Brennholz geschnitten. 

Ich werde ihn dennoch gern als kleines, rasch einsetzbares und wirklich sehr (!) leistungsstarkes Zweitgerät gerne weiter nutzen. Ich kenne auch andere Häcksler, deren Vorteile und Makken. Der  Gartenhäcksler  IEG 2500 hat mich, für das von mir umrissene Einsatzfeld aber überzeugt. Dazu beigetragen haben das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis, die hohe Leistung, das geringe Gewicht, die stabile Verarbeitung, das einfache Öffnen bei Verschmutzung, der Auffangkorb und natürlich der beigefügte Stopfer für Aste. 

Und zum Schluß noch eine Belohnung für alle, die meinen Bericht bis hierher gelesen haben. Ich gehe davon aus, daß diejenigen dann vielleicht auch gerade Interesse an einem Häcksler haben. Oder sich mit dem Gedanken tragen, einen zu zu legen. 

Die Firma IKRA hat mir freundlicherweise erlaubt einen Rabatt-Code hier zu nennen. 

SPAREN125

Wer also sich entscheidet, den Häcksler oder ein anderes Produkt zu kaufen, sollte den Code bei der Bestellung eingeben. Dadurch erhält man 25% Rabatt, was eine ganz schöne Sache ist, wie ich meine. (Der Gutscheincode gilt für alle IKRA und Tonino Lamborghini Produkte (nicht Zubehör, nicht Ersatzteile) - also natürlich auch für den Häcksler). 


Mittwoch, 11. April 2018

Vom Seerosen düngen und Knoblauch vermehren

Die Forsythie blüht und zeigt uns damit, dass wir im Erstfrühling angekommen sind. 


Gleich nach Ostern war er mit einem Mal da, "der Frühling". Bilderbuchwetter und Bilderbuchtemperaturen. 




Ich habe die ersten Tage richtig intensiver Gartenarbeit hinter mir und eine leichte Röte ziert seitdem mein Gesicht und diverse lichte Stellen am Haupt. Die Sonne hat schon richtig Wum.
Auch wenn ich noch wahnsinnig hinterher bin mit all den nötigen Frühjahrs-Aufräumarbeiten und Frühjahrs-Verbereitungen für die Saison, so kommt doch mit jedem Handgriff die Freude am Garten langsam wieder.

Wahnsinnig unterstützt durch eure vielen vielen aufmunternden Kommentare zu meinem letzten Beitrag. Ich habe mich so gefreut! Und sage Danke, Danke, Danke. Ganz besonders bedanken möchte ich mich auch bei meinen stillen Fans, die mir auch mit ihrem, zum Teil, erstmaligen Kommentar, ihre Unterstützung ausdrücken wollten.

Ich bleibe am Ball, lese und drucke aus, generiere Impressums und Datenschutzerklärungen, entferne Fotos mit Gesichtern drauf, habe die eine oder andere Seite aus der Öffentlichkeit genommen. Ich warte auf Rückmeldung von Dienstanbietern, auch für meinen Selbstversorgerblog achimsgartenzumessen.de. Scheinbar sind wohl selbst die Hosts mit den Hausaufgaben hinterher. Oder was bedeutet die Aussage : wir sind mit Anwälten dabei pünktlich Lösungen für unsere Kunden zu bieten. Na toll, und wenn die es vermasseln bin ich strafbar. Das ist eine Welt....

Ich warne schon mal vor. Es kann immer noch sein, daß der Blog im Mai einmal (kurzfristig) nicht sichtbar ist. Das ist meine Notbremse, wenn noch Dinge ungeklärt wären. Aber was ist mit all den Dingen, die ich nicht klären kann, weil ich gar nichts davon weiß? Wird hoffentlich alles gut gehen.

Heute will ich aber nicht über Datenschutz nachdenken, sondern euch von ein paar meiner Arbeiten und Gartenangelegenheiten der letzten Tage berichten.

Also ganz besonders schön war das sonntägliche Mittagessen auf der Terrasse. Traumhaft. Zudem gab es, bis auf den gebratenen Fisch, nur Dinge, die aus meinem Garten stammen. Wirsing, Kartoffeln vom letzten Jahr, sowie frischen Kopfsalat mit ebenso frischen Kräutern im Dressing.



Auch der Kaffee wurde hier eingenommen. Naja zumindest so weit es möglich war. Oder könntet ihr in Ruhe Kaffee und Kuchen zu euch nehmen, die Sonne und das Wetter genießen, wenn unentwegt DIESER Blick von schräg unten eure Augen trifft? Mit jedem meiner Versuche, dennoch meinen Kaffee in Ruhe zu genießen und nicht nach unten zu sehen, verringerte sich übrigens unauffällig der Abstand zwischen uns....

Irgendwann war mir die Nähe dann doch zu viel und er bekam seinen Wiener halt schon beim Kaffee trinken und nicht erst danach, wie eigentlich geplant. 



Zwar nicht ganz so nah aber auch ständig aufmerksam am Beobachten ist mein spezieller Freund von nebenan. Luke heißt er. Von Baby-Beinen an verstehen wir uns von Zaun zu Zaun ganz prächtig. 



Ach so ja, habe ich nicht eigentlich auch von Garten-Arbeit gesprochen? Klar, die gab es ausreichend. Zum Beispiel habe ich am Wochenende alle Kübelpflanzen ausgeräumt. Auch die Seerose kam wieder in ihr Becken. Ihr Topf ist ein etwa Obstkorb-großer Plastikkorb für eben Unterwasserpflanzen. Sehr schwer, sehr dreckig und sehr stinkig beim Transportieren. Dennoch muss er erstmal raus aus der Tonne vom Winterqartier und aufs Trockendock. 

Düngen ist angesagt. Die Seerose bekommt bei mir einmal im Jahr Düngepellets in den Topf. Die müssen aber gut vergraben werden, weil sie sonst im Wasser natürlich gleich aufschwimmen. Das Wasser ist dann gedüngt, die Rose nicht. 

Man kann die Pellets auch in diese praktischen kleinen Beutel füllen und zuknoten. Diese Teebeutel sind für wenig Geld zu bekommen. Ich habe sie daheim, weil ich darin auch gerne einmal von meinem Kräutertee, Rosenblütentee oder dem beruhigenden Hopfentee kleine Geschenke und Mitbringsel mache. 

Heute kommt also kein Tee sondern Dung hinein. Die Beutel werden dann in der Erde der Seerose vergraben und so schwimmt kein Dünger im Wasser. 


Faszinierend, wie saumäßig schwer der Seerosenkübel ist und doch mit nur einem Finger hochhebbar, sobald er im Wasser ist. Also immer erst das Wasser einlassen und dann den Kübel versenken. Beim herausnehmen im Winter kommt auch erst der Kübel aus dem Wasser und dann das Wasser aus dem Becken. Zu diesem Zweck ist auch die Schnur, die man auf dem Foto erkennen kann, am Kübel befestigt. Will ich ihn aus dem Wasser nehmen, muss ich nur an der Schnur ziehen und schon schwimmt er auf. Ich habe ja keine Lust im Winter im eiskalten Wasser herum zu fischen. Zudem ist das Becken so tief, dass ich die Rose gar nicht erreichen könnte. 

Wer sich jetzt noch fragt, wozu denn die Latte gut ist. Die bleibt nur so lange kaum Blätter auf dem Wasser sind. Sie soll eventuell hinein gefallenen Vögeln ermöglichen, sich retten zu können. Einmal hatte ich leider eine tote Meise im Becken, da gab es derlei Hilfen noch nicht. Das war mir eine Lehre!


Vier Tage später schwimmen schon die ersten Seerosenblätter auf dem Wasser und Blütenknospen habe ich schon beim Einsetzen entdeckt. Bald sieht es wieder SO aus. 



Die anderen Kübel müssen trotz und gerade wegen dem traumhaft sonnigen Wetter erstmal ins Carport.  Würde ich sie sofort ins Freie stellen hätten sie rasch von der Sonne mächtigen Sonnenbrand. Also erst einmal ein paar Tage im Schatten lassen und am nächsten Wochenende kommen sie an ihre Plätze im Freien. Bei der Rosengeranie oder  Banane wäre das nicht schlimm. Die haben sofort wieder neue und intakte Blätter. Die Olive nicht, die behält die Blätter den ganzen Sommer über. Und wenn sie verbrannt sind, sieht es nicht schön aus. Schlimm wäre es auch bei der Palme, die die Blätter ja mehrere  Jahre behält oder dem Feigenkaktus, der ja nur aus "Blättern" besteht. 



Am Wochenende waren die Kübel dran und heute beschäftigte ich mich mit dem Gemüsegarten. 

Im Gewächshaus der Winterkopfsalat ist echt ne Wucht. Und der schmeckt! Mit frischen Kräutern aus dem Garten ein unvergleichlicher Genuß. 



Und schaut mal, was neben ihm steht. Prächtiger Lauch. Lauch? Ja frischer Lauch im April. Na gut der muss jetzt aber auch dringend verwendet werden bevor er blüht. Im Herbst hatten wieder etliche Lauchpflanzen vergessen zu wachsen. Wie halt immer bei mir im Garten mit dem Winterlauch. Die mickrigen  Pflänzchen, die weniger als ein Bleistift an Durchmesser hatten, standen Monate im Beet, ohne dass ich etwas hätte ernten können. 

Wegschmeißen kann ich sie ja immer noch, das Gewächshaus steht im Winter ohnehin leer. So pflanzte ich etliche von ihnen um. Nun seht selbst. Im Winter geschah noch nichts und in den letzten Wochen legte er plötzlich los. Man darf einfach nie zu früh aufgeben. 






Mein nunmehr dritter Versuch einen geeigneten und dauerhaften Standort für's Kräutebeet zu finden. Heute habe ich es angelegt und die Kräuter verpflanzt. Salbei, der aber eher erfroren ist meine ich. Griechischer Oregano, der ein Wucht an Aroma ist. Aufrechter und überhängender Rosmarin, die im Topf bei den Kübelpflanzen überwintern, weil sie mir sonst erfrieren. Genau so handhabe ich das seit vielen Jahren mit der Zitronenverbene (hier nicht im Bild). Es stehen noch hier, mehrere Thymian von aufrecht bis kriechend, Etagenzwiebeln, Schnittknoblauch und ausdauerndes Bohnenkraut sowie Zitronenmelisse. Hinzu kommt noch Majoran, ohne den ja gar nichts geht. Der ist aber zum Teil erst gesät und wird zu gegebener Zeit eingepflanzt. Ach ja und ein Olivenkraut hat doch glatt diesen harten Winter überlebt. Ich dachte immer dass das einjährig ist. 

Was auch nicht fehlen darf, ist Schnittlauch und Winterheckenzwiebel, die aber an anderen Stellen stehen. 



Gut, daß ich im Herbst schon etwas gesteckt habe, sonst wären die Gemüsebeete noch immer gänzlich unbewachsen von Kulturpflanzen. Hier der im Herbst gesteckte Knoblauch. 



Auch in diesem Beet steht der ebenfalls im Herbst gesteckte Knoblauch auf folgendem Bild. Der ist viel viel kleiner. Ja, aber das muss so sein. Das sind die Mini-Bulben, die mancher Knoblauch anstatt der Blüten oben bildet. Die Bulben werden im Herbst gesteckt und wachsen jetzt. Im Sommer werden sie geerntet und aufgehoben (oder gegessen, sie bestehen nur aus einer einzigen kugelrunden Zehe). Man kann sie wieder im Herbst stecken und hat dann im Folgejahr den zu erntenden großen Knoblauch in Form einer Knolle mit vielen Zehen. So kann man ohne zukaufen zu müssen immer selbst für Knoblauchnachschub zum Stecken sorgen. 


So, nun aber genug berichtet.  Die Gartenabenteuer werden demnächst fortgesetzt. Bleibt neugierig und schaut mal wieder vorbei.

Ich wünsche schöne Frühlingstage, Achim





Samstag, 7. April 2018

endlich Frühjahr 2018 - Sonne und doch düstere Wolken über allem

Narzissenwiese mit Wildtulpen in voller Blüte


Schön oder? Wunderschön sogar. Jetzt ist es nach so unendlich vielen Wochen des Wartens so weit, wir haben  den Frühling 2018. Und was für einen Schönen. 

Der Frühling ist schön, aber ist damit auch alles andere schön?

Schneeglanz in traumhaft schönem Hellblau


Ich weiß es nicht. Und genau das ist der Grund für meine lange Pause beim Bloggen. Und ich würde es gern genauer wissen, was wiederum der Grund für mein heutiges Bloggen ist. 

Wildtulpen in der Narzissenwiese

Es geht um das Bloggen, um mein Bloggen, mein Internet-Gartentagebuch. Jetzt geht es im Garten wieder richtig los, eigentlich könnte man täglich Neues berichten. Wenn ich all das Schöne draußen sehe, möchte ich das auch tun. 

So sehr habe ich mich daran gewöhnt, meine schönen und oft halt auch nicht so schönen Gartenmomente mit allen  zu teilen. Ich fühle es wirklich, so platt das auch klingen mag: Geteilte Freude ist doppelte Freude und geteiltes Leid ist halbes Leid. 

Die Walzenwolfsmilch - einfach ein interessantes Gewächs

Nun aber muss ich auch die Realität sehen. Fern von meinen Garten- und Tagebuchträumen verändert sich einiges in der Welt. Unter den Bloggern ist es gerade DAS Thema. Im Mai treten scharfe Datenschutzrichtlinien in Kraft. Verstößt man gegen sie, drohen horrende Geldstrafen. Auch einem einfachen Blogger, der über seinen Garten schreibt!


weiße Christrose oder Lenzrose? 

Kann man das nicht einfach irgendwie vermeiden? Ich weiß es ehrlich gesagt (noch ) nicht. Sehr viele Blogger, die ich kenne, beenden ihren Blog und hören auf. Das ist jedenfalls eine sichere Methode, die nicht viel Arbeit macht. Spaß allerdings macht das auch keinen. 

So fängt man dann als Blogger an, zu überlegen, zu recherchieren und ab zu wägen. Ja, in der Tat, auch abwägen. "Wir Blogger schreiben halt auch irgendwie für uns selbst", sagte mir eine nette Bekannte. Ist das so? Irgendwie schon. Ich schreibe, weil es mir gefällt. Das stimmt wohl. Aber ich schreibe nicht für mich, sondern für interessierte Leser und Leserinnen. Sonst ist es ja auch kein Teilen. Gerade bei der Freude am schönen Garten, der schönen Natur, ist das aber für mich sehr wichtig. 



cremefarbene Lenzrose

Teile ich meine Gartenfreude, meine Erlebnisse und Taten im Garten mit Menschen, die meine Texte lesen und sich an den Gartenbildern freuen? 

Ich weiß es nicht einmal. Klar, es gibt ein paar mir sehr lieb gewordene Kontakte, mit denen ich mich gerne austausche und von denen ich eben weiß, dass sie es lesen.  Aber ob es sonst Menschen gibt, die sich für meinen Blog interessieren, weiß ich als Blogger eben nicht. Nicht, so lange mir nicht hin und wieder ein Kommentar hinterlassen wird. 



gepunktete, pinkfarbene Lenzrose

Darauf wartet man als Blogger eben. Nun aber drängt die Zeit, ich muss handeln. Entweder ich stelle meinen Blog auch ein oder ich schreibe weiter. Dann muss ich irgendwas ändern und anpassen, wegen des neuen Gesetzes. Leider weiß ich auch noch nicht, was genau. Daher das Abwägen. Lohnt ein Weitermachen überhaupt?

neue schwarze Lenzrose vom Lenzrosenmarkt


Vielleicht könnt ihr mir als meine Leserinnen und Leser bei der Entscheidung ja helfen. Ein Kommentar, dass das hier gelesen wird, würde schon reichen. 

Einfach am Ende des Artikels im Kommentarfeld ein paar Worte hinterlassen. (Der Kommentar verschwindet nach dann erst mal vom Bildschirm, weil er erst veröffentlicht wird, wenn ich dem zustimme. Auch das ist dummerweise notwendig, weil ich jeden Tag mehrere Spam-Kommentare bekomme, die, würden sie im Blog stehen, alles zumüllen würden. ) Nach dem Gesetz wird wohl gerade das Kommentieren dann schwierig  mit den öffentlichen Daten etc. Ich verstehe das Problem nicht, aber es ist wohl eines. 

Wer nicht öffentlich schreiben möchte, kann mir auch gern eine ganz normale E-Mail schicken. 

Mein Adresse ist: achimwenk@gmail.com

weiße, neue Lenzrose vom Lenzrosenmarkt


Mehr möchte ich heute gar nicht sagen. Zu wirr sind die vielen, vielen Gedanken, helle und düstere in meinem Kopf. Jetzt lasst einfach die schönen Bilder vom späten und tollen Frühling 2018 wirken und genießt sie. 
der Winterkopfsalat wird nun nach und nach verzehrt


Und bitte nicht vergessen. Wenn ein euch ein paar Worte einfallen, einfach kommentieren. 


die Zwiebeln keimen


Schönes Frühjahr dann also noch und vielleicht bis zum nächsten Mal. 

Viele Grüße, der Achim

im Gewächshaus blüht die Andenbeere

erster Rasenschnitt im Jahr 2018

Feige und Washingtonia 

frisch ausgepackte Washingtonia aus dem Überwinterungshäuschen

die inneren Blätter sind heil geblieben bei der Washingtonia

frisch ausgepackte Hanfpalme













Mittwoch, 28. März 2018

Lenzrosenmarkt in Schloß Thurnau an Mariä Verkündigung

Das wird ein schöner Tag, so viel kann ich schon bald am Morgen nach dem Aufstehen erkennen. 

Der Tag wird doppelt schön, und das ist auch doppelt schön. Was es mit dieser Zweideutigkeit auf sich hat, will ich gleich erklären. 

So also sieht es in aller Frühe,  gegen 8 Uhr am Sonntag morgen aus. Das ist daher noch recht früh, weil just heute Nacht wieder einmal die Uhren umgestellt wurden. Davon weiß der Garten aber nichts und so ist es für ihn einfach erst 7 Uhr. Die Sonne geht auf und es ist leicht bereift. Die Nacht war frostig. Es war aber nur ein leichter März-Frost. 

Das hier ist die Aussicht nach Osten, wo die Sonne aufgeht. 



Zur gleichen Zeit im Westen, werden die Häuser von ihr schön beschienen.





So und nun zu den Besonderheiten dieses Sonntages. 

  1. Es ist der 25. März, also Mariä Verkündigung. Zu diesem Tag gibt es einmal wieder mehrere Wetterregeln. "Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet", "Ist Marien schön und helle, gibt`s viel Obst auf alle Fälle", "Ist der Sonnenaufgang an Mariä Verkündigung klar, gibt es ein gutes Jahr" , "schöner Verkündigungsmorgen befreit von vielen Sorgen" und schließlich " Mariä Verkündigung schön und rein, wird das ganze Jahr recht fruchtbar sein".

    Eines haben diese Sprüche jedenfalls gemeinsam. Wenn es an diesem Tag schön und sonnig ist, dann wird das ein gutes Jahr. Somit ist dieser Tag der erste, der dann tatsächlich für dieses Jahr noch gutes verspricht. Oder wie würdet ihr das Wetter zu Sonnenaufgang in den Bildern oben und dem Wetter den Tag über (Bilder unten) beschreiben? Der heutige Tag wurde wirklich sehr schön, was das Wetter betrifft, daher bleibt es auch im Jahr schön für eine gute Ernte.

    Wer übrigens meine Wetterbeobachtungen konzentriert mit verfolgen möchte, der findet sie zusammengefasst auf der Seite "Phänomene in der Natur und Wetterbeobachtungen"
  2. Der Tag verhieß ja aber eben auch noch aus einem zweiten Grund schön zu werden. Wir hatten einen Ausflug geplant und dachten schon, nach dem Dauerfrost-Wintereinbruch noch vor kurzem, dass der Ausflug nicht stattfinden wird. Nein, das Wetter war traumhaft und wir machten uns auf die lange Fahrt durch das schöne Frankenland. Nach zwei Stunden Autobahn waren wir angekommen: Lenzrosenmarkt auf Schloß Thurnau. "Eingeladen" hatte uns die Seifenfrau Regine. Sie hat ihren Stand mit selbstgemachten Seifen dort und wir bekamen Freikarten.

    Das Ambiente war wirklich traumhaft schön. Das alte Schloß, die vielen Frühlingsblüher, Kunsthandewerkerprodukte, Stoffe oder Naschereien. Die Menschen waren auffallend entspannt und freundlich. Es gab so viel zu sehen und wir genossen die Stunden in vollen Zügen. Ein Plausch mit Regine und ihrem Mann am Seifenstand. Die Hände voller Tüten mit Pflanzen. Auch zwei Lenzrosen waren natürlich dabei. Das schwere Eisengestänge als Pflanzstütze haben wir nicht mitgeschleppt. Das blieb bis zur Abfahrt am Stand deponiert.

    Neben den vielen Menschen sind mir auch die vielen Hunde aufgefallen. Alle Farben und Größen. Schade, dass meiner so hundeunverträglich ist und nun auch noch so alt ist (er wird jetzt 14 Jahre). Ein Hinterbein schleift er nach, vorne knickt er immer weg und hören tut er fast gar nichts mehr. Der musste daheim bleiben. Das wäre für uns alle keine Freude gewesen, hätte er da mit schlappen müssen. Umso mehr freute er sich, als wir wieder heim kamen. Also jedenfalls nachdem  er registriert hatte, dass wir wieder daheim sind. Ja ja das Alter, geht halt auch an Hunden nicht spurlos vorbei. 


Hier ein paar Impressionen vom Lenzrosenmarkt:

die meisten Bilder habe ich sicherheitshalber wieder entfernt, weil Gesichter und Stände zu sehen waren .....




Leider aber, und das merke ich auf jedem solchen Markt, hängen allüberall Schilder an den Ständen, dass man nicht fotografieren darf. Dabei gäben diese wunderschönen Produkte und wie sie dekoriert und drapiert sind, gerade mit dieser Kulisse so schöne Fotos. Wegen des Foto-Verbotes habe ich dann irgendwie insgesamt fast keine Fotos gemacht, die Lust dazu war verschwunden. 




Gleicher Innehof aber der Blick kommt jetzt vom ersten Stock, wo in den Tapetensälen für Kaffee und Kuchen eingedeckt ist.



Wieder zu Hause angelangt, werden erst einmal die Neuankömmlinge ausgepackt und fotografiert. Ich muss sie doch stolz herum zeigen. Immerhin habe ich für eine davon schon 15 € bezahlt. ich konnte mir leider nur die billigen leisten. Die Preise hörten auch bei 30€ oder 50€ für einen Topf mit Lenzrosen nicht auf!




Steingartengewächse. 



Der erste Abend mit Sommerzeit und der langen Helligkeit, sowie die wunderbaren Frühlingseindrücke des Tages, machte mich selbst auch ganz frühlingsaktiv. Im Garten entdeckte ich "plötzliches" Wachstum. Hier unter den Sträuchern sind schon ganz schön groß die Tulpen zu sehen. 



Unter der Korkenzieherhasel blüht "plötzlich" ein Nest lila Krokus.



Und im Vorgarten ist es kahl. Die Nachbarn haben Osterbüsche dekoriert. In den Orten, die wir auf der Reise durchquerten, waren überall geschmückte Osterbrunnen. Nur ich habe vor Wochen die bunten Eier vom Dachboden geholt und dann in die Ecke gestellt. Das scheußliche Wetter, die Kälte, der Schnee zusammen mit meiner dadurch verursachten Unlust bedeuteten für diese Jahr: es gibt keinen Osterstrauch im Garten. Dazu kommt dann auch noch, daß das immer die Weigelie im Staudenbeet war. Die aber habe ich vor kurzem auf den Stock gesetzt. Wo also die Eier aufhängen? In einer Woche ist Ostern! 

Also mußte abermals "plötzlich" eine Idee her. Flexibel bin ich ja und wenn ich in meinem Garten keinen  Busch für so was finde, dann weiß ich auch nicht. Gegenüber der Weigelie im anderen Beet steht doch der mittlerweile ganz schön große Ranunkelstrauch.  Der ist dieses Jahr dran mit Eiern. 

Am Ende des Gefriemels und Gefummels bin dich doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis und froh, dass mich die Frühjahrs-Aktivität doch noch gepackt hat. Seither schaue ich ihn jeden Tag an und freue mich an den vielen bunten Eiern.