Sonntag, 20. August 2017

Ist der Käfer doch nicht schuld? Und ist auch der Baum krank?

Rambler und Walnußbaum scheinen krank zu sein


Samstag, 19. August 2017. Zwischenstand bei meinen beiden Fragen  und euren Rückmeldungen.


Also die Sämlinge sind noch immer nicht identifiziert. 


Die Seuche beim Rambler auch nicht. Oder doch? Es schien mir möglich, daß dieser Triebbohr-Käfer drinnen ist. Da muß man dann die befallenen Triebe entfernen und vernichten. 

Wie ich mir schon dachte ist, das aber ein nicht zu bewerkstelligendes Unterfangen bei einem Rambler wie dem  Pauls Himalayan Musk in einem Walnußbaum. 

da hab ich ja ganz schön was heraus geschnitten aus dem Rambler (c) by Joachim Wenk
 da hab ich ja ganz schön was heraus geschnitten aus dem Rambler (c) by Joachim Wenk

Ein Zweiggewirr wie bei Dornröschen


Mit dem Handy lassen sich die Schäden, wegen der Entfernung zur Linse auch nicht wirklich gut einfangen. Es sind nicht alle Triebe am Absterben. Nur manche. 

(c) by Joachim Wenk
Rambler im Baum stirbt ab (c) by Joachim Wenk


Dazu gehören auch Triebe mit fast 3cm Durchmesser.  Vollkommen verholzte Rosentriebe. Ineinander verschlungen und verwunden, um die Äste im Baum gewickelt und verzweigt. Von den Stacheln rede ich dabei noch nicht einmal. Wie sollte man hier die Triebe entfernen, um die Larven des Käfers, wenn er denn der Schuldige ist, zu beseitigen?

(c) by Joachim Wenk
 Zweiggewirr im Walnußbaum (c) by Joachim Wenk


Ich habe es versucht. Ich fing oben an, weil ich da sehe, was kaputt ist. Und weil ich dann Stück für Stück gen Stamm schneiden kann. Aber es geht einfach nicht. Reiße ich abgeschnittene Teilstücke nach unten, ziehe ich so viele noch grüne mit herab. Die bekomme ich nie wieder hoch in den Baum. Zudem haben die Triebe und Verzweigungen, die denn nach unten zu reißen wären, viele Meter Länge. Wirklich viele, nicht nur ein oder 2 Meter.

Bei dem ganzen Geschnippel auf wackeliger Leiter, verhederrt in Ramblertriebe und voll Zorn auf einen Käfer, von dem ich gar nicht weiß, ob er schuldig ist, bemerkte ich dann, daß der Baum ansich auch nicht gerade gesund ist. Es ist so viel abgestorbenes Holz. Dichtes Laub sieht auch ganz anders aus und selbst beim Baum werden Blätter gelb.

(c) by Joachim Wenk
kranker Rambler und kranker Baum? (c) by Joachim Wenk

So fängt es bei den Rosenblättern an.

kranke Rosenblätter vom Rambler im Baum (c) by Joachim Wenk
kranke Rosenblätter vom Rambler im Baum (c) by Joachim Wenk


Die anderen Walnußbäume sehen gesünder aus, trotz schwierigem Jahr


Dieses Jahr ist für die Bäume ein schlimmes Jahr. Und das nach zwei Sommern, in denen sie über Monate mit schlappen Blättern in der knallenden Sonne fast verdurstet sind.  Erst der kalte Winter. Dann im April die bittere Kälte, in der alle Blüten und Laub abgefroren sind. Sie standen dann lange kahl, länger als sonst, wo sie ja eigentlich schon grün waren. Dann trieben sie. Leider unheimlich gakelige dünne  und schwächliche Triebe. Meinem anderen Walnußbaum hier sieht man es nicht so an. Der ist grüner in der Krone. 


der andere Walnußbaum ist grüner und dichter belaubt (c) by Joachim Wenk
 der andere Walnußbaum ist grüner und dichter belaubt (c) by Joachim Wenk



Auch der Walnußbaum der Nachbarin sieht grün aus.

(c) by Joachim Wenk
Walnußbaum der Nachbarin, satt grün und dicht grün (c) by Joachim Wenk


Nur eben meiner, in dem die Ramblerrose kränkelt sieht schlecht aus. Ich glaube, daß der Käfer nicht Schuld ist. Zumal ich in keinem der abgeschnittenen Äste habe Larven gesehen. 

die Krone des Walnußbaumes ist auch nicht gesund und satt grün (c) by Joachim Wenk
die Krone des Walnußbaumes ist auch nicht gesund und satt grün (c) by Joachim Wenk


Sicherheitshalber habe ich allen Rosenschnitt von heute sofort verbrannt. Egal was diese Seuche ist, durch die abgeschnittenen Triebe verbreitet sie sich jedenfalls nicht mehr. 

Was für traumhaftes Wetter


Ansonsten aber habe ich das traumhafte Wetter im Garten genossen. 

Traumhaftes Spätsommerwetter im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Traumhaftes Spätsommerwetter im Landgarten (c) by Joachim Wenk


Traumhaftes Spätsommerwetter im Landgarten (c) by Joachim Wenk
Traumhaftes Spätsommerwetter im Landgarten (c) by Joachim Wenk


Gemüse aus dem Garten täglich frisch auf den Tisch

Zumindest ab nachmittag.  Vorher mussten noch Bohnen eingefroren werden genau wie Brokkoli. Mittagessen war zu zu bereiten. Heute gab es  schnelle Tomatenbrote mit Parmesanrührei. 

Tomatenbrot mit Parmesanrührei (c) by Joachim Wenk
Tomatenbrot mit Parmesanrührei (c) by Joachim Wenk


Wenn es nicht gelangt hätte,wären auch noch ein paar Stücke Schüttelpizza von gestern übrig gewesen. 
 Schüttelpizza (c) by Joachim Wenk
 Schüttelpizza (c) by Joachim Wenk


Und weil ich im Gemüserausch bin, alles frisch aus dem Garten, gab es natürlich diese Woche unter anderem auch eine Gemüselasagne.

Gemüselasagne mit frischem Gartengemüse (c) by Joachim Wenk
Gemüselasagne mit frischem Gartengemüse (c) by Joachim Wenk

Diese und weitere Rezepte werden in der Nächsten Rezepte-Neuheiten-Mail noch einmal verlinkt werden. Damit kein Rezept übersehen wird....



Alle Rezepte für Küche und Vorratskammer auf www. achimsgartenzumkochen.de

Freitag, 18. August 2017

Zwei Fragen die ich nicht klären kann und der wunderbare August 2017

Ein wundervoller August im Vergleich zu den vergangen Jahren

Was für ein wundervoller Sommer das dieses Jahr doch ist. Ich kann mich gar nicht satt sehen am Garten und auch am grünen  Rasen. Die letzten Jahre war da zu dieser Jahreszeit schon lange kein Rasen mehr. Nur braunes Heu und stellenweise der blanke Boden, so trocken war es immer. 

Zwei Fragen, bei denen ich Hilfe brauche

Zur Gartenschönheit komme ich gleich noch genauer. Zuerst aber möchte ich zwei Fragen stellen, bei denen ich einfach nicht weiter komme. Vielleicht kann mir ja jemand von euch helfen. 

Frage 1: Was sind das für Pflanzen? 

Sie wachsen überall im Gemüsegarten. Ich habe schon etliche mit dem Unkraut ausgerupft. Sie haben aber so wunderhübsche Blätter und sind so gesunde Pflanzen, daß ich mich das nicht mehr traue, bis ich nicht weiß, was es ist. Wer weiß, vielleicht sind es ja schöne Pflanzen, dich ich noch gebrauchen kann?

Was ist das für eine Pflanze ? (c) by Joachim Wenk
Was ist das für eine Pflanze ? (c) by Joachim Wenk

Was ist das für eine Pflanze ? (c) by Joachim Wenk
Was ist das für eine Pflanze ? (c) by Joachim Wenk


Frage 2 betrifft eine wirklich wunderschöne Pflanze, die aber leider abstirbt? 


Was ist mit meinem Rambler, dem Pauls Himalayan Musk los? Die Triebe haben alle dürres Laub, das sich nicht verfärbt hat, sondern einfach vertrocknet ist. An zu wenig Feuchtigkeit hätte es die vergangen Sommer liegen können, aber nicht dieses Jahr. Ist der kaputt? 

Warum stirbt der Rambler ab? (c) by Joachim Wenk
Warum stirbt der Rambler ab? (c) by Joachim Wenk


Jetzt bin ich mal gespannt, ob mir da jemand mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. 

Bis dahin genieße ich wohl einfach den Rest des Gartens. 

Grüner Rasen 2017 und verbrannter Rasen 2015


Der obere  Garten mit dem Hausbaum von der Haustüre aus gesehen.

Blick in den oberen Garten (c) by Joachim Wenk
Blick in den oberen Garten (c) by Joachim Wenk

So sah das übrigens 2015 im August aus! 

der obere Garten als Wüste 2015 (c) by Joachim Wenk
der obere Garten als Wüste 2015 (c) by Joachim Wenk

Hätte ich damals schon meine Sukkulenten gehabt, die hätten das in vollen Zügen genossen. Aber auch dieser Sommer scheint ihnen zu bekommen. Die Mittagsblume blüht wieder. 

winterharte Sukkulente in der Wanne (c) by Joachim Wenk
winterharte Sukkulente in der Wanne (c) by Joachim Wenk

Das Mäuerchenbeet im Vorgarten. Weil doch irgendwie überall etwas blüht, sieht es nicht so kahl aus, wie ich befürchtete. Mal sehen, was ich an die Stellen pflanze, an denen Stauden kaputt gegangen sind. 

Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk
Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk

Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk
Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk

Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk
Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk

Von der grünen! Rasenseite aus, macht es sich doch auch ganz gut.

Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk
Mäuerchenbeet im Vorgarten  (c) by Joachim Wenk

Wieder ein Bild von 2015.  Der gleiche Rasen, die gleiche Jahreszeit und doch eine vollkommen andere Stimmung. 
Wüste im Vorgarten 2015  (c) by Joachim Wenk
Wüste im Vorgarten 2015  (c) by Joachim Wenk


Stimmung ist ein gutes Stichwort. Mein Lieblingssitzplatz ist und bleibt über all die Jahre die Hollywoodschaukel auf der dieses Jahr erneuerten Terrasse mit Blick in den Garten und im Schatten der alten Haselnüsse. Wenn es dieses Jahr nur nicht so derart viele und giftige Mücken geben würde. Meine Haut sieht aus wie eine Kraterlandschaft vom  Mars.....

Blick von der Terrasse in den Garten (c) by Joachim Wenk
Blick von der Terrasse in den Garten (c) by Joachim Wenk


Und hier  noch ein Bild speziell für die Christine Z. Weil wir kürzlich darüber plauderten. Für die, die das süße Pflanzchen mit den wundervollen aber winzigen Blüten nicht kennen:es heißt Zimbelkraut und sät sich herrlich selbst aus. Überall!

Zimbelkraut (c) by Joachim Wenk
Zimbelkraut (c) by Joachim Wenk

Der August ist auch ein Monat des Erntens


Vom Ziergarten komme ich nun zum Nutzgarten. Hier der Hopfen, dessen Blüten demnächst gepflückt werden. Ein Tinktur aus ihnen ist das beste Mittel für unruhig Nerven und für eine erholsame Nacht. Ich schwöre drauf, seit Jahren. 

die Hopfenblüten können geerntet werden (c) by Joachim Wenk
die Hopfenblüten können geerntet werden (c) by Joachim Wenk


Am Wochenende werden wieder Tomaten eingekocht. Und ich habe ein paar  Rezepte mit ihnen rausgesucht, dich ich demnächst nachkochen und veröffentlichen werde. Bis dahin könnt ihr ja schon mal die leckere Gemüselasagne nachkochen. Das Rezept steht auf meiner Selbstversorger-Rezepteseite achimsgartenzumessen.de und zwar HIER


dieses Jahr ist wieder ein Tomatenjahr (c) by Joachim Wenk
dieses Jahr ist wieder ein Tomatenjahr (c) by Joachim Wenk


Unten am Weihergarten war ich auch wieder. Leider hatte ich eine kurze Hose an und nun brennen die Unterschenkel überall. Dort wo noch keine Mücke hinein gestochen hat, haben mich im Weihergarten Brennesseln unsanft berührt. 

Vom Weg zum Nachbargrundstück, auf dem ich gerade stehe und das Foto mache, sieht man nun wirklich nichts mehr. Überall Kartoffeln und Zierkürbisse. 

üppiges Wuchern im  Weihergarten (c) by Joachim Wenk
üppiges Wuchern im  Weihergarten (c) by Joachim Wenk


Gut, daß es dieses Jahr nicht so trocken ist. An den Brunnen komme ich schon gar nicht mehr heran, ohne Kürbisgewächse zu zertreten. 

die Zierkürbisse nehmen alles in Beschlag (c) by Joachim Wenk
die Zierkürbisse nehmen alles in Beschlag (c) by Joachim Wenk


Genau deswegen habe ich zwei  Zierkürbisse hier her gepflanzt. In weiser Vorraussicht, daß es wieder einmal Herbst wird und ich zu Dekozwecken fürs Geschäft diese wunderbaren Früchte benötige, habe die Kürbisse gesät. Aus Samen von den im vergangenen Jahr gekauften Zierkürbissen. Also Dekorieren kann ich diesen Herbst im Übermaß, pallettenweise Zierkürbisse werden überall verteilt. Die hängen ja voll und voller und alle Formen und Farben. 

die Zierkürbisse  tragen reichlich  (c) by Joachim Wenk
die Zierkürbisse  tragen reichlich  (c) by Joachim Wenk


Auch sehr dekorativ, aber halt essbar.  Der Ufo-Kürbis Patisson. Ich liebe ihn und überlege wirklich, im kommenden Jahr einmal keine Zucchini zu bauen, sondern nur noch dieses Kürbisart. Was ich aus Zucchini koche, kann ich mit ihm auch zubereiten. Nur hat er mehr Konsistenz, mehr Geschmack und ist nicht so schnell so unendlich groß. Schubkarrengroße Zucchini wenn man mal ein paar Tage nicht zum Ernten kommt sind ja normal.

die Patissons - Ufokürbisse-  tragen reichlich  (c) by Joachim Wenk
die Patissons - Ufokürbisse-  tragen reichlich  (c) by Joachim Wenk


Und dann das üppige Laub bis über den Bauch reicht es mir, wenn ich in den ganzen Kürbisarten herum steig. Auf sie drauf steige, weil ich das Gleichgewicht verliere oder einfach keinen Platz zum Treten finde. Und es macht ihnen nichts, sie wachsen einfach ungebremst weiter. Düngen? Ja. Beim Pflanzen eine Hand voll Hornmehl und Kompost. Ein oder zweimal (ich kann es gar nicht mehr genau sagen) Brennesseljauche. Das war's und langt wohl vollkommen aus. Der gesamte Weihergarten ist mit einer mindestens 10 cm dicken Strohschicht gemulcht. 

(c) by Joachim Wenk
die Patissons bilden regelrecht einen Urwald mit ihrem Laub  (c) by Joachim Wenk

So ungebremst wachsen die Patissons, daß sie sogar meine stark wachsende Buschbohne, die wirklich ganz schön weit weg von ihnen gesät wurde, erdrückt haben. Ein Meter ist mindestens zwischen ihnen. Gewesen. Immerhin eine erste Ernte Bohnen konnte ich doch heute einholen.

Ernte im Weihergarten (c) by Joachim Wenk
Ernte im Weihergarten (c) by Joachim Wenk

Draußen an den Karpfenweihern


Nach all dem Garten ging es dann am Abend noch raus zu den Weihern. Die Karpfen mußte gefüttert werden. Und da sah ich noch jemand anderen Futtern. Unmenge der interessanten schwarzen Raupen machen sich über die Brennesselplantagen am Bach unten her. 


Raupen machen sich über die Brennesseln her (c) by Joachim Wenk
Raupen machen sich über die Brennesseln her (c) by Joachim Wenk

Raupen machen sich über die Brennesseln her (c) by Joachim Wenk
Raupen machen sich über die Brennesseln her (c) by Joachim Wenk


Fränkische Landschaft mit Karpfenteich in der  Abendsonne. Wie herrlich und ruhig es hier draußen ist. Wären da nicht... na was wohl? Erst recht  genau hier? Ja, die Stechmücken wieder.

Sommerabend am Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Sommerabend am Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk



Sommerabend am Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk
Sommerabend am Karpfenweiher (c) by Joachim Wenk

Und wen haben wir denn hier. Den Mann mit Kreuzschmerzen! Welcher von beiden? Im Moment tatsächlich beide! Aber nur einer (der im Oktober 13 Jahre alt wird) hat heute eine ganz neue Rampe zum leichteren Einsteigen in das Auto oder den Transporter  bekommen. Der andere ist noch zu jung dazu, der muss normal einsteigen.

die neue Komfort-Einsteigehilfe für alternde Männer (c) by Joachim Wenk
die neue Komfort-Einsteigehilfe für alternde Männer (c) by Joachim Wenk













Samstag, 12. August 2017

Die Schönheit des Gartens bei regnerischen Wetter

Bloggen über den Garten in herbstlicher Stimmung


Es ist Samstag Abend. Ich sitze hier an meinem geliebten Blogger-Arbeitsplatz im ersten Stock am Fenster zum Garten. Es ist schon stockduster draußen. Es wird schon bald  Nacht. Am Fensterbrett zwischen den Orchideen brennt das kleine Lämpchen und wirft einen warmen Lichtschein auf meinen Laptop.

In wenigen Monaten werde ich wieder fast nur bei dieser ruhigen Stimmung hier sitzen und schreiben. Dann wird Winter sein. Allerdings – und da bin ich wirklich froh, daß es noch nicht so weit ist -  herrschen dann draußen noch mal andere Wetterbedingungen als im Moment. Und es wird nichts mehr grünen und blühen.

Zu der ganz vorsichtig in mir aufsteigenden Winterstimmung passen dann auch ein wenig die Fotos, die ich soeben für meinen Beitrag ausgesucht habe. Wie überschreibe ich den Text heute? Mir fällt immer als Stichwort „Auguststimmung im Landgarten“ ein. Dann allerdings wären sicher ein paar Leser enttäuscht, wenn sie die Bilder sehen. August stellt man sich eben anders vor. Die  Fotos passen dann  unter eine Überschrift mit dem Thema Stimmungsbilder im Oktober.

Nachdem es zwei Tage komplett durch-genieselt hat, die Temperaturen nur knapp in den zweistelligen Bereich klettern und Nachts immer darunter  bleiben, sieht der Garten ganz anders aus, als noch vor wenigen Tagen. Weil auch den ganzen Tag nicht ein Sonnenstrahl den Boden erreicht, gibt das eine ganz besondere, sehr ruhige Stimmung.

Ich habe versucht diese  besondere August-Stimmung in Fotos einzufangen. So wie ich den Garten heute gesehen habe. Und ich habe ihn, so wie er war, wirklich genossen. Schön war es. Die Arbeiten, die Ruhe, die Farben und die erdigen Gerüche oder die Frische Luft.


Also wenn das keine Herbststimmung ist. 

Herbststimmung (c) by Joachim Wenk
Herbststimmung (c) by Joachim Wenk

Impressionen vom Landgarten nach dem Regen


Mein Mäuerchenbeet im Vorgarten. Ich freue mich über alles was blüht. Klar gibt es Lücken, da ja nicht alle Stauden überlebt haben im Winter. Ich hätte Einjährige sähen können. Das war aber noch nie mein Ding. Ich hätte im Gartencenter blühende Stauden kaufen können und einsetzen. Also das wird ja nie mein Ding werden. Diese blühenden Besen hätten in meinem Beet den gleichen Charme, wie ein buntes Ufo, das des nächtens darin gelandet ist. Ein Fremdkörper eben. 

Nein, ich will keine "dekorierten" Beete mit fertigen Blumen oder Stauden. Diese Beete und Stauden haben ohnehin kein langes Leben und müssen damit ständig neu bepflanzt und auch nachgepflanzt werden. 

Ja, ich habe schon ein paar Mal, wenn sie mir ganz besonders gefiel oder ich genau so eine brauchte, eine blühende Staude ins Beet gesetzt. Den Sonnenhut hier im Bild oder in einem anderen Beet eine Herbstanemone. Oder im Frühjahr, nach meinem Geburtstag eine blühende als Geschenk mitgebrachte Staude. Aber sie sehen erst einmal fremd aus. Und so richtig gefallen, also dass ich sie bewundere, tun mir die Stauden ohnehin dann erst im folgenden Jahr. Wenn der Wuchs natürlich und nicht reisigbesenartig nach oben gerichtet ist. Wenn sie im Beet lebt und nicht nur einfach hinein gestellt wurde. Und wenn sie eben tatsächlich wieder kommt und damit zeigt, daß es ihr hier gefällt. 

Dann gehört sie zu meinem Garten und das nenne ich gärtnern. Langfristig, nachhaltig, vorausschauend, planend, Überraschungen annehmend (Stichwort Selbstaussäher) und über die Jahreszeiten umsorgend, in guten und in schlechte Zeiten. So ist mein Verhalten als Hobby-Gärtner, mein Selbstverständnis als solcher. 

Und so sieht es dann in meinem Staudenbeet gerade aus. 

Staudenbeet im August nach dem Regen (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im August nach dem Regen (c) by Joachim Wenk

Hier im Bild zu sehen die Schönhütchen von der Fiona, die sie mir vergangenen Sommer als Ableger aus ihrem Garten zusandte. Erst dachte ich, sie ist eine der Stauden, die den Winter nicht überlebten. Traurig war ich, weil ich sie doch so sehnsüchtig erwartete die an den Sonnenhut erinnernden Blüten. Blüten die aber nicht seine steil aufrechte Haltung mitbringen. Eher tänzelnd über dem Beet, vom Wind mal hier und mal dorthin gezwängt. So stellte ich mir das durch die Beschreibung bei der Fiona vor.

Aber sie kamen nicht im Frühjahr. Und dann eines Tages entdeckte ich sie doch. Die Freude war groß. Jetzt, wo  sie blühen ist die Freude so richtig in mir empor gekommen. Ja sie tänzeln im Wind. Leider aber haben sie keine Nachbarn, an die sie sich anlehnen können. Die sind nicht wieder gekommen nach dem Winter. Und weil die dünnen Stiele sonst ganz am Boden liegen, habe ich sie doch ein wenig angebunden. Aber sie sind da, sie sind doch noch gekommen. Juchhu.

Staudenbeet im August mit gelben Schönhütchen (c) by Joachim Wenk
Staudenbeet im August mit gelben Schönhütchen (c) by Joachim Wenk

In einem anderen Beet erblühen die ersten Herbstchrysanthmen. 

Herbstchrysantheme (c) by Joachim Wenk
Herbstchrysantheme (c) by Joachim Wenk

Herbstastern und gelbe Schafgarbe. Wenn das nicht Herbststimmung wachruft. Aber nett, wie sie durch den Zaun lugen und das Geschehen unten auf der Dorfstraße beobachten. Sicher kommentieren sie es auch,  ähnlich den beiden Senioren in der Loge bei der Muppet-Show. Ob sie auch so  zynisch kommentieren?

Zaungäste: Herbstaster und gelbe Schafgarbe (c) by Joachim Wenk
Zaungäste: Herbstaster und gelbe Schafgarbe (c) by Joachim Wenk


Seit so vielen Monaten eine Freude neben der Haustüre. Langsam aber wird die Schale zu klein. Soll ich einzelne abzupfen und eintopfen? Soll ich es noch über den Winter so lassen? Ich bin mir nicht sicher. Aber eine sehr schöne Sammlung, die ich da im Herbst letzten Jahres als solche erstanden habe. Tolle Farben, wie ich meine. 

Dachwurz in Tonschale  (c) by Joachim Wenk
Dachwurz in Tonschale  (c) by Joachim Wenk

Herbstliche Gemüse im Garten und der Küche


Tolle Farben auch im Gemüsegarten beim Baumspinat. Ich liebe ihn. Im Garten und am Salatteller. 

Baumspinat Magenta Spreen (c) by Joachim Wenk
Baumspinat Magenta Spreen (c) by Joachim Wenk

Tolle Blume, grün in grün. Aber hier kommt es schließlich nicht auf die Farbe an, sondern auf den Geschmack. Der Brokkoli wird erntereif.

Brokkoli (c) by Joachim Wenk
Brokkoli (c) by Joachim Wenk

Und was soll das hier? Was macht eine blühende Staude im Gemüsebeet? Das ist eine Marshmallow-Pflanze und darf damit im Gemüsegarten, in dem  ja Essbares angebaut wird, stehen. Ja tatsächlich aus den Wurzeln des echten Eibisch (so heißt er wirklich) wurden damals die Marshmallows gemacht.

Aber ich habe ihn nicht wegen der Wurzeln im Gemüsebeet. Wie könnte es anders sein, er hat sich da selbst hin gesetzt. Seine Mutter steht vor dem Gemüsegarten im Staudenbeet. Diese hübsche kleine Ausgabe werde ich im Herbst ausgraben und in ein Staudenbeet pflanzen. Die Mutter ist etwa 180-200 cm hoch und sehr wüchsig. Sie blüht seit vielen Jahren im Beet und sät sich immer bereitwillig selbst aus. Meine Stockrosen, mit denen er ja verwandt ist, kamen dieses Jahr nicht in die Gänge, der Eibisch aber blüht wie in jedem Jahr und wächst wie in jedem Jahr.

echter Eibisch (c) by Joachim Wenk
echter Eibisch (c) by Joachim Wenk


Lange war ich guter Dinge, nun ist es wieder so weit. Jedes Jahr das Gleiche. Immer wenn meine Gurken anfangen zu tragen kommt diese Seuche und sie sind in Kürze tot. Ich möchte einmal den Sommer über Gurken ernten können. Was kann man dagegen tun? Ich weiß es nicht. 

kranke Gurken (c) by Joachim Wenk
kranke Gurken (c) by Joachim Wenk

Der Neuseeländer Spinat ist gesund und wüchsig wie immer. Er kam heute in einen leckeren Sommer-Gemüse-Strudel, dessen Rezept ich, neben anderen, wieder bei www.achimsgartenzumessen.de beschrieben habe. 

neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk
neuseeländer Spinat (c) by Joachim Wenk


Noch eine Weile im Beet benötigt der Toskanische Grünkohl und die Rote Beete. Aber auch hier sieht es schon richtig herbstlich aus, finde ich. 

Federkohl "Nero di Toscana" und rote Beete (c) by Joachim Wenk
Federkohl "Nero di Toscana" und rote Beete (c) by Joachim Wenk

Noch viel länger im Beet wird er hier stehen. Mein geliebter "fränkischer Wasabi", der gewöhnliche Meerrettich eben.
Meerrettich (c) by Joachim Wenk
Meerrettich (c) by Joachim Wenk


Die Glockenpaprika schmückt sich mit, noch grünen, Glöckchen. Und wer sich über die eigenartige Blüte für eine Paprika wundert, sollte einmal genau hinsehen. Ja tatsächlich, das ist eine Gurkenblüte. Die Gurke kommt eben weit rum bei mir im Gewächshaus. Nur am Boden ist es ihr wohl zu langweilig. 

Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk
Glockenpaprika (c) by Joachim Wenk


Heute gepflanzt. Die Beilage für die kommende Karpfensaison. Endiviensalat. 

Endivien (c) by Joachim Wenk
frisch gepflanzter Endivien (c) by Joachim Wenk

 Himbeerernte mit der Leiter?


Und auch diese Arbeit habe ich heut endlich erledigt. Meine Sommerhimbeeren habe ich ausgeschnittten. Alle abgetragenen Ruten müssen entsorgt werden, daß die neuen genug Licht und Luft bekommen. Ich habe vor kurzem bereits über sie geschrieben und meiner Ratlosigkeit Ausdruck verliehen. Die Triebe sind wirklich ellenlang. Wenn die nächstes Jahr Blüten treiben haben sie wieder keinen Halt und knicken. Wenn sie nicht schon im Winter oder den Herbststürmen über dem Gerüst abgenickt werden. Abschneiden ist nicht gut, weil dann die Ernte verloren geht.

Nun hatte mir die Christine gesagt, daß man sie einfach lassen solle und oben noch einmal anbinden, an einer weiteren Querstange.

Die Stange konnte ich nicht anbringen, aber ich habe senkrechte Stecken am Zaun fixiert, quer eine Schnur gespannt und sie daran angebunden. Jetzt können sie ohne Gefahr zu laufen geknickt zu werden, bis zum nächsten Frühsommer so bleiben. Einen Nachteil hat das ganze dann aber doch. Wie ernte ich? Da brauche ich ja eine Leiter zum Himbeeren ernten. Das wird ja lustig werden....


(c) by Joachim Wenk
Himbeeren mit erweitertem Gerüst (c) by Joachim Wenk

(c) by Joachim Wenk
Himbeeren mit erweitertem Gerüst (c) by Joachim Wenk