Montag, 22. August 2016

unverkennbar Herbst

Es ist so weit, der Herbst klopft an meine Gartenpforten. Die Farben im Garten verraten es. Der Wilde Wein zwischen den Treppenfugen beginnt, sich zu verfärben.

Wilder Wein beginnt sich zu verfärben (c) by Joachim Wenk


Die Herbstastern öffnen die ersten Blüten. Hier hinter dem schon seit langem blühenden patagonischen Eisenkraut.

Herbstastern und patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk
Herbstastern und patagonisches Eisenkraut (c) by Joachim Wenk

Die Dahlien blühen in allen Größen.
Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk
Dahlienblüte (c) by Joachim Wenk


Die braunen und verdörrten Stellen im Rasen nehmen zu..

dürre Stellen im Rasen  (c) by Joachim Wenk
dürre Stellen im Rasen  (c) by Joachim Wenk


... und überall bläst der ständige Sturm das Laub durch den Garten. Die Bäume merken es auch. Der Sommer ist vorbei, Wasser kommt ohnehin seit Monaten keines mehr vom Himmel, da schmeißen sie lieber ihre  Blätter ab. Die Verdunstung wird so reduziert.

Das Laub beginnt zu fallen  (c) by Joachim Wenk
Das Laub beginnt zu fallen  (c) by Joachim Wenk
 Die Sonne scheint nicht mehr so lange am Tag, dafür werden die Schatten rasch länger.

Herbststimmung im Garten (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung im Garten (c) by Joachim Wenk


Seit etwas Anfang Juli wurden meine Staudenbeete plötzlich wieder weniger bunt, das Blühen ließ nach. Jetzt sehe ich, wo Blüten fehlen und wo man was hin pflanzen könnte. Also habe ich gleich wieder einmal eine Kiste mit Stauden bestellt. Die Auswahl ist nicht mehr sehr groß. Schneckenresistent müssen sie sein, ganz wichtig auch, sie müssen ohne Wasser überleben können und das bei sehr hohen Temperaturen und mit voller Sonneneinstrahlung am Hang. Die Blütenfarbe sollte so einigermaßen in mein eigentlich vorhandenes Farbkonzept für den Vorgarten passen. Wenn sie mir dann auch noch irgendwie gefallen, sind sie quasi schon gekauft.

Jetzt habe ich wieder das Problem, daß der Boden ja derart steinhart und rissig und trocken ist, daß ich nicht pflanzen kann. Sie müssen sich noch eine ganze Weile gedulden. Ebenso wie die wunderschöne Sonnenhut-Staude unseres Samstagnachmittag Besuches.

Neuzugänge für die Staudenbeete (c) by Joachim Wenk
Neuzugänge für die Staudenbeete (c) by Joachim Wenk


In den Staudenbeeten muß im Herbst dann spät ohnehin noch gründlich was verändert werden. Die Astern müssen geteilt werden und etliche Stauden bis hin zu Büschen müssen verpflanzt werden. 

Im Bild unten etwa müssen die Stockrosen nach hinten gesetzt werden. Hinter ihnen ist noch über einen Meter Staudenbeet, in dem aber nichts wachsen kann. Kein Licht kommt dort hin, weil die riesigen Malven dummerweise ganz vorne stehen. Und so sind in anderen Staudenbeeten ebenfalls noch diverse Korrekturen vor zu nehmen.  Aber erst, wenn das Wetter und der Boden einem Einwachsen einmal wieder dienlich sind. 

großes Staudenbeet im August (c) by Joachim Wenk
großes Staudenbeet im August (c) by Joachim Wenk

In diesem komischen Jahr 2016 sind meine Paprika seit dem Einpflanzen nicht mehr oder nur um vielleicht 2-3 cm gewachsen. Hätten sie nicht damals schon Fruchtansätze gehabt, die mich in freudige Erwartung eines üppigen Paprikajahres versetzten, hätte ich keine Früchte. Wie gesagt, Kein Wachstum und keine neuen Früchte. Die vorhandene werden jetzt reif. Sie schmecken köstlich und es sind wunderbar geformte gesunde Früchte. Was hätte das werden könne, wären die Pflanzen, wie die Jahre davor auch immer, gleich gewachsen und würden mir jetzt bis zu Bauch anstatt nur bis unterhalb meines Knies reichen. 

reifende Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
reifende Paprika im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk

Auch die Tomaten im Gewächshaus sind dieses Jahr sehr mickrig, zum Teil schon abgestorben. Die noch wachsenden haben dünne Triebe, und wenig Früchte. Die Traube hier ist da die Ausnahme.

reifende Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk


Die Tomaten im Freiland sind das ganze Gegenteil. Leider macht ihnen der arge Wassermangel bei ständig Sonne und Wind zu schaffen. Dafür haben sie noch recht gesundes Laub und sind total regelmäßig von unten bis oben mit Frucht-Trauben behangen. 

reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk

reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
reifende Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk

 Eine Reihe aber macht mir wirklich Sorgen. Sie hängen schon den ganzen Sommer. Jetzt habe ich am Samstag zu jeder Pflanze eine 10l-Gießkanne mit Wasser gegossen und sie hängen weiterhin.

Sind sie krank? Ich glaube nicht. Wurzelschädlinge wie Engerlinge oder dergleichen könnten es sein. Dann aber wären doch umliegende Gemüsepflanzen auch betroffen. Sind es aber nicht. Bei einer Pflanze ist durch das Gießen ein großer Krater in die Erde eingebrochen. Und das vermute ich eher als Ursache der Schlappheit gerade dieser Reihe mit 5 Pflanzen. Weil es ringsum meinen Garten unerträglich hart und trocken ist, tobt sich ja seit letztem Jahr wieder der kleine samtig-schwarze  Untergrundwühler in meinem Gemüsegarten aus. Weil ich weiß, daß er auch Engerlinge, die ich immer massig hatte, vertilgt, lasse ich ihn gewähren. Allerdings muß er gerade hier einen Gang angelegt haben. In dem floß dann wohl immer mein Gießwasser, mit der Brause am Gartenschlauch gegossen, langsam davon. Nun goss ich aber mit der Gießkanne, damit alle wirklich tatsächlich einmal 10l auf einmal bekommen und dieser Strahl hat dann den Gang aufgespült. So erkläre ich mir die extreme Schlappheit der Tomaten nur in dieser Reihe und nicht ebenfalls in den anderen Reihen.

schlappe Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk
schlappe Tomaten im Freiland  (c) by Joachim Wenk

Bei unserem seit Monaten fehlendem Regen ist die einzige Gartenarbeit zur Zeit das Gießen. Es gäbe noch so viel anderes zu tun, was aber verschoben werden muß. 

Wie ihr wißt, habe ich ja zwar zu spät im Jahr, aber für Testzwecke allemahl rechtzeitig, in einem Bereich eine Tropfschlauchbewässerung gelegt. 

Die läuft, wenn ich daheim bin etliche Stunden und es dauerte nicht lange, so haben sich die bereits dort stehenden Gemüse erholt. Es wächst wie wild im Beet, während ich noch vorher überlegte, ob der Kompost zu wenig war und es an Dünger fehlte. Haben die Starkzehrer ihren Anteil Kompost bereits verbraucht  und ich mß nochmals Brennesseljauch nachgießen? Jetzt weiß ich es ist genug Dünger im Boden es ist einfach nur das Wasser das fehlte. 


saftiges Gemüse im bewässerten Beet (c) by Joachim Wenk
saftiges Gemüse im bewässerten Beet (c) by Joachim Wenk


Die alten Kohlrabi mit drei Blättern bekommen plötzlich einen frischen und dichten Schopf neuer grüner Blätter.

as Gemüse im bewässerten Beet fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk
das Gemüse im bewässerten Beet fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk

Andere, bereits große Pflanzen wie Sellerie oder Blumenkohl und Rosenkohl oder Mangold stehen frisch im Beet und nicht mehr k.o. schlapp hängend. Ein trauriges Bild, das mir immer ein schlechtes Gewissen macht, ist etwa 2 m vom Beet entfernt die Hecke mit Holunder, Weißdorn und Brombeeren. Ganz gelbe Blätter, bereits eingezogen und abgestoßen, versuchen sie dürstend ein paar Beeren für den Arterhalt reif werden zu lassen. Aber ich kann ja nicht mal im Garten alles so gießen, wie es nötig wäre, da geht schon gleich gar nicht das Gießen der Hecke. Wenngleich ich den am schlimmsten welkenden Walnußbaum immer wieder versuche zu wässern. Das dient aber dann wohl eher meiner Gewissenserleichterung als in der Realität dem Baum. So viel Wasser kann ich ja nicht in den Boden bringen, wie der bräuchte. Aber wenn den ganzen Sommer von so einem großen Baum die Blätter welk am Geäst hängen, ist das eben nicht unbedingt erfreulich für das Gärtnerherz.

Jedenfalls werde ich im Winter die anderen Gemüse- und Staudenbeete mit eben dieser Bewässerung ausstatten. Ich habe zwar das Wasser zum Gießen aber einfach nicht die Zeit, es auszubringen. Und Beregnen von oben bekommt den Pflanzen einfach nicht. Jetzt auf der Gartenschau in Bayreuth widmeten sie eine eigene Abteilung sogar genau diesem Thema,  der Gemüsebeetbewässerung mit den Tropfschläuchen zur Arbeitserleichterung und Zeitersparni. Auch Wasser wird gespart, da es tropfenweise direkt vor Ort im Boden versickert und nicht literweise durch die heiße Sommerluft auf die Blätter der Pflanzen versprüht wird, von wo viel verdunstet, statt in den Boden eindringen zu können. Genau das System das ich auch installiert habe.

Und weil die Ansprechpartnerin bei dem Lieferanten mir , wie kürzlich schon erwähnt, so hilfreich und kompetent all meine Laien-Fragen, die zu dem System eben so aufkommen, beantwortet hat, gebe ich hier einmal  den Link zu der Firma. Für die wenigen unter euch, die auch in einer zu trockenen  Gegend wohnen, kann  ich einen Besuch auf der Internetseite  www.gruenbedarf.de zwecks Information nur empfehlen.

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk

Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk
Gemüse im bewässerten Gartenteil (c) by Joachim Wenk

Der Salat  der Sorte Maravilla de verano (ein rötlicher Bataviasalat, dem aber bei mir das Rötliche fehlt) hat sich nach der Bewässerungsinstallation gemausert und wächst derart bilderbuchmäßig und knackig und saftig, dass ich ihn wirklich schon zu schade finde zum Ernten. So tollen Salat hatte ich noch niemals. 

Bataviasalat, Tomaten, Bohnen, Gurken und Paprika. Mittagessen der nächsten beiden Tage. (c) by Joachim Wenk
Bataviasalat, Tomaten, Bohnen, Gurken und Paprika. Mittagessen der nächsten beiden Tage. (c) by Joachim Wenk

Zum Abschluss noch einen Lagebericht vom Teil unserer Länderein, bei dem man an Wassermangel wohl nicht gleich denkt. Es geht um die Karpfenweiher. 

Am Wochenende war wieder einmal die Erlenhecke um den Weiher dran. Sie wurde auf ein erträgliches Maß gekürzt. Auch die ganzen Böschungen und Wegränder wurden mit der Motorsense frisiert, so dass jetzt alles wieder ordentlich aussieht. 

die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk

die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
ein paar Stunden meditativer Arbeit später, ist alles weg, was weg soll (c) by Joachim Wenk

die Erlenhecke muß gekürzt werden (c) by Joachim Wenk
von der Seeseite aus allerdings bin ich noch nicht ran gekommen zum Schneiden (c) by Joachim Wenk

Was aber auch bei den Weihern sofort auffällt: es fehlt mächtig Wasser. Das Zulaufrohr ist für gewöhnlich unter Wasser und es strömt vom Bach her das Wasser in den Teich. Der Bach ist furz-trocken und der Wasserspiegel im Weiher sinkt kontinuierlich.

Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
der Zulauf zum Karpfenweiher  sollte eigentlich unter Wasser sein (c) by Joachim Wenk


Auch am Mönch sieht man den niedrigen Wasserstand. Der ganze helle Bereich sollte unter Wasser verschwinden, dann wäre der Weiher voll.  So etwa 30-40 cm Wasser fehlen  in jedem unserer Karpfenweiher. Bei einer Wassertiefe von mehr als 2 m ist das noch lange nicht bedrohlich, zeigt aber doch den allgemein trockenen Sommer 2016 (nach dem katastrophal trockenen Sommer 2015).

Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
der Karpfenweiher hat deutlich weniger Wasser, als er haben sollte (c) by Joachim Wenk


Freitag, 19. August 2016

Tagesauflug zu Landesgartenschau nach Bayreuth

Bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen, haben wir gestern doch tatsächlich einmal unseren Garten verlassen. Aber nur, um einen anderen  Garten zu besuchen. 

Wir waren in der Landesgartenschau in Bayreuth. Die letzte Gartenschau, die wir besuchten, lag zwei Jahre zurück und so wurde es Zeit, sich wieder einmal auf die Reise zu begeben. 

Es war ein sehr schöner Ausflug. Manchmal muß man sich auch eine  Auszeit gönnen und einfach raus kommen aus seinem Alltag. Wir genossen das Wetter und die schönen Blumen. Also eines wurde mir klar, Dahlien und Zinnien sind ganz groß in Mode gerade. Und es ist faszinierend in welchen Farben und Formen es sie gibt. 

Unzählige Blumenbeete in alle Farben begleiteten unseren Weg durch die Gartenschau. Für den  Hausgarten allerdings sind diese prachtvollen Mischungen wohl eher ungeeignet oder nicht praktikabel. Leider fand ich diesmal keine Anregung oder Idee für den eigenen Garten. Das war bei der letzten Gartenschau anders. Ein Beispiel sind die Spalieräpfelbäume, die mittlerweile bei mir im Garten stehen. Resümee der Gartenschau für mich: sehr schön bunt wie ich es mag, sehr praktisch auf einem Rundweg zu durchwandern, ohne dass man einzelne Teile übersieht. Aber ohne gestalterische Elemente, die ich in meinem Garten wiederholen möchte. Und das was gestalterisch zu sehen gewesen wäre, ist nichts für meinen Landgarten. Trotzdem sind wir froh diesen schönen Ausflug gemacht zu haben. 

Fotos habe ich keine gemacht, weil eben  nicht so viel Anregendes für meinen Garten dabei war. 

Eines aber musste ich dann doch machen. Die Dekoidee für die nächste Grillparty fand ich dann mal nachahmenswert. Besonders bei den Vorbereitungen wäre ich gern behilflich. Irgendjemand muß die Flaschen ja leer trinken, bevor sie als Vasen dienen können....



Dekoidee für die nächste Grillparty (c) by Joachim Wenk
Dekoidee für die nächste Grillparty (c) by Joachim Wenk


Die vielen Gastronomien, die unseren Weg begleiteten, versüßten ihn auch. 


eine Pause auf der Wanderung durch die Gartenschau  (c) by Joachim Wenk
eine Pause auf der Wanderung durch die Gartenschau
(c) by Joachim Wenk


Bevor wir die Gartenschau dann wieder verließen, wurde noch eingekauft. Winterlinge kaufen, stand tatsächlich als Kalendereintrag vor einigen Tagen bei mir am Bildschirm. Jedes Frühjahr fällt es mir ein, daß ich wieder keine gepflanzt habe und somit nicht mit diesen hübschen allerersten Frühlingsboten überrascht werde. Also los zum Blumenzwiebelstand. Klar, daß nicht nur Winterlinge in den Einkaufskorb wanderten. Der Zierlauch mit den auffälligen Blüten könnte sich gut machen, die orangenen Papageitulpen mit den grün-weißen Flammen hatte ich im Hinterhofgarten damals schon und liebte sie. Jetzt kommen sie auch in meinen richtigen Garten. Diese komische Lila gefüllte Tulpe macht mich neugierig. Ob ich im Frühjahr, den ihrem Namen alle Ehre machenden Wow-Effekt habe, bin ich ja wirklich gespannt. Zwei gelbe Kaiserkronen kauften wir einzeln und eine Zwiebel der schwarzen Kaiserkrone, Fritillaria persica. Die bekommt einen besonderen Platz, dass man ihren, gern mit einem Schellenbaum verglichenen, Blütenstängel bewundern kann. 

Hinter den Zwiebeln hängen immer bunte Poster mit wundervollen Blütenfotos oder Gruppenbildern. Eines gefiel uns. Scheinbar lila Tulpen mit weißen Narzissen. Kurz darauf fand ich genau das Bild wieder, bei den Zwiebeln. Es gibt genau diese Mischung auch zu kaufen. Toll, die muß auch noch mit. Jetzt ist aber Schluß und wir gehen zu Kasse. Schließlich gibt es noch andere Stände. 


Blumenzwiebeln für ein buntes Frühlingserwachen 2017 (c) by Joachim Wenk
Blumenzwiebeln für ein buntes Frühlingserwachen 2017 (c) by Joachim Wenk

Zwei Olivenholz-Kochlöffel mussten noch besorgt werden, weil mein letzter, den ich sehr lieb gewonnen hatte, zerbrochen war. 

Und dann kommen auch noch die Stände mit den komischen Tierchen für den Garten. Einige haben wir ja schon und kommen doch nicht umhin, diesen hübsch frisierten Zeitgenossen mit zu nehmen. 

neuer  Bewohner meines Landgartens (c) by Joachim Wenk
neuer  Bewohner meines Landgartens (c) by Joachim Wenk
Jetzt aber treten wir die Heimreise an. Schließlich wartet daheim ein Paket vom Geissmeyer, wie mir gerade mein Handy mitgeteilt hat. 

Sonntag, 14. August 2016

sehr schnelle Pizza in der Pfanne

Im Garten ist gerade nicht so richtig viel zu tun. Gießen natürlich, Verblühtes abschneiden und die Ernte einfahren. Vieles wird konserviert und jeden Tag gibt es etwas mit dem eigenen Gemüse zu Essen.

Heute eine wirklich sehr schnelle und unwahrscheinlich köstliche Pfannenpizza. 

Hier das Rezept zum Nachkochen: 
Zutaten für die schnelle Pfannenpizza (c) by Joachim Wenk
Zutaten für die schnelle Pfannenpizza (c) by Joachim Wenk


Ihr braucht: 

150g   Mehl (ich  nahm Vollkornmehl)
1         gehäuften Esslöffel Crème fraiche
1 Teel. Backpulver
2 Eßl. Olivenöl
50ml  Wasser
          Tomaten
          frisches Basilikum
1/2     Mozzarella
2 Eßl. Tomatenmark
          italienische Kräuter 
          Salz und Pfeffer

Die Zubereitung ist denkbar einfach: 

Mehl, Backpulver, Wasser, Crème fraiche und Öl zu einem Teig verkneten. 

Teig in eine Pfanne (28  cm Durchmesser) geben und gleichmäßig hineindrücken.

Teig für die Pizza in die Pfanne drücken (c) by Joachim Wenk
Teig für die Pizza in die Pfanne drücken (c) by Joachim Wenk

Tomatenmark darauf verstreichen

Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Wenn sie sehr saftig sind, das Glibbrige mit den Kernen etwas herauskratzen. Tomaten auf dem Teig verteilen. 

Mozarella in dünne (!) Scheiben schneiden und ebenfalls auf der Pizza verteilen. 

Pizzaboden belegen (c) by Joachim Wenk
Pizzaboden belegen (c) by Joachim Wenk

Mit Salz,  Pfeffer und italienischen Kräutern würzen. 

Deckel auf die Pfanne geben und auf dem Herd bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten "backen"

Pizza in geschlossener Pfanne am Herd backen (c) by Joachim Wenk
Pizza in geschlossener Pfanne am Herd backen (c) by Joachim Wenk

Die Pizza ist fertig, wenn der Boden kross ist und sich vom Pfannenboden löst. 

Wenn der Boden sich von der Pfanne löst, ist die Pizza fertig (c) by Joachim Wenk
Wenn der Boden sich von der Pfanne löst, ist die Pizza fertig (c) by Joachim Wenk

Man kann sie ganz einfach aus der Pfanne auf den Teller gleiten lassen. 

Basilikum zerzupfen und über der Pizza verteilen. 

Pizza mit frischem Basilikum belegen  und genießen (c) by Joachim Wenk
Pizza mit frischem Basilikum belegen  und genießen (c) by Joachim Wenk

Guten Appetit.













Samstag, 13. August 2016

Salat- und Rohkost-Kräuterpaste

Gerade wachsen überall im Gemüsegarten die unterschiedlichsten Kräuter. Wie kann man sie konservieren? Es ist absehbar, daß diese Fülle und der Luxus frischer Kräuter zu Ende geht. Manche werden also getrocknet und andere eingefroren. 

Heute  zeige ich noch eine andere Möglichkeit des Haltbarmachens: Kräuterpaste in Öl. 

Das Prinzip ist ganz einfach. Man nimmt pro 100g frischer Kräuter etwa 7g Salz, 100ml geschmacksneutrales Öl und 1g  Zitronensäure. 

Welche Kräuter nehme ich dafür? 

Hier kann jeder nehmen, was er mag oder was eben gerade im Garten oder dem Balkon zur Verfügung steht. Man kann einzelne Kräuter verwenden (klassisch ist hier das Grün der Knollensellerie als Selleriepaste) oder mischen, wozu man Lust hat. 




Kräutermischung für meine Salat- und Rohkost-Paste (c) by Joachim Wenk
Kräutermischung für meine Salat- und Rohkost-Paste (c) by Joachim Wenk

Ich mache mir heute eine Salat- und Rohkost-Kräuterpaste. Dazu verwende ich Winterheckenzwiebel, Petersilie, Schnittknoblauch, Schnittlauch, Blutampfer, Rucola, Basilikum, Oregano und Zitronenmelisse. Am Schluß kommt noch ein wenig Zitronenabrieb dazu.

Die Kräuter werden gewaschen und dann zerkleinert. Ich verwende von Tupperware den Multichef als Universalzerkleinerer . Ebenso kann man die Kräuter mörsern (sehr viel Arbeit!) oder im Mixer zerkleinern. Öl, Salz und Zitronensäure werden während des Zerkleinerns nach und nach beigemengt.

 Kräuter werden zerkleinert und mit Öl und Salz vermischt (c) by Joachim Wenk
 Kräuter werden zerkleinert und mit Öl und Salz vermischt (c) by Joachim Wenk

Schließlich kommt die fertige Paste in kleine, dicht schließende Schüsselchen oder  Gläschen. Dunkel und kühl aufbewahrt halten sie viele Monate, bis zu einem Jahr.

Ich fülle derartige Konserven, genau wie das selbst gemachte Basilikum-Pesto, immer in mehrere kleine Gefäße und nicht in wenige große Behälter. Hat man nur einen großen Behälter und öffnet diesen zum Entnehmen immer wieder, kommen mit der Luft und dem Besteck zum Herauslöffeln auch Mikroorganismen und Sauerstoff hinein, die zum Verderb führen. Kleine Gefäße sind schneller verbraucht, als sie verderben können. Verdirbt der Inhalt dennoch einmal, und der Inhalt schimmelt zum Beispiel, muß man nicht viel wegwerfen, sondern nur den geringen Inhalt in diesem einen kleinen Behälter.

Angebrochene Behälter sollten immer im Kühlschrank aufbewahrt werden. Hat man etwas Paste entnommen, sollte man eventuell wieder etwas Öl nachfüllen. Die Paste sollte immer mit Öl bedeckt sein, damit sie nicht verdirbt.

 Salat- und Rohkost-Kräuterpaste (c) by Joachim Wenk
 Salat- und Rohkost-Kräuterpaste (c) by Joachim Wenk


Noch ein Wort zur Haltbarkeit.  Beim Experimentieren mit verschiedenen Geschmacksrichtungen kann man natürlich auch das Öl einmal variieren. Dabei muß immer bedacht werden, daß manche Öle sehr rasch verderben (Leinöl etwa). Das bedeutet, daß die Paste natürlich auch bei weitem nicht ein Jahr haltbar ist!

Warum bezeichne ich meine heutige Paste als Salat -und Rohkostpaste? Jetzt wachsen wieder Kopfsalate im Garten (im Juli war es ihnen zu heiß, jetzt geht es wieder) auch Kohlrabi oder Rote Beete und Gurken oder Zucchini sind zur Ernte bereit. Es gibt also vor dem Mittag immer etwas Rohkost. Für Salat habe ich bereits ein Standarddressing hier beschrieben. Ebenso kann man aber auch hervorragend diese Paste für das Dressing nehmen. Etwas Paste mit Öl und Wasser vermischen und fertig. Wenig Essig oder Zitronesaft verwenden! Es ist ja bereits Zitronensäure in der Paste. Auch mit Salz  vorsichtig sein. Man kann zum Beispiel bei Kohlrabi auch die Paste mit etwas Creme fraiche als Dressing anrühren.

So hat man sehr schnell ein gutes Dressing nach eigenem Geschmack für die tägliche Rohkost zur Hand.

Weitere Verwendung ist in Quark oder Frischkäse als Dip oder Brotaufstrich. In der Füllung von Ravioli oder Maultaschen und Canelloni. Als Topping von Gemüsesuppen oder gedünstetem Gemüse. Und auch beim Grillfleisch gibt ein Klecks Paste einen Frischekick auf dem Teller. Oder einfach ein wenig auf dem Käsebrot? Die Paste ist sehr vielseitig verwendbar und wird bestimmt nicht das ganze Jahr in der Vorratskammer halten müssen.