Montag, 20. November 2017

Hanfpalme im Kübel im Freien überwintern und der Erlkönig


Eine Woche ist es nun schon wieder her. Ich berichtete von grausligem Novemberwetter und wie wir dabei im  Schneegriesel die Washingtonia vollends einbauten und so für den Winter fit machten

Dann brachte ich noch das  Foto der anderen, großen und noch ungeschützten Palme. Einer Hanfpalme im Kübel. 

Heute kann ich meinen Palmenüberwinterungsbericht fortsetzten. Wieder war Wochenende. Wieder war es grauslig kalt und regnete und graupelte. Wieder ist ein Palme eingepackt und geschützt. 



Hanfpalme im Kübel
Hanfpalme im Kübel

Die Hanfpalme (Alter etwa 27 Jahre) wird ihren dritten  Winter im Freien verbringen. 

Gepflanzt ist sie, genau wie die Washingtonia, in einen Cortensthal-Pflanzkübel. Der ist quadratisch mit 60x60cm (Washingtonia 80x80cm). Vorteil dieser Kübel sind die Wände. Sie lassen sich von innen mit Dämmplatten leicht verkleiden. Auf die Dämmplatten kommt eine Wurzelheizung und dann wird der  Kübel mit Teichfolie ausgeschlagen (Löcher am Boden nicht vergessen!). 

Berichtet habe ich hierzu bereits beim Umpflanzen der Washingtonia.

Die Hanfpalme hat einen sehr hohen und geraden Stamm. Der kann leicht mit einem Heizkabel für diese Zwecke umwickelt werden. Darüber wird eine etwa 15 mm dicke Dämm-Matte gewickelt und befestigt. 

Oben im Palmenherz endet mit ein paar Umwicklungen das Heizkabel. Die Oberfläche der Erde im Kübel wird von einem speziellen "Mäntelchen" für diese Zwecke, isoliert mit Luftpolsterfolie, isoliert. 

Die letzten beiden Winter kam über den  Schopf, also die Wedel der Palme nun noch ein gigantischer Vliessack. Ebenfalls zum Überwintern von Kübelpflanzen im xxxxxxl-Format erhältlich. 

Die Palme hat überlebt. Im letzten sehr kalten Winter hatten wir mehrer Tage -15°C weniger. Da schützt so ein Vliessack nicht. Die Wedel dieser Palme halten laut Literatur -10 oder -15 °C aus. Dann sind sie gefroren. In diesem Zustand dürften sie auf keinen Fall hin und her bewegt werden. Dadurch brächen die Kapillaren in den Wedeln und beim Auftauen vertrocknen sie, weil von unten nun  kein Wasser durch die geborstenen Kapillare nachfließen kann. Genau das passiert in den Winterstürmen der eisigen Nächte. Im Frühjahr war das Herz und die jungen Triebspitzen saftig grün und alle ausgewachsenen Wedel abgestorben. 

Das soll nicht wieder passieren. Wir mussten uns etwas überlegen, das dieses Hin und Her der gefrorenen Wedel verhindert.....

Die Konstruktion steht nun schon neben der Palme. Erstes Maßnehmen vor Ort. 

Hanfpalme im Kübel überwintern (Freiland)
Hanfpalme im Kübel überwintern (Freiland)


Gleich wieder zurück in die Werkstatt, den Elektrotacker gezück und los geht's. 

Schnell ist das Häuschen mit Gewächshausfolie bespannt. Hier verzichten wir, wegen der Frosthärte auf die zweite Schicht der Luftpolsterfolie. Wenn letztes Jahr ein Vliessack langte und im Winter davor, wird es dieses Häuschen erst recht schaffen, die Palme zu schützen. 

Zu Zweit ein echter Kraftack, auf der Leiter balancierend, das doch recht schwere Häuschen über-Kopf auf die Palme zu heben und an der Wand zu fixieren. Danach kamen schnell dir Stützbeine dran und wir konnten durchschnaufen. 

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Ganz fertig ist der Schutz aber erst jetzt, wo die Unterseite auch verkleidet ist. Natürlich dürfen wir hier, wie auch bei der Washingtonia nicht nur den Frost im Sinn haben, sondern müssen auf eine gute Belüftung achten. Und so lange kein (Dauer-)Frost kommt, muß die Palmenkrone nicht eingebaut sein. 

So sieht der Schutz nun im Moment aus. Die Lüftungsklappe ist geöffnet. Das heißt, sie hängt dank der Scharniere, einfach nach unten. Damit der Wind sie nicht unnötig beutelt, ist sei mit einem Häkchen am Stamm fixiert. 
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Will man den Schutz schließen, so klappt man den Haltebügel nach unten....

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

... hebt die Folienklappe an und drückt sie von unten ans Häuschen. 

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Wird jetzt der Haltebügel wieder nach oben geklappt, drückt er die Folie dauerhaft und zuverlässig von unten ans Häuschen. 

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

So sieht der geschlossene Palmenschutz nun endgültig aus. Zwei Kabel aus dem Topf gehen rüber an den Carport-Balken zur Steckdose. Wurzelheizung und Stammheizung werden erst eingeschaltet, wenn Dauerfrost kommt. Am empfindlichsten sind die Wurzeln, dann kommt der Stamm und das Herz und schließlich die robusten  Blätter. 

Der Winter kann kommen. Jetzt sind alle Pflanzen geschützt. 

Winterschutz für Hanfpalme im Kübel
Winterschutz für Hanfpalme im Kübel

Wie schon einmal erwähnt muß der Winter ja nicht erst kommen. Phänomenologisch sind wir bereits im Winter. Und hier in Mittelfranken ist das Wetter genau so, wie man es sich eben im November vorstellt. 

Kalt, naß, neblig, grau, hellgrau, dunkelgrau und schwarz sind die vorherrschenden Farben. 

Schaut doch mal bei den Karpfenweihern die Zapfen der Schwarzerle. Von einer leichten Eisschicht überzogen. 

Erlenzapfen mit Eismantel im November
Erlenzapfen mit Eismantel im November


Wenn das keine Novemberstimmung ist. Und doch strahlt das ganze Ruhe aus. Finde ich. Die Ruhe dieser Jahreszeit in der nichts zu machen ist im Garten und am Feld.  Ausser man  muß noch Palmen einbauen....

Erlenzapfen mit Eismantel im November
Erlenzapfen mit Eismantel im November

Und wer kennt es nicht, den Erlkönig?

Wenn man jetzt hier draußen steht, unter den Erlen im November bei den Karpfenweihern,  dann spürt man ihn. Den Erlkönig. Dann wird es einem kalt und man erschauert. Gut, daß das Auto  in der Nähe steht und man schnell nach Hause gefahren ist....

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? –
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;
Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ –

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? –
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. –

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ –

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? –
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ –
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind,
Er hält in Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Erlenkönig
Erlenkönig

Novembernebel
Novembernebel




Dienstag, 14. November 2017

Washingtonia-Palme im Freien überwintern

Seit Wochen wird gebastelt, geschraubt, gesägt und überlegt. Umdisponiert, Material besorgt und schließlich auch noch frei genommen.

Wofür das Ganze?

Es ist Winter und die alte Washingtonia kann diesen  Winter nicht mehr eingeräumt werden.

Im Sommer haben wir sie mit Hilfe der Nachbarn und deren  Schlepper mit Frontlader noch einmal umgetopft. Jetzt kann der gigantische Kübel nicht mehr transportiert werden. Darauf waren wir aber - bis auf das Haus oben drauf - vorbereitet. Isoliert und beheizt ist der Kübel und Strom wurde ebenfalls schon bei Zeiten auf die Terrasse verlegt.

Wie aber wird der oberirdische Teil geschützt?

Im Topf haben wir gleich Leer-Rohre in den Ecken mit eingegraben. Beschrieben ist das alles im damaligen Beitrag. Seinerzeit habe ich auch die Topfisolierung und Wurzelheizung beschrieben.

In die Leerrohre kommt nun das Gerüst für das Palmen-Gewächshaus.


Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel

Damit es im nächsten Jahr verstaut werden kann, wurde es zusammenklappbar konstruiert.



Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- faltbares Palmengewächshaus für Kübel






Gewächshausfolie und Isolierfolie aus Noppen wurde darüber gespannt.

Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel


Ein Holzramen hält die Wedel etwas zusammen.

Beheizt wird das Haus mit einem thermostatgesteuerten Frostwächter für solche Überwinterungs-Gewächshäuser.

Am Sonntag hatten wir Dauerregen. Nachmittag dann  0°C und schließlich noch Schneegraupel. Aber wir haben nicht aufgegeben.  Vier Mann (naja, eher drei Mann und eine Frau)  hat es gebraucht, um es in den Topf zu stellen. Das Haus steht jetzt, ist verkleidet und die Heizung montiert. Sie kann jederzeit angeschaltet werden.

Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel

Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel
Palme im Freien überwintern- Palmengewächshaus für Kübel


Mindestens genauso wichtig, wie der Schutz vor zu viel Frost, ist gleichzeitig der Schutz vor zu viel Feuchtigkeit. Palmwedel und noch schlimmer das Palmherz könnten durch Schimmelbefall zerstört werden.

Lüftung  Washingtonia  Überwinterungshaus
Lüftungsklappe für die Washingtonia im Überwinterungshaus


Wir versuchen für's erste die überflüssige Luftfeuchte durch eine Lüftungsklappe am Stamm der Palme auszuleiten. Hier soll Frischluft eintreten und oben unterhalb der Dachschräge über den Lüftungsschlitz wieder mit der feuchten Luft entweichen. Der Lüftungsschlitz ist immer offen, nur mit einer darüber hängenden  Lage Gewächshausfolie leicht abgedeckt. So kann permanent ein geringer  Luftaustausch stattfinden.

Im Bild sieht man an de oberen Querstrebe der Seitenwand knapp darunter noch eine Latte. Die Folie vom Dach ist an der oberen Latte befestigt und die Folie der Wand beginnt erst an der darunter befindlichen Latte. Daher ist ein Lüftungsschlitz vorhanden. Über den  hängt in der Verlängerung die Folie des Daches lose darüber. Luft die nach oben steigt kann hier austreten.

Unten sieht man die geöffnete untere Lüftungsklappe im Stammbereich.

Wie der Wurzelballen beheizt wird, habe ich im oben verlinkten Artikel beschrieben.

Der Luftraum im "Gewächshaus" über dem  Kübel wird mittels Frochtwächter (geeignet für Kübelpflanzenüberwinterungshäuser, also geschützt vor der Luftfeuchte) und Thermostat temperiert werden.

Stromanschluß und Thermostat für die Palmenheizung
Stromanschluß und Thermostat für die Palmenheizung

Frostwächter Rohrform Palmenheizung Überwinterungshaus
Frostwächter in Rohrform für die Palmenheizung im Überwinterungshaus


Der Frostwächter ist ein etwa 60 cm langes und 5 cm dickes "Rohr" das sich erhitzt. Wir haben es an einer Querlatte auf halber Höhe befestigt. Den Fühler vom Thermostat habe ich auf die gegenüberliegende Seite in den Raum gehängt.

Die Stromzufuhr gewährleistet ein Mehrfachstecker-Verlängerungskabel für den Außenbereich.

Kaum stand das erste Palmen-Überwinterungshaus, fiel auch schon der erste Schnee.

erster Schnee 2017
erster Schnee 2017


Nun müssen wir warten und hoffen.

Hoffen, dass die Konstruktion Wind und Sturm und Orkan aushält. Sie wird noch irgendwie festgemacht. Wie wissen wir noch nicht ganz genau.

Hoffen, daß die Heizung ausreicht, um den Luftraum über dem Kübel um die 0°C oder leicht drüber zu halten.

Hoffen, daß die Palme diese Art der Überwinterung übersteht und überstehen kann. Es gab aber keine andere Möglichkeit. Entweder erfrieren lassen oder dieses probieren. Wir entschieden uns für's Probieren.



Die zweite Palme, die nun den dritten Winter draußen sein wird, ist die hohe Hanfpalme.


Hanfpalme im Kübel
Hanfpalme im Kübel


Ihr Kübel ist genau so isoliert und mit Heizkabel versehen. Sie hat einen hohen Stamm, der mit Heizkabel umwickelt und mit Isoliermatten geschützt ist. Damit nicht wieder die gefrorenen Wedel im Wind bewegt werden, müssen wir hier noch eine Konstruktion für die Krone bauen. Dieses gefrorene Bewegen hat ihr letzten Winter bei 15°C unter Null die Wedel gekostet. Die Kapillaren reißen dabei ab und die Blätte müssen, wenn wieder Tauwetter einsetzt, vertrocknen. Das möchten wir diesen Winter vermeiden. Also muß weiter gebohrt und gesägt, geschraubt und überlegt werden.

Mehr davon im nächsten Bericht.

Montag, 13. November 2017

Herbstaufräumarbeiten nötig oder unnötig? Jedenfalls angefangen hab ich sie...

Aufräumarbeiten im Herbst. Ein sehr leidiges Thema in meinem Garten dieses Jahr. Und bis ich so sinniere, ist sogar die Überschrift schon fehl am Platz. Phänologisch müsste ich wohl eher von Aufräumarbeiten im Winter berichten. Der Herbst ist Vergangenheit. So weit ist das Jahr voran geschritten. 

Und das Wetter wird auch immer winterlicher. Zumindest die Temperaturen sacken immer weiter nach unten. Ich schaue Fotos vom letzten Jahr an. Ein wenig angenehmer war der Herbst 2016 und so konnte ich bis zu diesen Tagen im November bereits mehrere Arbeiten erledigen. Wenn ich aber bis Mitte November weiter recherchiere und ein paar Tagebuchaufzeichnungen heran nehmen, stelle ich fest, letztes Jahr war es just zu dieser Zeit auch eklig draußen und es wurde kalt und frostig. Also ist 2017 doch nicht so scheußlich. Ich empfinde es nur so. 


Herbstgarten- Wintergarten
Herbstgarten- Wintergarten

Über die Notwendigkeit von Aufräumarbeiten im Herbst wird viel geschrieben und unterschiedliches gesagt. Fakt ist wohl, je mehr aufgeräumt wird, desto unwirtlicher und unbewohnbarer ist der Garten für die hilfreichen Insekten, Amphibien, Kleinsäuger und Vögel. Je weniger von diesen fleißigen Helfern aber im Garten heimisch sind und dauerhaft dort Unterschlupf finden, desto eher bekommen die krankmachenden Ursachen die Überhand. Desto weniger gesund können unser Kulturpflanzen gedeihen und es muß mehr Pflanzenschutz betrieben werden. 

Das sehe ich alles ein und beinahe ungewollt und automatisch bleibt ja auch immer noch genügend Wohnraum in meinem eben doch recht großen und damit nicht immer sauber geschleckten Garten übrig. Dass ich nun die Aufräumarbeiten auf das Frühjahr verschieben könnte oder sollte, sehe ich nicht ein. Ich denke da muß ein Kompromiss geschaffen werden. Lasse ich alle Stauden und abegstorbenen Pflanzen im Gemüsegarten oder Ziergarten stehen, haben viele Tiere Unterschlupf. Dafür habe ich über Monate einen äußerst unansehnlichen Garten. Im Frühjahr, wenn ich dann aufräumen dürfte, ist aber schon wieder so viel Frühjahrsarbeit, vor allem die Gemüseausssaat, zu erledigen, daß ich nicht alles in der Kürze der Zeit schaffen kann. Dazu kommt die Eigenart der Pflanzenreste, im Winter sehr weich zu werden. Wenn ich die jetzt stehen lassen, kann ich sie im Frühjahr nicht mehr häckseln. Alles verklebt und ich komme nicht voran. Was also dann im Frühjahr mit dem organischen Material anfangen? Entsorgen ist  das einzig Mögliche. Aber das sehe ich nicht ein. Alles soll in einem Kreislauf immer wieder verwertet werden. 

Also  habe ich mich jetzt bei gemütlich diesigem Wetter, leichtem Nieselregen zwischendurch und saukalten Temperaturen, einmal an die Aufräumarbeiten gemacht. Wenigstens die ganz großen Stauden wollte ich abschneiden und zerkleinern. Ich habe mitgezählt. Der große Asternbusch am Zaun hatte 150 Stängel, die einzeln abgeschnitten werden mussten. Und das war nur einer von etlichen großen Astern und Staudenbüschen. 

Im Häcksler müssen diese dann abermals fast einzeln - mehr als 3 oder 4 auf einmal gingen nicht hinein, ohne den Einfüllstutzen zu verstopfen - eingeführt werden. Eine sehr monotone und langweilige Arbeit. Bei solchen Arbeiten verstehe ich dann immer Menschen, die Gartenarbeit für scheußlich halten....


Staudenbeet im Winter- Großstauden sind bereits abgeschnitten
Staudenbeet im Winter- Großstauden sind bereits abgeschnitten


Der Berg an Staudenschnitt mußte am selben Tag verarbeitet werden. Wieder aus dem Grund, daß alles in naßem, aufgeweichten Zustand nicht mehr häckselbar ist. Jedenfalls bei meiner Maschine. 

Staudenschnitt, der gleich gehäckselt wird
Staudenschnitt, der gleich gehäckselt wird


Mit den Stunden im Regen stieg meine Vorfreude auf den Holzofen, duftenden Kaffee und Kekse am Sofa. So eine Vorfreude ist Motivation pur. Und irgendwann ist alles geschafft. Im Gemüsegarten habe ich gerade noch eine 2 m hohe Mauretanische Malve abgeschnitten und ein paar Tagetes. Da fängt der Motor an zu stottern. Die letzten Halme gingen noch durch, da war es aus. Nach etlichen Stunden ohrenbetäubenden Lärms ist wieder Ruhe im Garten. Das Benzin war alle und ich war froh drum. Nachfüllen kam nicht mehr in Frage.  Zu groß war die Sehnsucht nach dem lange erwarteten Kaffee. 

gehäckselter Staudenschnitt
gehäckselter Staudenschnitt


Das Häckselmaterial habe ich rasch auf die Komposthaufen verteilt und unterm Walnußbaum ausgebreitet. 

Die restlichen Stauden und abgestorbenen Pflanzen dürfen jetzt noch eine ganze Weile als Winterquartier dienen. Da  kann man immer wieder mal ein paar abschneiden und ungehäckselt auf den Kompost legen. Die sind dann aber  auch im Frühjahr leichter weggeräumt, als die großen harten Staudenstängel. 

Ich denke , daß auch ohne diese Staudenreste, die Tiere in meinem Garten viele Möglichkeiten zum Unterschlupf haben. Sträucher und Bäume, Laubhaufen, Steinhaufen, Brennholzhaufen. Carport-Balken, unisolierte Dachstühle der Nebengebäude, Hecken und und und. Darum sehe ich das ganze Getier ja auch immer wieder und überall herumhuschen. Ganz können sie sich vor mir einfach nicht verstecken. 

Für heute mag ich aber kein Getier mehr sehen. Da gibt es nur noch eines: 

Schaufeln, Rechen und Häcksler verstauen und ab nach drinnen. Das ist wohl das Schönste am Gärtnern im Herbst. Die Rückkehr ins Haus an das warme, knisternde Feuer im Ofen. 

Kompostplatz nach der Häckselaktion wieder aufgeräumt
Kompostplatz nach der Häckselaktion wieder aufgeräumt


gehäckselter Staudensschnitt ist auf den Kompostbehältern aufgeteilt
gehäckselter Staudensschnitt ist auf den Kompostbehältern aufgeteilt (zwei weitere sind nicht im Bild zu sehen)








Freitag, 3. November 2017

die schönen Spätherbsttage werden genutzt, wo immer es geht

Hast Töne, sind wir doch tatsächlich schon im November angelangt. 

Die Zeit rennt davon, die Arbeit leider nicht. Gottseidank hatten wir jetzt wieder ein paar sehr schöne Tage. Nach ein paar richtig scheußlichen Spätherbsttagen mit Nachfrost und Nieselregen bei Tags deutlich unter 10°C. 

Gestern waren tags wieder 15 ° und Sonnenschein. Diese schönen Tage nutzen wir gerade für wichtige Gartenarbeiten, die dringend erledigt werden müssen. 

Ein Zelt für die Palme


Besonders wichtig ist zum Beispiel das Gewächshauszelt für die Washingtonia. Wenn sie den Winter draußen übersteht, dann nur mit einem Schutz und Heizung. 

Die Folie ist bestellt,  aber das Gerüst noch nicht fertig. Schließlich muß es ja noch mit Folie daran über die Palme gebracht werden können. Und im Frühjahr muß es wieder weg und aufgehoben werden. Klappbar sollte es also auch noch sein. 

Langsam nimmt es Form an. Etliche Latten fehlen noch und dann die Folie. Wir sind selbst gespannt, wie das alles klappt und ob es klappen wird. 


Winterschutz für Palme
Winterschutz für Palme

Spalierobst passt auch auf schmale  Randstreifen am Grundstück


Gestern habe ich dann endlich meine Blumenzwiebeln verbuddelt. Wildtulpen und Krokus.

Die Wildtulpen sollen sie Blumenwiese im Frühjahr wieder zum Blühen bringen. Die edlen farbigen Tulpen sahen zwar schön aus, wurden aber über die Jahre immer weniger an Zahl. Da ich keine Lust habe, jeden Herbst wieder und wieder Tulpenzwiebeln zu stecken, versuche ich es jetzt mit Wildtulpen. Angeblich verwildern sie, wie die Narzissen, in der Wiese und werden immer mehr, statt weniger. Zumindest, wenn ihnen der Standort zusagt. Warten wir also gespannt auf's erste Frühjahr.

Ebenfalls gepflanzt habe ich meine zwei geschenkten Himbeerpflanzen. Klar habe ich bereits ganz vorzügliche Himbeeren in ausreichender Anzahl. Aber es sind Sommerhimbeeren. Irgendwann im Juni sind sie reif. Das dauert etwa 14 Tage und dann ist Schluß mit Himbeeren, bis zum nächsten Jahr.

Himbeeren sind meine Lieblingsbeeren (neben schwarzen Johannisbeeren). Da wäre es mir recht, länger von ihnen naschen zu können. Eine liebe Kollegin hat dauertragende Himbeeren, von denen sie auch im späten Herbst noch naschen kann. Und ab kommendem Jahr kann ich das dann auch.

Säulenobst und Spalierobst- unser Obstgarten im Garten
Säulenobst und Spalierobst- unser Obstgarten im Garten


Erst wussten wir nicht, wohin mit ihnen.  Dann fassten wir einen Entschluß. 

Entlang des Zaunes zu den Nachbarn pflanzten wir vor Jahren ein paar Säulenobstbäume. Der Streifen ist recht schmal. Zu schmal für richtige Obstbäume. 

Dann kam das Apfelspalier dazu. In Verlängerung der Obstbaumreihe. 

Und zwischen diese beiden Obstbaumbaumvariationen pflanzten wir jetzt einfach in die Wiese die Himbeeren. Das sieht komisch aus. Wenn dann aber die Spalierstützen fortgesetzt werden und Drähte gespannt sind, ergibt es wieder Sinn. Neben den Himbeeren werden noch Johannnisbeeren gepflanzt werden, die ich dann ebenfalls als Spalier erziehe. 

Dann haben wir einen richtigen Obstgarten mitten in unserem Garten. 

Ansonsten wird im Garten gerade nur geräumt und alles für den Winter vorbereitet. Hoffentlich kommt er noch nicht heute und morgen, denn ein wenig muß noch geschehen. 

Neben all der Arbeit bleibt der Genuß natürlich nicht aus. Das erste Karpfenessen ist hinter uns. Wir hatten einen sehr schönen geselligen Abend bei richtig gutem Karpfen mit Kartoffelsalat und (noch gekauften) Endivien. Die nächsten Karpfenessen sind schon terminiert. 

Würzpasten aus frischen Kräutern oder Knoblauch

Als Selbstversorger bin ich auch noch tätig. Heute habe ich wieder etliche von den noch herumliegenden Patissonkürbissen mit etwas Sellerie, Kartoffel und Speck zu einer Suppe gekocht. Im Mixer püriert und in Weckgläser gefüllt. Jetzt stehen sie fertig eingekocht zum Abkühlen in der Küche. Sie sind ein schnelles Essen, wenn keine Zeit zum Kochen ist. 

Die Blätter der Sellerieknollen habe ich zusammen mit den überall wild aufgegangenen Blattsellerieblättern zu einer Sellerie - Würzpaste verarbeitet. Das intensive Selleriearoma wird nur mittel Salz konserviert. Die Paste hält monatelang im Kühlschrank. Das Rezept gibt es auf achimsgartenzumessen.de. Neben Sellerieblättern lassen sich so auch andere Kräuter wie zum Beispiel Petersilie verarbeiten. 


Sellerie-Würzpaste
Sellerie-Würzpaste



In Form einer Würzpaste habe ich Knoblauch konserviert und für den einfachen Einsatz in der Küche vorbereitet. Hier kommt kein Salz, dafür aber Öl als Konservator zum Einsatz.

In Form dieser Paste behält der Knoblauch sehr schönen seinen Knoblauchgeschmack und schmeckt nicht so bitter und verändert, wie sonst oft konservierter Knoblauch. Auch das Rezept findet man auf achimsgartenzumessen.de


Knoblauchpaste
Knoblauchpaste

Freitag, 27. Oktober 2017

Neue Fenster, reiche Ernte und der Umzug der Kübelpflanzen


Kaum ist das Karpfenfischen vorüber, geht es im Garten weiter mit Arbeiten. Ich weiß schon, warum ich eigentlich lieber im Urlaub geblieben wäre.  War mir doch klar, was auf mich zukommen wird, wenn wir daheim sind.

Gottseidank ist das Wetter immer wieder noch einmal traumhaft und die anfallenden Arbeiten können erledigt werden.

Endlich kamen  auch die neuen Fenster: Voraussetzung, daß ich anfangen kann, Kübelpflanzen ein zu räumen.

Und ich habe nun auch die restlichen Wurzelgemüse- bis auf Meerreettich- geerntet. Jetzt müssen sie nur noch eingelagert werden.

Wurzelgemüse frisch geerntet- rote Beete, Winterrettich schwarz und rot
Wurzelgemüse frisch geerntet- rote Beete, Winterrettich schwarz und rot


Neue Fenster für die Pflanzen - und uns.


Mittwoch früh, es ist noch dunkel und ich schon wach. Der Schreiner soll heute kommen. Er steht kurz nach Sieben vor der Tür und ich bin froh. 

Jetzt wird das endlich real, was wir vor vielen Monaten bestellt hatten. Das Palmenhaus, der Überwinterungsraum für die Kübelpflanzen, früher Hasenstall und Schafstall, erhält neue Fenster. 

Damals schon, als er erbaut wurde, hat mann ausgemusterte Fenster verwendet. Das ist Jahrzehnte her. Durch die Ritzen in den Rahmen konnte man hindurchsehen, so groß waren sie. Wie sinnig das ist, wenn man den Raum im Winter mittels elektrischer Gewächshausheizung temperiert, brauche ich wohl nicht zu sagen.

Das Palmenhaus mit den alten Fenstern
Das Palmenhaus mit den alten Fenstern


Wenn es richtig eisig draußen war, also unter -10°C, habe ich innen sogar noch Vlies über die Kübelpflanzen am Fenster gelegt, daß sie nicht so eisig angeblasen werden, durch all die Ritzen.

Jetzt kommen neue Kunststofffenster mit Isolierung rein. Dann ist das nicht mehr nötig mit dem Vlies.



Neben dem Palmenhaus ist auch der Vorraum zum Wohnhaus dran. Wieder schon damals gebrauchte Fenster mit heute Ritzen zum hindurchsehen. Heiztechnisch ein Desaster.

Vorbau am Haus mit alten Fenstern
Vorbau am Haus mit alten Fenstern


Vorbau am Haus -neue Fenster werden eingebaut


Und schließlich bekommt die Garage noch ein richtiges Fenster, das ich jetzt kippen kann. Hier ist es mal anders herum, die Wärme soll nicht drin bleiben, sondern raus aus dem Raum. 

Da ich in der Garage auch meine Kartoffeln lagere, ist das sehr praktisch. Durch das alte, nicht zu öffnende Fenster, blieb es lange recht warm in der Garage im Haus. Zu warm zum Lagern von Wurzelgemüse, genau wie im Keller. Daher freue ich mich auf das Fenster und die frische kühle Luft, die da eintritt.

Kurz nach Mittag sind sie fertig und die Fenster eingebaut. Jetzt fehlen nur noch die Simse. Dazu aber muß Volker erst die Mauern aufstocken, daß die neuen Simse an den neuen Fenster ordentlich montiert werden können. Wenn das gemacht ist, kann der Abschluß vom Schreiner erledigt werden. Das ist aber vor allem eine optische Sache. Die Funktion der neuen und dichten Fenster ist ab sofort gegeben.


Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber noch ohne Sims

Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber rechts noch ohne Sims
Vorbau am Haus mit neuen Fenstern aber rechts noch ohne Sims


Wurzelgemüse wird geerntet


Während die Schreiner ihrer Arbeit nach gingen, beschäftigten mich die Wurzelgemüse.

Sellerie, Winterrettich, rote Beete und ein wenig Kren für den aktuellen Gebrauch sowie Möhren und Pastinaken waren aus zu graben.

urzelgemüse Ernte: Sellerie, Winterrettiche, Rote Beete, Möhren und Kren
Wurzelgemüse Ernte: Sellerie, Winterrettiche, Rote Beete, Möhren und Kren


Die Sellerie sind sehr schön. Rettiche sind schön aber wenig. Die gingen wieder nicht auf im Herbst beim Sähen. Rote Beete im Beet sind eine Katastrophe beim Keimen. Im Topf keimten sie auch nicht. Daher habe ich nur einige wenige, was aber langt, da nur ich sie esse.

Die Möhren keimten wie immer auch nicht. Ab März sähe ich bis glaube ich Juli. Es keimt nie was, nur ein paar sind dann doch plötzlich da gewesen. Zu spät und wie immer nicht vereinzelt. Weil ich mir monatelang vergebens Mühe mit ihnen mache, habe ich dann jedes Jahr wieder, keine Lust zu Vereinzeln, wenn doch welche keimen. Der Frust ist zu groß und im Herbst bereue ich es jedes Jahr, denn sie währen schön geworden, hätten sie nur Platz zum Wachsen gehabt.

Die winzigen Möhren, Laub von Möhren und Sellerie, restliche Kräuter wie Basilikum und Majoran, alles kommt in den Mixer und ergänzt meine seit dem Sommer gesammelten, getrockneten und pulverisierten Gemüse für die selbstgemachte Instant-Gemüsebrühe. Weggeworfen wird nichts!

Gleiches Keim-Geschiß gilt auch für die Pastinaken. Da habe ich dann mit Müh´ und Not ein paar im Topf gekeimt bekommen. Die wurden gepflanzt. Einige sind gigantisch, andere der Reinfall. Komisch ist das. Alle gleich gesät, gepflanzt und gepflegt. Sogar gleiche Reihe!

Pastinaken
Pastinaken

Wintersalat - ein Anbauversuch


Auch meinen Wintersalat habe ich endlich gepflanzt. Ein paar ins Gewächshaus und ein paar ins Freiland. Ich muß ja testen, wie er wächst, was er verträgt. Dann weiß ich nächstes Jahr gleich, wohin ich ihn am Besten pflanze. Es ist ja mein erster Versuch damit.

Wintersalat im Gewächshaus - frisch gepflanzt
Wintersalat im Gewächshaus - frisch gepflanzt


Wintersalat im Gewächshaus - frisch gepflanzt

Wintersalat im Freiland- frisch gepflanzt
Wintersalat im Freiland- frisch gepflanzt

So ähnlich verloren stand auch einmal der Endivien im Beet, als ich ihn im Frühherbst pflanzte. 

Jetzt hat er sich gemausert und ist ein richtiger starker Salat geworden. Aber, ich hoffe das klappt noch, der muß noch ganz schön wachsen, vor der Ernte!

Endiviensalat
Endiviensalat

Endiviensalat



Gemüsebeete im Biogarten mit Dauer-Mulch



Ein Blick in ein Gemüsebeet Ende Oktober. 


Gemüsebeete im Biogarten im Oktober
Gemüsebeete im Biogarten im Oktober

Gemüsebeete im Biogarten im Oktober
Bildunterschrift hinzufügen



Ach ja und wenn sich mancher wundert, wie das bei mir in den Beeten aussieht, der soll erst mal neben die Beete schauen.....

Herbstlaub im Gemüsegarten
Herbstlaub im Gemüsegarten


Im Ernst. Es ist mir seit Frühjahr enorm wichtig, dass niemals Boden unbedeckt da liegt. Dauermulch oder Dauerhumus nennt man das Wohl. Ich mulche unaufhörlich und jetzt auch noch die Bäume, die mir helfen. Es mag unordentlich aussehen. Aber ich selbst sehe, wie gigantisch positiv sich das auf das Bodenleben auswirkt. Es ist ein Gewimmel in den Beeten und Würmer habe ich, ein Traum. Jetzt wieder beim Salatpflanzen. Ich schiebe das Laub und Mulch zur Seite und treffe schon auf etliche Würmer, ohne bereits in die Erde gegraben zu haben. Es herrscht ein so reges Treiben in und auf der Erde, daß ich überglücklich bin. Hatte ich doch sonst im Herbst gar keine Würmer mehr gesehen. Und ein gesunde Bodenleben ist unverzichtbar im richtigen Biogarten und für gesunde Pflanzen. Ich ernähre mit meinem Mulch und all der Bodendeckung das Bodenleben und dieses wiederum ernährt durch die Abbauarbeiten und Zersetzung des organischen Materials meine Gemüsepflanzen. Wir haben reale Heinzelmännchen im Garten, die für ein wenig Essen pausenlos fleißig für uns arbeiten. Und durch Chemie und unnötige Bodenbearbeitung verjagen wir sie.


Die ersten Kübelpflanzen werden eingeräumt


Die Zitronenverbene habe ich gestutzt, ausgegraben und eingetopft. Jetzt steht sie erst mal noch im Carport, kommt aber später mit zu den Kübelpflanzen. Sie ist nicht frosthart.

Zitronenverbene
Zitronenverbene







Am Nachmittag habe ich dann angefangen, die ersten Kübelpflanzen ins Palmenhaus zu schaffen. Ein wenig aufgeräumt innen habe ich schon. Der Rest muß nach und nach erfolgen. Jetzt ist es erst einmal wichtig, daß die empfindlicheren Gewächse ins Haus kommen. Das schöne Wetter verwirrt einen. Am Mittwoch waren etwa 20 Grad und blauer Himmel. Aber bereits am Freitag soll es tag nur noch 10 Grad haben und die Temperaturen gehen runter, Sturm und Regen sollen kommen.

Kübelpflanzen im Winterquartier
Kübelpflanzen im Winterquartier

Kübelpflanzen im Winterquartier
Kübelpflanzen im Winterquartier


Es ist nicht verwunderlich, haben wir doch kommende Woche bereits November. Und wenn das Wetter dann ganz greislig ist, habe ich keine Lust alle Kübel ein zu räumen. Dann mit Zwang, weil sie sonst kaputt gehen. Da fange ich lieber ein paar Tage vorher an und mache es bei schönem Wetter und in Ruhe. Stehen doch noch genügend Kübel draußen. Die Palmen brauchen noch ihren neu zu bauenden Winterschutz. Da wird es ohnehin alles knapp genug!

Die robusten Kübel stehen erst mal noch im Carport, da geht es noch ein paar Wochen, voraussichtlich.

Kübelpflanzen im Carport
Kübelpflanzen im Carport




Herbstmorgen am Karpfenweiher


Donnerstag morgen beim Gassigehen, schaute ich noch mal bei den Weihern vorbei. Auch hier hätte ich noch Arbeit. Die herrlichen Hagebutten müssten gezupft und verarbeitet werden. Aber ich habe da gerade überhaupt keine Zeit.

Hagebutten
Hagebutten


Der Morgennebel verzieht sich und es wird wieder ein schöner Tag, das sieht man hier schon.

Morgennebel verzieht sich
Morgennebel verzieht sich


Und so sieht der gefischte Weiher heute aus. Verlassen und leer. Ein Foto für die treuen Leserinnen, deren meine Karpfenweihergeschichte so viel Interessantes vermitteln konnte.

Karpfenweiher abgefischt
Karpfenweiher abgefischt