Mittwoch, 22. März 2017

Wenn das Wetter schlecht ist, findet die Gartenarbeit eben drinnen statt.

Die Gartenarbeit findet bei Regenwetter eben drinnen statt


So, wenn also das Wetter meint, es könnte mich foppen und am Gärtnern hindern, dann hat es sich getäuscht. 

Heute war indoor-gardening angesagt. Naja nicht dieses moderne Zeugs, mit den seltsamsten Pflanzmethoden oder gar Gemüsen im Wohnzimmer. Eher einfach nur Gartenarbeit im Zimmer und Gewächshaus. Genug zu tun gab es jedenfalls.

Paprika und Chilli werden heute umgetopft


Gleich morgens nahm ich mir die Paprikas vor. In der ersten Februarwoche hatte ich sie gesät. Dann kam wieder die Zitterpartie, ob und wann sie keimen. Nach einmal Nachsähen bei einigen Töpfchen, wuchsen sie gleichmäßig. 

Im Bild zu sehen sind Paprika, Glockenpaprika und Wildchillies. 



Paprika vor dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk
Paprika vor dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk


Nach dem großen Umtopfen kamen sie wieder an ihren Platz im Keller. Zu sehen sind hier auch die gerade gekeimten Tomaten und Sellerie. Es wird nicht lange dauern, dann sind sie dran mit Umtopfen.

Paprika nach dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk
Paprika nach dem Umtopfen (c) by Joachim Wenk


Nein, mein Handy ist nicht kaputt. Nur, nach dem Fototermin habe ich wieder die Pflanzenleuchte angeschaltet. Im Nu ist der ganze Raum in da schwülstige Pink getaucht, das ich kenne. Aber wenn es hilft.... Und es hilft, wie man an den schönen Pflanzen sieht.


das rosa Pflanzlicht zeigt gute Wirkung (c) by Joachim Wenk
das rosa Pflanzlicht zeigt gute Wirkung (c) by Joachim Wenk


Auch draußen im Gewächshaus stehen die Pflänzchen schlange, um umgetopft werden


Nach dem Essen verlagerte ich dann meine Tätigkeiten vom Haus ins Gewächshaus. Hier habe ich heute auch die Andenbeere hin gestellt. Im Überwinterungsraum ist es einfach zu dunkel und sie ist schon so schön, blüht bereits. Ich möchte nicht, daß die Triebe jetzt noch vergeilen. 

Zu ihren Füßen stehen die Kleinen, die heute auch noch umgepflanzt werden sollen. Nicht alle aber einige jedenfalls. 


Gemüsekinderstube im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
Gemüsekinderstube im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk



Andenbeere  Physalis (c) by Joachim Wenk
Die Andenbeere ist reich mit Blüten und Knospen besetzt (c) by Joachim Wenk


Pikiert habe ich zwei Sorten Salat. Winterkopfsalat "Chez le Bart" und Salat "brune d'hiver", beide gesät Mitte Februar. Daneben ganz früher Wirsing der Sorte "Vorbote" und frühes Weißkraut "Donator". Den Kohl habe ich Anfang Februar gesät. 

Jungpflanzen von Salat, Wirsing und  Weißkraut (c) by Joachim Wenk
Jungpflanzen von Salat, Wirsing und  Weißkraut (c) by Joachim Wenk


Die Samen vom Salat "Briweri" kamen bereits Mitte Januar in die Saatschale. Der hat allerdings nicht den Vorsprung, den eine viele Wochen frühere Aussaat als bei den anderen beiden vermuten lässt. Ich denke, Mitte Februar ist ein guter Zeitpunkt mit der Aussaat von Salat (geeignete Sorte wählen!)  zu beginnen. Vielleicht genügt auch Ende Februar. 

Salat gesät im Januar (c) by Joachim Wenk
Salat gesät im Januar (c) by Joachim Wenk


Mit meinen Zwiebeln hatte ich mich dieses Jahr ver-bestellt. Normalerweise kaufe ich Steckzwiebeln. Nun übersah ich im Katalog die genaue Bezeichnung und erhielt dann Zwiebelsamen, statt kleine Zwiebelchen. Mist! Also habe ich nachbestellt und diese auch schon  gesteckt. Recherchiert habe ich auch und im Gartenbuch nachgelesen. Jetzt ist es so, daß gesäte Zwiebeln eigentlich besser wären als gesteckte. Ich dachte immer, dass das Sähen zu kompliziert ist und die Steckzwiebeln normal sind. Dass man damit eine nur sehr eingeschränkte Sortenauswahl hat, viel mir schon negativ auf. Dass meine Zwiebeln immer kränkeln ist fast schon selbstverständlich. Genau diese beiden Mängel kann man durch gesäte Zwiebeln angeblich umgehen.

Jedenfalls habe ich  sie jetzt gesät und probiere das aus. Ich habe dann die gleich Sorte gesät und gesteckt.


frisch gekeimte Gemüsezwiebeln (c) by Joachim Wenk
frisch gekeimte Gemüsezwiebeln (c) by Joachim Wenk


Im Gewächshausboden ist noch nicht so viel los.

Rucola ist, was Kälte angeht, eher schmerzfrei und wächst am besten.

junger Rucola im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
junger Rucola im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk


Genau wie Asiasalat.
junger Asiasalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk
junger Asiasalat im Gewächshaus (c) by Joachim Wenk


Am sehr späten Nachmittag war dann die ganze Arbeit unter Dach erledigt. Im Garten kümmerte ich mich dann noch um die Erdbeeren. Das ist jetzt Beet entunkrautet, gehackt und mit Kompost versorgt. 

Im Erdbeerfaß hat sich die Erde um beinahe 30 cm gesenkt. Die oberen grub ich aus, füllte Erde auf und pflanzte sie wieder ein.

Wir hatten einen harten Winter, viele Nächte bis -15°C, eisige Winde und die Erdbeeren im Faß waren nicht von der schützenden Schneeschicht bedeckt. Schnee liegt eben nicht an senkrechten Wänden vom Erdbeerfaß. 

Was meint ihr, haben die Erdbeeren das alles so ungeschützt überlebt?  Ja sie haben! Jede einzelne treibt aus. Eine schöne Erfahrung am Ende des kalten und verregneten Tages. 



Dienstag, 21. März 2017

Frühlingserwachen im Garten, das Unkrautproblem und Grünspargel



Also wirklich, das glaube ich ja jetzt nicht! 

Letzte Woche hatten wir traumhaftes Frühlingswetter bis auf? Ja, bis auf Samstag, den Haupt-Garten-Tag. Nichts konnte gemacht werden. Kalt, beinahe Dauerregen und starker Sturm.  Jetzt wurde das Wetter Montag und Dienstag wieder ganz wundervoll und es kommt der Mittwoch. Mein freier Tag, frei für Gartenarbeit. Und wie wird das Wetter? Scheußlich! Aber nur am Mittwoch, dann wird es wieder traumhaft. Jetzt sagt doch mal selbst. Da will mich jemand ärgern oder? 

Immerhin bleibt es auch an den gefühlt scheußlichen Tagen frostfrei und so kann das Wachsen und Gedeihen der Natur ungehindert weiter gehen. 

Immer wieder Regen und  kalt, aber im Garten wächst es schon


Und es tut sich schon einiges im Garten. 



Dachwurz (c) by Joachim Wenk
Dachwurz (c) by Joachim Wenk


Frühjahr im Garten, das Wachstum beginnt (c) by Joachim Wenk
Frühjahr im Garten, das Wachstum beginnt (c) by Joachim Wenk



Man sieht es am Foto nicht, aber ich habe es Ende letzter Woche festgestellt. Der Rasen und was halt so in ihm wächst beginnt zu wachsen. Jetzt geht es also los. Ich freue mich schon, wenn es wieder saftig grün wird. Ob es dieses Jahr auch im Sommer einmal regnet und der Rasen auch im Sommer und Herbst irgendwie grün und nicht braun sein wird?

der Rasen fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk
der Rasen fängt an zu wachsen (c) by Joachim Wenk

Egel wie. Der Gemüsegarten und die Staudenbeete sind versorgt. Überall Tropfschläuche in den Beeten. Die Johannisbeeren, rechts im Bildhintergrund zu erkennen, treiben schon mächtig aus.

Gemüsegarten und Tropfschläuche (c) by Joachim Wenk
Gemüsegarten und Tropfschläuche (c) by Joachim Wenk

Wie gehe ich mit dem Unkraut im Gemüsebeet um?


Sorge macht mir noch mein kleines Gartenstückchen unten am Dorfweiher. Im Foto stehe ich am Brunnen und blicke hoch zum Haus (rechts). Hier unten im Garten ist alles mit sehr hartnäckigem Unkraut zugewuchert. Hier sollen dieses Jahr die Kartoffeln wachsen und .... dazu komme ich gleich noch.

Bei kleineren Flächen habe ich sehr gute Erfahrungen mit Wellpappe-Kartons als Mulch gemacht. Legt man die zweilagig auf die Fläche, beschwert sie mit Steinen und wartet ein wenig, so erhält man unkrautfreie Beetfläche mit schön lockerem Boden. Warum? Nun selbst die hartnäckigsten Wurzelunkräuter brauchen Licht zum Wachsen. Kommen sie unter der dichten Mulchschicht nicht hoch ans Licht, verlieren sie Kraft und werden von den Bodenorganismen einfach aufgegessen. Sie verrotten. Mit so einer großen Fläche habe ich das noch nicht gemacht. Pappe ist hier auch nicht so zu empfehlen. Optisch wäre es  nicht sinnvoll, so direkt an der Dorfstraße. Das möchte ich nicht. Also probiere ich es mit luft - und wasserdurchlässiger Mulchfolie. Zuerst mit der Motorhacke durch und dann die Folie. Ob es funktioniert? Ich weiß es nicht, werde aber in ein paar Monaten schlauer sein.

Gemüsebeete und Unkraut (c) by Joachim Wenk
Gemüsebeete und Unkraut (c) by Joachim Wenk

Rankgitter für Ramblerrose


In einer kurzen Regenpause am Samstag haben wir wenigstens noch das ergänzende Rankgitter für die Ramblerrose Snowflake am Scheunentor befestigt. Jetzt kann sie über dem Tor weiter wachsen. Die halbe Strecke hat sie schon und die Zweige mußten dringend angebunden werden. Im Herbst habe ich mich entschlossen, daß so eine Ergänzung her muß.  (Erinnert ihr euch? Ich habe hier darüber geschrieben). Jetzt habe ich sie.


Rankgitter für Ramblerrose am Scheunentor (c) by Joachim Wenk
Rankgitter für Ramblerrose am Scheunentor (c) by Joachim Wenk



amblerrose  Snowflake am Scheunentor (c) by Joachim Wenk
Ramblerrose  Snowflake am Scheunentor (c) by Joachim Wenk

Grünspargelpflanzen

Zum Abschluß noch einmal etwas zum Weihergarten. Das hier muß auch noch gepflanzt werden. Wenn ich doch nur endlich dazu käme, wenigstens diese beiden Reihen fertig zu machen. Bei dem eingangs erwähnten Wetterverhalten, immer scheußlich zu werden, wenn ich Gartenfreizeit habe, sehe ich da aber schwarz. Drückt mir mal die Daumen, daß ich das noch hin bekomme. Dann könnten wir  im kommenden Frühjahr den ersten Grünspargel ernten. Für den und die Kartoffeln habe ich mir ja eigentlich das zusätzliche Stückchen Land zugelegt. 

der Grünspargel wurde heute geliefert (c) by Joachim Wenk
der Grünspargel wurde heute geliefert (c) by Joachim Wenk

Grünspargel (c) by Joachim Wenk
der Grünspargel  muß noch ein wenig gelagert werden bis die Beete fertig sind (c) by Joachim Wenk




Montag, 20. März 2017

Bärlauch konservieren

Das ging jetzt aber schnell. Mit einem Mal ist er da der Bärlauch. Sicher kennt ihr da Problem, dass man ihn gerade dann, wenn man Gelegenheit hat an ihn ran zu kommen, nicht braucht. Oder nicht täglich braucht, wenn man mehr davon hat. 

Trocknen lässt er sich. Verliert aber auch bei vorsichtigem Trocknen mit etwa 30-35 °C an Aroma. 

Ich mache gern Pesto. Ein genaues Rezept gibt es dafür nicht. Wie ich Pesto herstelle könnt ihr hier (Pestorezept) nachlesen.

Für das Bärlauchpesto nahm ich frischen Bärlauch, Walnüsse, Salz und Rapsöl und keinen Käse. Die einzelnen Mengen kann man  nach eigenen Geschmacksvorlieben und Vorhandensein der Zutat variieren.  

Bärlauch-Walnuß-Pesto (c) by Joachim Wenk
Bärlauch-Walnuß-Pesto (c) by Joachim Wenk

Im Herbst machte ich aus den damals reichlich vorhandenen Kräutern in den Gemüsebeeten eine Würzpaste. Diese lagert in kleinen Gläschen im Kühlschrank. Sie schmeckt noch immer wunderbar und würzt seit Monaten alle möglichen kalten und warmen Speisen.

Auf die gleich Art und Weise kann man natürlich den Bärlauch konservieren.

Man nimmt 100 g frische Bärlauch und 20 g Salz aber  KEIN Öl. Kräuter und Salz werden im Mörser oder Mixer oder Tupper Turbo-Chef (bei mir der Fall) möglichst fein oder breiig zerkleinert. Abgefüllt in kleine Gläschen hält sich diese Masse über viele Monate. Der Geschmack bleibt sehr gut erhalten und man hat dann immer kräftige Würze zur Hand. Die Bärlauchpaste ist für Kräuterquark, Bärlauchbutter, Brotaufstriche, Salatdressings, Ravioli-Füllungen und vieles mehr zu gebrauchen.


Bärlauch-Würzpaste (c) by Joachim Wenk
Bärlauch-Würzpaste (c) by Joachim Wenk




Samstag, 18. März 2017

Die Ergebnisse der Bodenproben liegen vor - ein Vergleich zu 2014.

Ergebnisse der Bodenproben von 2017 und 2014

Vier Wochen sind vergangen, seit ich durch den Gemüsegarten kroch und Bodenproben entnommen habe.

Seither warte ich doch sehr gespannt auf die Ergebnisse. Hat sich in den vergangenen drei Jahren etwas zum Besseren gewendet? Wie sind die Düngeempfehlungen diesmal? Ich muß doch langsam loslegen im Gemüsegarten.

Drei Proben habe ich eingesandt:

Eine Probe vom Gewächshaus in dem letztes Jahr (2. Standjahr, davor auch Gewächshaus, aber Erde ausgetauscht) keine Ernte möglich war, weil nichts an Paprika, Chili oder gar Tomaten gewachsen  ist.

Die zweite Probe ist vom ganz früheren Gemüsegarten, dann viele Jahre Rasen und seit vier Jahren wieder Gemüsebeet (Schneckenzaunbeet.

Probe Nummer drei ist vom Gemüsegarten, der viele Jahrzehnte der Kaninchen- und Hühnerauslauf war. Seit Frühjahr 2012 ist es mein Gemüsegarten.

Weil zwar zusammengefasst alles mein Gemüsegarten ist, die einzelnen Bereiche aber doch grundsätzlich anderen Ursprung haben, wollte ich  getrennte Ergebnisse erhalten.

Die liegen jetzt vor und ich bin nicht erfreut. Nein, eher auch  ratlos und doch, wie ich es persönlich sehe, erleichtert, weil wohl die Hauptursache für das schlechte Wachstum, die vielen Krankheiten und Schädlinge fest stehen.

Für mich jedenfalls steht der Grund fest, der alles andere verursacht. Meine Ratlosigkeit bezieht sich nun auch wieder auf genau diese Ursache, die ich dachte durch diverse Maßnahmen verbessert zu haben. Leider ist hier keine Veränderung und schon gleich keine Besserung erkennbar.

Ich nenne jetzt einfach einmal - für diejenigen unter euch, die das interpretieren können - die Fakten der Bodenanalysen:


Gewächshausboden (Werte nur von 2017 vorhanden): 


  • Kalk: phWert 7,0 (Bemerkung laut Institut: "hoch")
  • Phosphor 145 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: "sehr hoch")
  • Kali  41 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: "hoch")
  • Magnesium 43 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: "sehr hoch")
Bodenart: sandiger Lehm
Humuszustand: schlecht


Schneckenzaunbeet-Boden: 


  • Kalk: phWert 6,7 (Bemerkung laut Institut: "hoch")  2014   pH 6,6
  • Phosphor 60 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: "sehr hoch") 2014 192 mg sehr hoch, grenzüberchreitend
  • Kali  46 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: "sehr hoch") 2014  45 mg überdurchschnittlich hoch
  • Magnesium 26 mg / 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: "sehr hoch") 2014   38 mg überdurchschnittlich hoch
Bodenart: sandiger Lehm  2014 sandiger Schluff 
Humuszustand: schlecht mittel humos(h3)



ehemaliger Hühnerlauf-Boden: 

  • Kalk: phWert 6,6 (Bemerkung laut Institut: "hoch") pH 6,3 hoch
  • Phosphor 58 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: "sehr hoch") 2014  47 mg sehr hoch
  • Kali  42 mg/ 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: "hoch")  2014  38 mg hoch
  • Magnesium 29 mg / 100 g luftgetrockneter Boden (Bemerkung laut Institut: "sehr hoch") 2014  22 mg hoch
Bodenart: sandiger Lehm
Humuszustand: schlecht


Erkennbar ist, daß die Werte gesunken sind oder auch gestiegen. Magnesium und Phosphor im Schneckenzaunbeet sind gesunken. Dafür sind sie im ehemaligen Hühnerlauf gestiegen. Kali ist überall gestiegen. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich behandle die Böden überall gleich. Die Recherchen von damals und den Jahren bis heute und auch ganz aktuell sagen mir, daß gerade so extrem hohe Werte von Magnesium oder Kali oder Phosphat die anderen lebenswichtigen Nährstoffe im Boden blockieren. Sie sind da, die Pflanze kann sie aber nicht erreichen und aufnehmen. Daher wohl meine Wachstumsstörungen, die kranken zierlichen Pflänzchen. Dazu kommt dann noch der immense Wassermangel im Sommer. 

Wie kann man die Werte herunter bekommen? Scheinbar gar nicht. Die Düngeempfehlung beläuft sich auf reine Stickstoffdüngung mit genau und sehr detailliert angegebenen Mengen Hornmehl. 

Da ist kein Humus im Boden und das ist das Problem


Mein Problem ist aber  wohl eher und vor allem  Folgendes:  Ich habe viel Boden aber keinen Humus! Feststellen muß ich es schon immer, Bodenleben ist kaum existierend. Beim Graben sehe ich nur wenige Regenwürmer. Im Sommer überhaupt keine. Mulch bleibt monatelang liegen und verrottet einfach nicht. Wäre ein Bodenleben vorhanden und auch viele  Regenwürmer, wäre sicher das große Ungleichgewicht zwischen den Nährstoffen nicht von so gravierender Auswirkung. 

Das Bodenleben und der Humus haben enorme Pufferfunktion. Sie stellen den Pflanzen gezielt die Nährstoffe bereit,die diese Anfordern. Wenn kein Humus und kein Bodenleben vorhanden ist, bekommen die Pflanzen gerade in so aus dem Ruder gelaufenen Bodenwerten, ihre benötigten Nährstoffe nicht und kümmern, kränkeln und sterben ab (Tomaten letztes Jahr extrem). 

Nun arbeite ich mit Kompost. Alles wird verkompostiert. Der Boden ist immer gemulcht. Gedüngt wird mit Brennesseljauche und, weil schon 2014 empfohlen, mit Hornmehl. Auf einigen Flächen steht auch im Herbst Gründünger. Das sind ja eigentlich alles Maßnahmen zum Erhöhen des Humusgehaltes. 

Wenn ich jetzt im Frühjahr hier, so wie vergangen Woche in den Staudenbeeten, Kompost auftrage verbessere ich, so war bisher meine  Meinung, doch auch den Humusgehalt. Aber gleichzeitig trage ich natürlich Phosphor, Kalium, Magnesium ein. Damit verschlimmere ich weiter die ohnehin zu hohen Werte. 

Ihr seht, ich habe keine Antwort auf die sich stellenden Fragen. Die Ergebnisse und Empfehlungen liegen vor, scheinen aber nicht viel zu nützen. 

Ganz persönlich sehe ich es so, daß der Humusgehalt und das Bodenleben dringendst verbessert, erhöht und angeregt werden müssen. Hier werde ich weiter überlegen was ich tun kann. Ich gehe davon aus, nach allem was ich gerade über humosen Boden und seine Kooperation mit den Pflanzen gelesen habe, dass sich dann viel bessert. 

Das wird etliche weitere Jahre dauern, bis es besser wird. Wenn es denn besser wird. Ich weiß jedenfalls, daß ich bestimmt jetzt 4 oder eher 6 Jahre warten kann, bis ich wieder untersuchen lasse. Die drei Jahre seit der letzten Untersuchung haben nicht wirklich zu einer Veränderung geführt. 

Heute ist Samstag. Der Gartentag in der  Woche schlechthin. Passend zu meinen sich hetzenden Gedanken im Kopf tobt draußen ein sehr starker Sturm, der mich schon hat die Nacht nicht schlafen lassen. Sonne gibt es nicht, dafür immer wieder regen. Heute passiert also nichts im Garten, obwohl so viel zu tun wäre. So habe ich aber ein wenig Zeit mich mit den Ergebnisse, meinen Erfahrungen und  bisherigen Maßnahmen auseinander zu setzen. Mein Wissen werde ich einsetzen und dann einmal schauen, was ich machen kann.