Samstag, 17. Februar 2018

Wenn der Winter draußen tobt ist es am Blog-Arbeitsplatz drinnen umso schöner.

Lichtmeß, Karneval und Valentin haben wir hinter uns. Und noch immer herrscht Ruhe im Garten und in mir. An Lichtmeß hatten wir rund um die Uhr den tollsten Sonnenschein und blauen Himmel. Davor wochenlang nicht und danach auch kaum noch. Das bedeutet, der Winter bleibt noch mindestens 6 Wochen. Ich ärgerte mich. Nun aber  macht mir das gar nichts mehr aus. Scheinbar hat meine innere Uhr das auch abgespeichert oder selbst erkannt. Im Garten ist noch Pause. Seit Tagen haben wir mit ganz wenigen Ausnahmen beinahe Dauerfrost. Dorfweiher und Karpfenweiher sind zugefroren. Darauf laufen ist nicht zu empfehlen. Aber es ist kein offenes Wasser mehr zu sehen. 

Laut Wetter-App kommt es jetzt noch richtig zapfig kalt. Jede Nacht mindestens 7 Grad unter Null oft noch kälter. Tags dann klettern die Temperaturen nur manchmal über die 0 Grad. Das geht so bis Ende des Monats. 

Da bin ich froh, daß ich die Seerose aus dem Becken geholt habe. Das wäre mittlerweile dick gefroren. Neues Vogelfutter habe ich auch besorgt. Der Winter kann also wieder kommen. Ich habe bis jetzt schon 200 Meisenknödel und 100 kg Streufutter ausgebracht. Da der Winter nun wohl noch bis mindestens Mitte März (Lichtmeß-Regel) bleibt sollen die armen Kleinen draußen auch nicht hungern. Ach ja und vergesst nicht, was ich dieses Jahr zum ersten mal machte: Wasser anbieten! Die sind so happy darüber und trinken wie verrückt. In Scharen hocken sie nicht nur um Futterhäuschen, sondern auch im Kreis um die Schale mit Wasser. Jeden früh taue ich den Eisklumpen auf und gebe wieder flüssiges Wasser rein. Wenn ich daheim bin, mache ich auch nachmittag noch mal die Eisschicht weg und fülle Wasser auf. 

Heute morgen vor dem Einkaufen habe ich einmal ein paar tagesaktuelle Eindrücke aus dem Garten festgehalten. 

Die Helleborus, also Christ- oder Lenzrose, ist unermüdlich. Immer neue Blüten erblühen.  Auch bei Eis und Schnee. 




Neu sind die gelben Knospen der Krokusse. Bislang wusste ich nur, dass das Grün getrieben hat. Heute sah ich zum ersten mal das Gelb in den Krokusbüscheln. 




Ja und das finde ich selbst nicht schön. Immer im Winter dieses trostlose Chaos und Dreck und Abgestorbenes überall im Garten. Das Laub hier auf der Wiese wird von Schneeglöckchen durchbrochen. Im Herbst kehre ich es immer noch hin und wieder weg. Da sind aber laufend (!) Stürme und kaum habe ich es weg, bläst der Wind es wieder her. 

Hier am Haus und Hang ist eine Stelle, an der sich immer Laub sammelt. Jetzt liegt es eben. Die Schneeglöckchen schmücken es und irgendwann kehre ich es wieder vorsichtig weg. Der Rasen darunter hat sich noch immer davon erholt. 

Ich weiß nur nicht, wie in den anderen Gartenblogs in den Bildern die Schneeglöckchen und Winterlinge immer in so aufgeräumten und sauberen Beeten stehen können. Was mache ich falsch? Naja ist wohl auch so eine Persönlichkeitssache. Ich schneide im Herbst nicht alles bodeneben ab, damit kleine Tiere Unterschlupf finden. Laub kommt sowieso in die Beete oder fällt von den Stauden und Sträuchern darin ab. Es bleibt liegen, schützt den Boden und nährt das Bodenleben. Wenn man so gärtnert, sieht es im Winter bis Frühjahr eben unaufgeräumt aus. Zudem habe ich im Winter absolut keine Lust, etwas im Garten weg zu schneiden oder auf zu räumen. Das kommt noch früh genug. 



Im Vorgarten sind die Narzissen im Anmarsch. Bald ist die Wiese wieder gelb. Ich bin gespannt auf die vielen Wildtulpen, die ich im Herbst hier vergraben habe. Die gezüchteten Tulpen wurden von Jahr zu Jahr weniger, während die Narzissen sich vermehrten. Wildtulpen sollen ja diese Eigenschaft, wie die Narzissen und entgegen der Zucht-Verwandten, ebenfalls haben. 



Zum Teil liegt noch Schnee in den Staudenbeeten. Er hält die Waldhyazinthen aber nicht auf zu treiben. Sie sind immer die allerersten im Jahr. 



Also solche trostlosen Bilder findet man doch gern mal in Krimiserien, in Psychofilmen mit depressiven Menschen, in Dokumentationen über den Tod oder oder oder. In Wirklichkeit ist es aber mein bunter Landgarten. Also irgendwann jedenfalls mal wieder...




Vom Einkaufen zurück setze ich mich noch einmal kurz an den Computer und beantworte Kommentare in meinem Blog.  

Wie schön ist es doch, hier drin im Warmen, an meinem Blog-Arbeitsplatz. Die Orchideen wuchern und blühen wie jedes Jahr. Und ich blicke über meinen trostlosen Wintergarten. 



Mit diesem Arbeitsplatz ist der Treppenabsatz zum ersten Stock optimal genutzt und mein ganz privater Ort. Wie sieht eigentlich euer Blog-Arbeitsplatz aus? Zeigt doch mal, wo ihr beim Schreiben sitzt. 




Nur kurz kann ich verweilen, dann muss ich mich ums Essen kümmern. Also wieder raus in den Garten. Seht mal, hier das Fenster über dem Dach vom Vorbau. Genau dahinter ist mein Blog-Arbeitsplatz. Und wem die Fantaflasche am Grillrost auffällt oder wen sie stört: Die steht nicht seit der letzten Grillparty da, in der transportiere ich das warme Wasser zur Wasserschale für die Vögel. Damit ich fotografieren kann, habe ich sie (dummerweise) genau dort abgestellt. 



Ach so ja. Hat sich jemand gewundert, warum ich zum Essen zubereiten in den Garten muss? Jetzt zu dieser Jahreszeit? Im Gewächshaus steht noch der vorletzte Kopf Endiviensalat. Der soll geerntet werden. Mein Kopfsalat wächst derweil zur  Erntereife heran. Da gibt es keine Lücke in der Salatversorgung dieses Jahr. 



Heute Mittag war wieder einmal ein Rundumschlag in Sachen "Selbermachen" und "Selbstversorger". Es gab selbst gemachte Spätzle mit Pesto-Frischkäsesauce. Das Pesto stammt noch vom Basilikum im Gewächshaus bei den Tomaten. Gewürzt wurde mit selbst gemixtem Mühlensalz aus Gewürzen vom Garten. Wer neugierig geworden ist kann bei achimsgartenzumessen.de die Rezepte finden. Und wer keine Lust zum Suchen hat, sollte HIER  mal nachschauen.

Mit dem Salat geht es zurück ins Haus. Wie verändert ist doch der Garten in der kurzen Zeit. Sofort hole ich wieder das Handy und fotografiere die gleichen Szenen wie heute morgen vor dem Einkaufen. 

Hier sieht man die blühende Helleborus. 




Die Krokussse mit den gelben Knospen.



Die Schneeglöckchen über dem unordentlichen Laub. Wie schön, das Laub ist "verschwunden" und schon sieht auch mein Garten aufgeräumt aus. 



Beinahe verschwunden sind auch die Narzissen. 




Dass der große Korkenzieherhaselnuß unterm Schnee verschwindet, wird bei uns nicht vorkommen. Aber mit Schnee auf den verdrehten Ästen sieht er so malerisch aus. 



Der Blick vom Brunnen zum Tor. Schnell kommen hier nach dem Schneekehren sommerliche Erinnerungen. 



Vor meinem geistigen Auge sehe folgendes Bild....



Ne, das dauert noch. Jetzt erst mal zurück ins Haus. Da sehe ich dann am Nachmittag, und mittlerweile wieder an meinem Blog-Arbeitsplatz, mit einem sehr realen Auge genau dieses hier: 



Ein schönes Winter-Wochenende wünsche ich all meinen LeserInnen, viele Grüße Achim











Montag, 12. Februar 2018

Langsam beginnt das Gartenjahr 2018

Hallo zusammen. Da bin ich wieder und,  keine Angst, diesmal gibt es einen einfacheren und kürzeren Artikel. Der vorherige, doch wahnsinnig umfangreiche, Artikel hat ja aber trotzdem vielen sehr gut gefallen. Darüber war ich wirklich froh, hatte ich doch befürchtet, meine treuen Leserinnen und Leser mit dem Umfang an Text und der Vielzahl an Fotos zu erschrecken. Manchmal muss es denn aber eben einfach mehr sein. 

So, was gibt es also heute zu berichten? 

Mein Gartenjahr 2018 hat jetzt endgültig begonnen. Ich weiß gar nicht warum, aber ich habe tatsächlich noch nicht einmal die rechte Lust anzufangen. Nicht dieses innerliche Getriebensein, endlich wieder etwas zu pflanzen, zu sähen oder sonst wie groß zu ziehen. 

Aber es muß sein, die Paprika und Chili müssen in die Erde, sonst klappt das mit der Ernte im Sommer nicht. Sonntag ist ein guter Tag dafür gewesen. Zumindest, wenn man sich ein wenig nach dem Mond orientiert. Und weil ich keine sonderliche Lust habe, bereitete ich bereits am Samstag die Saatplatte, Gewächshäuschen und Heizmatte vor. Geteilte Arbeit erscheint meist leichter....

Sonntag dann konnte gesät werden. Und ich kann es selbst noch nicht glauben, aber ich verschob es immer wieder und wieder, bis ich am späten Nachmittag mich aufraffte und endlich die paar Samen in die Erde drückte. Also so eine fehlende Lust zu derlei Betätigung kenne ich ja von mir überhaupt nicht. Wie wird dann wohl dieses Jahr werden, wenn es schon so beginnt? 


Jedenfalls sind nun die Paprika gesät. Liebesapfel ist ein Muß. Dann noch Yolo Wonder, Summerdreams und  ganz neu,  im ersten Test, die Sorte Ferenc Tender. 

Wildchilli und die  Naschzipfel-Peperoni von der Christine sind ebenfalls dabei. 






Die "Fußbodenheizung" ist an, das Thermostat hält 24 °C im Boden und das Gewächshaus im Heizungskeller ist wieder geschlossen. Jetzt kann ich mich zurück legen und auf die nötige Gartenlust warten. 

Schon vor einiger Zeit säte ich  Sommerlauch (ganz rechts in der Schale). Kürzlich Salat, der aber nicht keimen mag und Gemüsezwiebeln ( in der linken Schale) .


Im gelben Übertopf habe ich eine Zwiebel vom letzten Sommer eingepflanzt. Sie hat im Lager bereits angefangen zu treiben. Jetzt hoffe ich, dass sie noch weiter treibt und mir so beizeiten frisches Zwiebelgrün zum Beispiel aufs Butterbrot beschert.

Die zwei Pflänzchen mit den großen Blättern sind Yacon-Pflanzen, von der Anna. Die fiedrigen Blätter gehören einem Jasmin für's Zimmer. Immer um Weihnachten blüht er weiß und duftet so herrlich. Die alte Pflanze war aber nichts mehr. Kein Wachstum, Schild- und Schmierläuse, keine Blüten. Weder Umtopfen noch Läusemittel haben etwas gebracht. Dann habe ich sie entsorgen müssen. Einen Ableger hatte ich mir aber vorher gemacht. Der wächst bereits kräftig und so habe ich dann kommendes Weihnachten vielleicht wieder duftenden Jasmin im Haus. 


Bleiben wir doch noch kurz bei den Zimmerpflanzen. 

Vielleicht erinnern sich manche an den Bericht: Kann man Amaryllis durch Samen vermehren?

Im Sommer 2016 hatte ich Samen meiner Amaryllis geerntet. Sie wurden ausgesät, keimten zahlreich und schoben winzige  Amaryllisblättchen aus dem Erdreich. Seither also ziehe ich diese Winzlinge durch die Jahreszeiten. Im Herbst ließ ich sie, wie die großen Exemplare auch, einziehen und eintrocknen. 

Jetzt wird es Zeit, dass sie wieder in die Erde kommen. Die kleinen vom Sommer 2016 waren zuerst dran. Sind die groß geworden! Und jede hat eine wunderbare Zwiebel gebildet und die typischen kräftigen Wurzeln. 
Bildunterschrift hinzufügen

So, dann bin ich mal gespannt, wann diese Winzlinge ihre erste, sicher auch ganz winzig kleine, Blüte bekommen. 




Für die großen Zwiebeln in zwei weiteren Schalen verließ mich dann schon wieder die Gartenlust. Aber auch gleichzeitig verschwand das Sonnenlicht, weil es da schon spät am Nachmittag war. Diese bröseligen Erdarbeiten erledige ich aber gern im Freien auf der Wiese, da muß ich hinterher nicht zusammen kehren. Also sind die restlichen dann  die Tage an der Reihe. Wenn wieder die Sonne scheint und ich wieder Lust bekomme, etwas im Garten zu machen. 






Und wenn ich auch keine gesteigerte Lust verspür, im Garten etwas zu Arbeiten, so bin ich doch auf der Suche nach schönen Dingen und Szenen im Garten. Erfreuen würde ich mich ja schon gerne, nur eben nicht Arbeiten. 

Im Moment ist aber wohl wirklich die Vielzahl der Hauswurze im Garten das einzig Erfreuliche. Sonst tut sich wirklich noch nicht viel.  Die Narzissen und Krokusse schieben gewaltig. Aber das sind eben auch nur grüne Blattstreifen in der grünen Wiese. Deutlich bunter und abwechslungsreicher zeigen sich meine Töpfchen und Behälter mit Sempervivum bepflanzt. Bis vor gar nicht all zu langer Zeit war mir deren Vielfalt nicht einmal bewusst. Und jetzt bereiten sie mir zu jeder Jahreszeit so viel Freude. 

Also dann, schmökert ein wenig in meiner Hauswurz-Sammlung :




















Und schaut demnächst doch wieder einmal hier vorbei. Ob Lust oder nicht, bald wird hier wieder mehr  übers Gärtnern zu berichten sein. Bis dahin verkrieche ich mich noch ein wenig zur Winterruhe. Hier vor dem Ofen ist mein liebster Winterplatz. Den verlasse ich jetzt so schnell nicht wieder.



Sonntag, 4. Februar 2018

Mein Garten wird 53. Zeit für einen Vergleich von damals und heute.

Schade, daß gerade Winter ist. Ich kann so fürchterlich wenig vom Garten hier berichten. 

Gut, daß gerade Winter ist. So habe ich Zeit, meinen zufälligen Dachbodenfund auf zu arbeiten. Ein Ordner mit alten Fotos! Da springt auf alle Fälle wieder ein spannender Blogbeitrag heraus. Das war mir gleich klar. Aber das wird noch ne ganz schön fisselige Arbeit, bis dahin. 

Nun ist es so weit und die schlimmste Arbeit ist erledigt. Fotos wurden per App gescannt. Dann kam das Aussortieren und Überlegen. Welche Fotos zeige ich und vor allem zu welchen Fotos kann ich ein aktuelles Pendant finden? 

Und schließlich kam das große Suchen. Genau diese passenden Gegenstücke mußten aufgetrieben werden. 2017 habe ich etwa 8000 Fotos gemacht, das Jahr davor waren es immerhin fast 6000. Noch weiter wollte ich, wenn möglich, nicht zurückgehen. Es sollten so aktuelle Fotos wie möglich als Gegenpart  den historischen Fotos  zur Seite gestellt werden. 

Und nun lehnt euch zurück und begleitet mich durch eine Zeitreise von 1965 bis 2018.

1965 war es so weit. Die Erdarbeiten für das Haus, jetzt unser Haus, begannen. Gut, daß die damaligen Erbauer Volkers Großeltern waren. So wissen wir viel über das Grundstück und den Garten. Leider nicht alles, aber diese Fotos sind für uns natürlich eine Fundgrube. 






Seht ihr im Hintergrund das Häuschen?  Das hat der Bauherr neu gebaut. Das Material dafür bestand aus den Baustoffen der abgerissenen Scheune, die just an dem Platz stand, an dem heute unser Haus steht. Es war die Bau-Scheune und steht heute noch! Ein paar Fotos weiter unten auf dem fotografierten Gemälde erkennt man die ursprüngliche Scheune.




Schnell war die Erde beiseite geschoben, die Bodenplatte betoniert und der Aufbau wurde begonnen. Links im Bild ist das kleine alte Wohnhaus (siehe wieder Gemälde weiter unten) zu erkennen. 




Viele Hände halfen mit. 




Bis man sich es versieht, ist schon das Erdgeschoss an der Reihe. 




Und direkt danach kann das Obergeschoss begonnen werden. 



Viel Arbeit. Aber wenn ich mir das Foto hier so ansehe, könnte ich mir glatt mal überlegen, auch auf dem Bau mit zu helfen. An Bier scheint es jedenfalls nicht gemangelt zu haben....



Gleich darauf  helfen wieder alles zusammen. Was für eine Rackerei. Ich glaube, ich überlege mir das dann doch noch mal mit der Mithilfe am Bau. 





Jetzt wird aufgerichtet. Der Mann mit dem Gebälk steht doch glatt in meinem Schlafzimmerfenster. 




Richtfest. 





So sehe ich unser Haus, wenn ich nach der Arbeit heim komme und das Gartentor aufmache...




Das Haus wurde also fertig, wurde verputzt und bezogen. Gebaut für eine alte Frau, eine weitere alte alleinstehende Frau und eine junge Familie mit (schließlich) zwei Kindern. 





Die alte Frau im Untergeschoß starb irgendwann einmal und die andere alte Frau zog nie ein. So war das Haus dann schließlich alleiniges Heim für die Großeltern von Volker und deren Kinder. Eben der Mutter von Volker. Dann erlebte das Haus noch die Enkel und Urenkel die einige Jahre dort zu  Besuch ein und ausgingen.




Die beiden Erbauer mit Besuch vor dem neuen Haus. 





Und früher war es genau wie heute noch immer. Erst wird das  Haus gebaut, dann eingerichtet, eingezogen und bewohnt. Irgendwann erst wird der Garten angelegt. Hier finden gerade die Erdarbeiten im jetzigen Vorgarten statt. Schließlich soll hier auch noch ein Zaun das Grundstück begrenzen. 




Und auch das alte Bauernhaus der Vorbesitzer, was ja mitten im Vorgarten steht, muß abgerissen werden. Die Sandsteine, mit denen die diversen Mäuerchen im Garten für Beetabgrenzung und Terrassierungen gemauert sind, stammen von diesem Gebäude. 




Vor ein paar Jahren habe ich schon einmal über die Geschichte des Grundstückes berichtet. Anlass war damals dieses Gemälde, das Volker zum Geburtstag bekam. Bei Interesse könnt ihr HIER von den Hintergründen lesen. 


So sah das Ensemble aus, als es der Großvater erwarb. Vorne das  Bauernhaus und dahinter die Scheune. Und genau dort steht jetzt das Wohnhaus.



Apropos Wohnhaus. Wie schon erwähnt, es wurde auch einmal fertig. Hier im Bild sieht man den Eingang, oben im Erdgeschoß. 

Und genau hier setzt nun meine ganz persönliche Gegenüberstellung ein. Was hat sich doch so alles verändert. Gebaut wurde das Haus ohne Vorbau. 





Den Vorbau, den wir nicht missen möchten, mauerte der Großvater erst später. Die im Bild zu erkennende Haustür  mit Fliesenmosaikumrahmung und Stufe davor haben wir heute noch. Allerdings ist es die Tür, die innen im Vorbau ins Haus führt. Die eigentliche Haustür sehen wir heute in der Tür zum Vorbau. 

So sah dann die Eingangsfront 1979 aus. 




Oh ja und da stand ein riesiger Baum mitten im Garten. Von dem habe ich erst sehr lange nach unserem Einzug ins Haus erfahren. Ich selbst habe ihn nie erleben dürfen. Er stand schon da, als das Haus gebaut wurde. Eine uralte Birne war das. Aus den Erzählungen weiß ich, daß die zum Schluß nur noch die unzähligen kleinen und harten Birnchen trug. Die sind im Herbst in die Wiese gefallen und haben Heerscharen von Wespen angelockt. So die negativen Erzählungen zu dem Baum. Was aber aus den Birnen gemacht wurde, finde ich doch wieder positiver. Ein Obstler, den ich dann doch noch kennen lernen durfte. Es gab tatsächlich noch immer ein paar Flaschen davon. Und gut war der! 

Jedenfalls gehörte der Baum zum Garten. Auch hier etliche Jahre später ist er noch zu sehen. 




Und hier nun mein Bild. 2017 im Sommer. Gleiche Ansicht anderer Baum. Und auch der grüne Hüttenzauber ist hier anders als oben in den ganz alten Fotos. Im Bild kann man - ich komme gleich noch drauf - eine Pergola über einem Sitzplatz erkennen. Angelehnt an den braunen Schuppen. Im Laufe der Jahre wurde dann der offene Sitzplatz immer weiter geschlossen, bis ein Partyraum im Garten entstand. Der wurde dann ja von uns vor ein paar Jahren komplett erneuert und grün gestrichen. Den rustikalen Raum nennen wir immer "Hüttenzauber".




Hier ist der Ursprung vom Hüttenzauber zu erkennen. Einst eine Pergola über der Terrasse. Ein Ort zum geselligen Zusammenkommen. 





Und der Unterstellplatz für den Wohnwagen. Links im Bild erkennt man ein winziges Fachwerkhäuschen. Selbst das  existierte noch, als wir das Haus 2011 übernahmen. Das war das Kinderspielhäuschen. Bis zum Schluß in Gebrauch. 





Jetzt steht anstelle des Kinderspielhäuschens  unser gardenigloo, die Überdachung für den Whirlpool. Neu ist die Terrasse gemacht und der Hüttenzauber. Selbst die Fenster vom Vorbau sind mittlerweile ausgetauscht. Viel hat sich hier all den Jahren getan. Ein paar Bilder zum Hüttenzauber-Umbau habe ich auch früher schon einmal zusammengefasst. 






Noch einmal möchte ich auf den alten Birnbaum zu sprechen kommen. Wo ist er hin? Was steht jetzt für ein Baum in der Wiese? 

Ach ja und nochmal das braune Gebäude hinter dem Birnbaum. Das ist übrigens auch heute noch immer unsere Werkstatt. Im allerersten Foto erwähnte ich bereits das Häuschen, die Bauhütte, erstellt aus den Abrißmaterialien der ursprünglichen Scheune. 







Wir haben lediglich die Front aus morschen Brettern ausgetauscht, erneuert und die Fenster und Tore verändert. Innen ist noch immer das alte Gebälk der Scheune und auch auf dem Dach liegen noch immer die alten Ziegel, die noch von der 1965 abgerissenen landwirtschaftlichen Scheune her stammen. 




Neben seine Bauscheune, die der Großvater auch zeitlebens als Werkstatt benutzt hat, mauerte er später noch das kleinere Gebäude. Links im Haus züchtete er seine Kaninchen und rechts im Raum war der Schafstall, in dem die Schafe überwinterten. Sommers waren sie draußen und besorgten bei den Karpfenweihern das, was Volker jetzt den ganzen Sommer über machen muß. Sie hielten die Wiese kurz. 




Neue Fenster haben wir dem Hasenstall verpasst. Die Außenfassade ist 2018 dran. Drinnen haben wir den Zwischenboden zum Heuboden  entfernt, alles isoliert und daraus das "Palmenhaus" gemacht. Hier überwintere ich meine Kübelpflanzen. Mit den neuen Wegen kam schließlich damals bei uns das Seerosenbecken und der mediterrane Platz dazu. 




Wenn ihr noch mal zum Foto vom alten Hasenstall schaut, seht ihr dahinter blattlose Bäume. Ganz rechts am äußersten Bildrand gerade noch zu erkennen ist unsere Eiche und daneben die Esche.

Heute sieht das so aus!





Da war doch noch etwas. Ach ja, zum Thema Baum wollte ich noch ein paar Worte verlieren. Der Hausbaum, die alte Birne stand  also in der Wiese vor der Werkstatt. Sie stand da bis 1990. Genau genommen bis zur Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1990. So wie wir gerade gegoogelt haben, tobte genau in dieser Nacht die Wibke. Ein legendärer Orkan. Und was macht ein Orkan mit einem alten Birnbaum? Hier sieht man es. 







Jedenfalls wurde der Baum danach komplett gefällt. Gut, daß nichts ernsthaftes, den Menschen, passiert ist. 

Dann war es leer in der Wiese im oberen Garten. 2011 übernahmen wird das Grundstück und  schließlich im Frühjahr 2014 zog wieder ein Baum ein. Wir entschieden uns für eine Baumhaselnuß. Näheres hierzu habe ich damals schon in einem Bericht zusammengefasst. 






Also das Bild hier mußte jetzt echt noch rein. So sah der neue Hausbaum damals im Mai 2014 aus.




Wenn man das Dach der Scheune ansieht, meist mehr im wirklichen Garten, als auf den Fotos, so erkennt man noch immer die Delle im Dach. Dort ist der  große Ast seinerzeit darauf gefallen.





Jetzt geht's aber wieder weiter im Garten. Ich habe ja versucht, möglichst keine Fotos zu verwenden, auf denen (noch lebende) Personen zu erkennen sind. Es ist ja ein Garten-Blog und keine people-Magazin. Die drei Gesellen hier ließen sich aber beim besten willen nicht vermeiden. Zum einen sieht man so schön noch einmal links die alte Bauscheune. Das Fenster gibt es nicht mehr, genau an dieser Wand steht ja jetzt der Hüttenzauber. Man sieht auf dem Foto noch einmal den wuchtigen alten Hausbaum. Und, es ist das einzige Foto, das ich fand, auf dem die Leere im hinteren Garten so schön zu sehen ist. Das Foto, berücksichtigt man die Geburtsjahre der abgebildeten Zwerge, dürfte Ende der Siebziger Jahre aufgenommen sein. Das Häuschen rechts hinten ist das Hühnerhaus. Vielleicht kennen es treue Blogfans aus meinem Gemüsegarten. Der damalige Hühnerlauf ist ja jetzt schließlich mein Gemüsegarten. Ansonsten steht da hinten damals nichts. 







Seht doch nur, so blickt man heute entlang der Nebengebäude durch den Garten. Das Hühnerhaus ist jetzt von hier aus im Sommer nicht mehr zu sehen. Der Walnußbaum neben der Scheune stand Ende der Siebziger noch nicht. Dann ist er heute als so etwa 35-40 Jahre alt. 




Noch mal ein Blick durch den Garten aufs Hühnerhaus. Der alte Apfelbaum, der in der Wiese zu erkennen ist, steht auch schon lange nicht mehr. 




Hier bereits ist das Hühnerhaus nicht mehr zu erkennen, so eingewachsen ist es. Der Walnußbaum, der jetzt meinen Paul's Himalayan Musk-Rambler stützt, steht links neben der Scheune. Die Scheune wurde damals gerade erbaut. 



Und heute. Der Walnußbaum neben der Scheune ist mächtig gewachsen, die Scheune steht noch. In der Wiese steht jetzt unsere Baumhaselnuß und rechts in der Verlängerung der Hecke, die ja auch noch steht, erkennt man das Gerüst meiner Apfelspaliere. 





Wir haben jetzt schon recht viel vom Garten gesehen. Vielleicht fragt sich jemand, wie es damals mit dem Gemüsegarten stand? Heute nenne ich mich, wegen meines intensiven Gemüseanbaus, ja sogar Selbstversorger. Wurde früher auch Gemüse angebaut? 




Ja klar! Volkers Oma in ihrem Gemüsegarten. Ihr Gemüsegarten war kleiner als meiner. Aber er war schon da, wo ich jetzt auch Gemüse anbaue. 

Leider gibt es kein aktuelles Foto aus dieser Perspektive. Und es kann auch keines Geben. Irgendwo zwischen den Bohnenstangen und der Oma steht schließlich jetzt mein Gewächshaus. Somit macht es keinen Sinn, heute von da aus zu fotografieren, wo der damalige Fotograf gestanden haben muß. 

Ich fotografiere immer hinter dem Gewächshaus. Das ist in etwa da wo die Oma steht, nur ein wenig nach links verrückt. Von dort sehe ich den Gemüsegarten und früheren Hühnerlauf auf diese Weise. 







Im Bild mit der Oma erkennt man rechts einen Betonweg an ihren Beeten vorbei. Der existiert auch noch in meinem Gemüsegarten. Von hier aus steht die Oma hinter dem Gewächshaus im Beet. Am Ende des Weges steht mein Bänkchen im Gemüsegarten. Das wird später noch einmal erwähnt. 




Mehr Gemüsebilder von damals gibt es leider nicht. Jedenfalls nicht in dem Album, das ich kürzlich fand. Hunderte von Dias haben wir noch immer nicht gesichtet.....

Aber gehen wir doch noch ein wenig durch den Garten. 

Wenn man vom oberen Garten mit dem Hausbaum runter zum Eingangstor geht, kommt man am Haus vorbei. 

Man Blickt runter zum Dorfweiher. Rechts erkennt man eine sehr große Latschenkiefer. 




Wo ist die heute? Laut Familienaussage wurde sie zu groß, viel total auseinander und wurde ersetzt. 

Ein Korkenzieherhasel wurde gesetzt. Seht ihr den Handlauf an der Treppe hinter dem Korkenzieherhasel? Der Strauch reicht etwa bis zur Höhe des Wohnzimmerfensters. 





Ja und heute, Januar 2018, wo ist denn der Handlauf geblieben? Und warum ist das Wohnzimmerfenster plötzlich nicht mehr über dem Haselnuß sondern auf halber Höhe? Wahnsinn oder? Dabei ist alles noch da, wo es damals war. Jedenfalls der Handlauf und das Fenster. Nur der Strauch ist zu einem ganz wundervollem Prachtexemplar heran gewachsen. 



Auch von der Seite ist der Handlauf an der Treppe kaum noch unter dem Laub des Haselnußstrauches zu erkennen. 





Oberhalb des Korkenzieherhaselnussstrauches befindet sich ein kleines, von Sandsteinen eingefasstes Beet. Damals blühte es hier wie in einem Kurpark. 





Ich nutzte es anfangs als Kräuterbeet. Leider mußte ich feststellen, daß es für Kräuter doch zu wenig Sonne bekam. Dann pflanzte ich den im Fliederbeet angesiedelten Khakibaum in das Beet. Das Fliederbeet wurde wegen de Wege umgestaltet und  der Baum mußte ohnehin weg, wo er stand. 

Jetzt ist das Beet bei mir das "Khaki-Beet". Unter dem Baum wachsen diverse Stauden. 




Von außerhalb des Grundstückes betrachtet, sah das Haus und Eingangstor so aus. Ich selbst habe in all den Jahren tatsächlich so gut wie keine Fotos von draußen auf  Haus und Grundstück gemacht. Ich musste sogar wieder alte Fotos aus dem Bericht nehmen, weil ich keinerlei Pendant aus aktuellen Zeiten  dazu fand. 





Gut, daß wir vor ein paar Jahren den Zaun erneuerten. So habe ich wenigstens ein paar wenige Fotos von draußen vor dem Tor. 




Im folgenden Foto erkennt man das Mäuerchenbeet im Vorgarten. Auch heute noch ist das meine größtes Staudenbeet. Die Mauer besteht auch wieder aus den Sandsteinen vom alten abgerissenen Bauernhaus. 





Ein Frühjahrsblick auf mein Mäuerchenbeet im Vorgarten.





Damals bestand das Beet aus seinem schmalen Streifen. Dahinter Rasen und eine Weigelie,die rot blüht. 




Den Streifen habe ich mehrmals verbreitert und sogar die Weigelie mit ins Beet integriert. Auf den Aufnahmen von oben ist das zu erkennen. 

Hier im Bild sieht man die Weigelie im Frühjahr hinter den Stauden blühen. 




Wenn die Weigelie nicht blüht, erkennt man sie kaum. Hier ist sie in der Bildmitte hinter  den Stauden zu sehen.




So wie mir, gefiel wohl auch dem Großvater die Aussicht über den Vorgarten. 

Das Foto muß schon alt sein. So leer, wie der Vorgarten hier noch ist. 




Später wurde die Fläche bepflanzt. Diverse Bäume und Büsche wuchsen in ihm. Manche gibt es schon lange nicht mehr, andere stehen noch immer hier. Von manchen gibt es heute noch Reste. 

Den Essigbaum in der Bildmitte gibt es nicht mehr. Dort steht jetzt ein wunderschöner dunkel-lila-blühender-Flieder. Auf der Platte mit dem Vogelhäuschen, steht heute mein Vogelhäuschen im Winter oder im Sommer die Vogeltränke. Die Bank im Vorgarten gibt es nicht mehr. Die betonierten Fuß-Rückenlehnen-Teile existieren allerdings noch. Beplankt mit Recycling-Kunststoffbrettern steht das Bänkchen jetzt in meinem Gemüsegarten am Ende des zentralen Weges. 




Der Vorgarten an einem regnerischen Tag im Sommer 2017.



Aussicht aus dem Schlafzimmerfenster. Erinnert ihr euch noch an den Mann, der in meinem Schlafzimmerfenster steht und das Dachgebälk stützt? So ähnlich hat er es wohl damals schon gesehen. Die Häuser auf der anderen Seite des Dorfweihers. 



Mein Blick vom Schlafzimmer über den Dorfweiher. 





Zu dem nächsten Foto war wieder einmal ein konkretes Jahr notiert. Es stammt von 2001.

Schauen wir uns das Foto einmal genauer an. Da blüht etwas rot auf grünem Stamm. Was ist das? Das ist eine Schale  Petunien, die auf einem alten Baumstamm steht. Der Stamm ist eines der vorhin erwähnten und sogar heute noch vorhandenen Überreste ursprünglicher Bäume im Vorgarten. Er ist von Efeu umwunden. 

Noch etwas im Foto ist erwähnenswert. Auf dem Zaunpfosten steht wieder eine Blumenschale und vor dem Pfosten stehen vier oder fünf Triebe einer Staude. Diese Staude steht ebenfalls heute noch. Es ist jetzt in gigantischer Busch einer hohen Herbstaster. 




Also schauen wir uns diese Szene heute an. Der Zaun ist anders und der efeuumrankte Baumstumpf steht immer noch hier. Die Aster? Nur Geduld, es ist ja noch zeitig im Frühjahr. 



Ein paar Monate später ist sie da. Der Zaun allerdings ist hinter ihr verschwunden. 



Abermals ein paar Wochen weiter im Jahr blüht sie, die Herbstaster. Davor der Efeu wuchert am alten Baumstamm und muß mehrmals im Jahr zurück geschnitten werden. 





Stehe ich direkt vor dem Asternbusch, kann ich kaum über ihn hinweg blicken. Ein wirklich gigantischer Asternbusch. Er wird ja auch immerhin dieses Jahr schon mindestens 18 Jahre alt. 






Noch mal die Petunien, wie sie die Passanten von draußen vor dem Zaun sehen konnten. 





Heutzutage im Herbst könnten Spaziergänger entlang des Zaunes das Ensemble von Aster und Baumstamm (hinter der Aster) so erblicken. 




Von der anderen Seite des Dorfweihers aus habe ich unser Haus auch noch niemals fotografiert.
Hier im Bild sieht man schön die kleinen Gartengrunstücke am Dorfweiher. Eines davon ist ja auch mein Weihergarten. Ich habe die Parzelle links neben den beiden Flächen mit frisch bearbeiteten Boden.






Jetzt stehe ich in meinem Weihergarten und blicke hoch zum Haus. 





Was mir auch noch fehlt, ist so eine Luftaufnahme. Dazu allerdings müsste ich einmal - wie der Großvater seinerzeit - in einen Heißluftballon steigen und übers Gelände fahren. Ob ich mich das jemals trauen werde? 



So, das war also der Vergleich von Früher und Heute. Der Garten wie er war und was aus ihm wurde. Ich hoffe, ihr habt, wie ich beim Erstellen des Beitrages, Spaß an den Gegenüberstellungen und geschichtlichen Erinnerungen.

Jetzt bin ich gespannt, was das neue Jahr im Garten bringt, was wächst, was nicht, wie die Fotos dieses Jahr werden und welche Neuerungen oder Restaurationen wir wieder durchführen. 


Ach ja und wer es noch nicht gelesen hat, jetzt aber neugierg wäre. Ich habe auch eine Bericht verfasst über den Garten, seine Lage und Aufteilung. HIER ist er zu finden.